- 10.04.2008, 10:31:37
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LIEBEL: Auftakt zur Radsaison 2008 - Radfahren fürs Klima!
Radverkehrsförderungen & Wettbewerbe des Lebensministeriums forcieren Radfahren im Alltag für Verdoppelung des Radverkehrsanteils bis 2015
Wien (OTS) - "Radfahren hat in Österreich besonders im
innerstädtischen Bereich noch viel ausbaufähiges Potenzial. Ein
Viertel aller Autofahrten ist kürzer als zwei Kilometer, die Hälfte
kürzer als fünf Kilometer - das sind ideale Radfahrdistanzen. Leider
liegt Österreich, was die Nutzung des Fahrrads als umweltfreundliches
Transportmittel anlangt, im internationalen Vergleich noch immer im
hintersten Drittel. Aber es ist bereits ein erfreulicher
Aufwärtstrend feststellbar. Immer mehr Gemeinden und Firmen setzen
verstärkt Maßnahmen fürs Radfahren. Unser Ziel ist es, mit
Förderungen, weiteren Initiativen und Maßnahmen in Zusammenarbeit mit
Ländern und Gemeinden den Radverkehrsanteil bis 2015 zu verdoppeln,"
betonte Umweltsektionschef Günter Liebel anlässlich des heutigen
Auftakts zur Radsaison 2008 im Radiocafé des ORF-Radiokulturhauses
bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WKO-Vizepräsidentin Renate
Römer, den Radprofis Karin Gruber und Georg Totschnig sowie Martina
Sordian von Global 2000. Am Radauftakt, der vor dem Lebensministerium
mit einer gemeinsamen Radfahrt zum Radiokulturhaus begann,
beteiligten sich neben den genannten Radverkehrsakteuren auch
Radfahr-Testimonial Dompfarrer Anton Faber, Intersport Eybl-Vorstand
Peter Wahle und der Geschäftsführer der KTM Bike Industries, Josef
Spießberger. Dies teilt das Lebensministerium mit.
Informationsoffensive - "Wadeln" fürs Klima
"Mit ,Lass die Wadeln auch im Alltag radeln!’ werden wir die
österreichweite Offensive fürs Radfahren intensiv fortsetzen", so
Liebel. "Unser Ziel ist es, die Vorteile des Fahrrads als
innerstädtisch schnellstes Verkehrsmittel, das noch dazu
umweltfreundlich und gesund ist, bei den Menschen viel stärker zu
verankern. Ich freue mich, dass uns Prominente wie Vera Russwurm,
Waterloo, Dompfarrer Toni Faber, Ulla Weigersdorfer, die
Schauspielerin Kristine Sprenger oder die Radprofis Gerhard Gulewicz
und Christiane Soeder als Rad-Testimonials unterstützen", so Liebel.
Sie alle haben sich auf dem neuen klima:aktiv-Bike von KTM in den
grünen Chefsessel geschwungen und ihre Wadeln für den Klimaschutz zur
Verfügung gestellt.
Um Radfahren im Alltag populärer zu machen, hat sich auch der ORF
in den Dienst des Klimaschutzes gestellt und verlost heute sechs der
von KTM und Intersport Eybl entwickelten klima:aktiv Fahrräder. Als
Hauptgewinn winkt die Teilnahme an einem Spezial-Radseminar mit Georg
Totschnig im Zillertal. Darüber hinaus stellt der ORF seinen
MitarbeiterInnen ab sofort fünf klima:aktiv-Dienstfahrräder zur
Verfügung und wird seine MitarbeiterInnen motivieren, auch privat auf
das Fahrrad umzusteigen. Auch vor dem Radiokulturhaus wurde - wie vor
dem Lebensministerium - ein neuer klima:aktiv-Radständer aufgestellt.
Wettbewerbe mit kompetenten Partnern
"Heuer findet bereits zum dritten Mal der erfolgreiche Wettbewerb
,bike2business’ statt, bei dem wir gemeinsam mit dem
Lebensministerium die fahrradfreundlichsten Unternehmen und
Institutionen Österreichs suchen. Aktivere, gesündere
MitarbeiterInnen und ein dynamisches Image sind nur zwei der vielen
Vorteile, die das Radfahren den UnternehmerInnen bringt. Darüber
hinaus ist Radfahren ein Beitrag für eine saubere Umwelt und eine
Entlastung des Verkehrs", betont Renate Römer, Vize-Präsidentin der
Wirtschaftskammer Österreich anlässlich der Präsentation des
Wettbewerbes.
Eine weitere Aktion ,fahrRad’, gemeinsam mit Global 2000, wendet
sich direkt an die 2,2 Millionen ArbeitnehmerInnen in Österreich.
Dabei werden jene ArbeitnehmerInnen ausgezeichnet, die die meisten
Wege von und zur Arbeit mit dem Rad zurücklegen.
Strategie für den Radverkehr
Mit dem Masterplan Radfahren setzt das Lebensministerium eine
umfassende Strategie zur Forcierung des heimischen Radverkehrs. Damit
kann durch die Einsparung von 560 Millionen bis 1,6 Milliarden
PKW-Kilometer der Treibstoffverbrauch um 30.000 bis 85.000 Tonnen
reduziert werden. Das bedeutet 270 bis 780 Tonnen Stickoxide jährlich
weniger und spart 100.000 bis 270.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Um die
Umsetzung des Masterplans voranzutreiben, wurde im Lebensministerium
mit DI Martin Eder ein eigener Radverkehrskoordinator eingesetzt.
Darüber hinaus wird es eine bundesweite Arbeitsgruppe zur Förderung
des Radverkehrs geben.
Förderung und Beratung durch klima:aktiv
Die klima:aktiv mobil Förderprogramme des Lebensministeriums werden
auch 2008 ihre Aktivitäten ausweiten. Bislang wurden 1,6 Millionen
Euro für Radverkehrsprojekte eingesetzt, die ein Investitionsvolumen
von 5,5 Millionen Euro für den Radverkehr ausgelöst haben.
Auch das Beratungs- und Förderprogramm klima:aktiv mobil wird
weiter forciert. Damit bietet das Lebensministerium Städten,
Gemeinden, Betrieben, Einrichtungen im Freizeitsektor, Schulen sowie
der öffentlichen Verwaltung Beratungs- und Förderprogramme rund um
den Klimaschutz an. Ein Angebot ist der kostenlose Radverkehrs-Check
bei Gemeinden und Betrieben. Nach der Analyse der
Radverkehrssituation werden gemeinsam Maßnahmenvorschläge erarbeitet,
die beim klima:aktiv Förderprogramm eingereicht werden können.
Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Maßnahme eine
CO2-Einsparung bewirkt. Das Förderprogramm ist derzeit mit 1,8
Millionen Euro pro Jahr dotiert. Die detaillierten Förderbedingungen
sowie zahlreiche Best-Practice-Beispiele können dem brandneuen
"Leitfaden Radverkehrsförderung" entnommen werden, der auf der
Homepage des Lebensministeriums zum Download bereitsteht:
http://publikationen.lebensministerium.at
Best Practice Beispiele
64 Gemeinden, Schulen, Betriebe, Verwaltungen und
Tourismuseinrichtungen haben diese klima:aktiv Beratungsleistung
bereits in Anspruch genommen und sind klima:aktiv
mobil-Projektpartner geworden. In Summe sparen diese Projekte
jährlich rund 19.000 Tonnen CO2. Vorbildhaft sind bei den Gemeinden
z. B. die Stadtgemeinde Baden mit ihrer Fahrradkampagne und ihrem
Kinderverkehrskonzept sowie Feldkirch und Dornbirn, die ein
umfassendes kommunales Mobilitätsmanagement betreiben. Bei der
CO2-Eindämmung sind das Land Steiermark mit einer Ersparnis von 6.000
Tonnen CO2 und die Stadt Graz mit einer Ersparnis von 3.000 Tonnen
CO2 am erfolgreichsten. Im Tourismus ist die Teichalm ein
Best-Practice Beispiel, bei den Betrieben die FH Johanneum GmbH, die
ihren MitarbeiterInnen und StudentInnen zahlreiche Angebote rund um
das Radfahren bietet, so z. B. auch Diensträder und Fitness-Checks.
"Ich lade alle Österreicherinnen und Österreicher ein, den
Rad-Saisonauftakt des Lebensministeriums zum Anlass zu nehmen, für
unser gemeinsames Ziel - weniger CO2! - 2008 mitzuradeln und das Auto
bei kurzen Strecken stehen zu lassen", forderte Umweltsektionschef
Günter Liebel abschließend auf, Klimaschutz ernst zu nehmen.
Informationen zum Wettbewerb für Unternehmen auf
www.bike2business.at
Informationen zum Wettbewerb für MitarbeiterInnen von Global2000
auf: http://www.fahrradpass.at/
Den Masterplan Radfahren finden Sie auf www.lebensministerium.at
Bilder von dieser Veranstaltung finden Sie auf
www.lebensministerium.at/fotoservice
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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