"Bachelor welcome!"- Diskussionsrunde an IMC Fachhochschule Krems

Krems (OTS) - Gestern, Dienstag, fand die erste Diskussionsrunde
der "Bachelor Welcome!" Tour der Österreichischen Fachhochschulkonferenz und der Wirtschaftskammern Österreichs an der IMC Fachhochschule Krems statt. Das zentrale Thema war die neue Studienarchitektur und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Da die flächendeckende Einführung von Bachelor-Studien an Österreichs Fachhochschulen beinahe abgeschlossen ist, kann man ab 2009/10 mit einer ersten großen Welle von Akademikern mit Bachelor-Abschluss am Arbeitsmarkt rechnen.

Die Diskussionsrunde war hochkarätig besetzt. Mit Prof.(FH) Mag. Eva Werner, Vizerektorin der IMC Fachhochschule Krems und Bologna-Beauftragte des österreichischen FH-Sektors, Mag.(FH) Andreas B. Schmidel (Geschäftsführer der ProMinent Dosiertechnik), Mag. Georg Ketzler (Geschäftsführer der Brantner Abfallwirtschaft), der künftigen Bachelor Absolventin Irene Steinkellner und dem Bildungsexperten der Wirtschaftskammer Österreich, Mag. Alexander Hofmann. Alle Diskutanten waren sich darin einig, dass die Bachelor-Studien ein neues Segment von hoch
qualifizierten FH-AbsolventInnen eröffnen, die zukünftig den Arbeitsmarkt wesentlich mitgestalten werden.

Für WKNÖ-Vizepräsident Dr. Christian Moser ist Qualität die Antwort der österreichischen Wirtschaft auf den gestiegenen Preis-und Kostendruck in allen Bereichen: "Die wichtigste Voraussetzung dafür ist Qualifikation. Die Umstellung zum Bologna-System ist eine wichtige Weichenstellung in Richtung Internationalität, Vergleichbarkeit, kürzere Studienzeiten und mehr Praxisorientierung. Ich verstehe gut, wenn es derzeit Unsicherheiten bei Studierenden und der Wirtschaft wegen der neuen Titel gibt, es kommt aber auf den Inhalt und nicht auf die Verpackung an."

Nach dem Niveau der neuen Ausbildung gefragt, erklärte FH Krems Vizerektorin Eva Werner: "Neue Bildungswege und eine flexible Karrieregestaltung sind nach der Bologna-Studienstruktur leichter möglich. Generell ist der Bachelor ein erster, berufsqualifizierender akademischer Abschluss, aber eben ein Erstabschluss, der zur Fortsetzung im Sinne lebenslangen Lernens ermutigen soll. Im Bachelor-Studium werden neben den Kompetenzen zum Einstieg in den Arbeitsmarkt auch die Kompetenzen zur Weiterbildung und persönlichen Weiterentwicklung aufgebaut." Derzeit würden zwei Drittel der künftigen AbsolventInnen einen Master-Abschluss anstreben - viele von ihnen erfreulicherweise im Ausland.

Georg Ketzler, Geschäftsführer von Brantner Abfallwirtschaft, denkt, dass die Diskussion in zwei Jahren nicht mehr nötig sein wird:
"Nahezu alle Studienprogramme sind dann umgestellt. Die Weiterentwicklung im Unternehmen ist effektiver als an einer Universität. Zu Beginn sollte man sich nicht am Verdienst orientieren, sondern daran, in einem guten Unternehmen seine Leistung zu bringen. Ein Master-Studium wird erst später - beispielsweise im Rahmen der Entwicklung zur Führungskraft - nötig sein."

WKÖ-Vertreter Alexander Hofmann betonte den Bedarf der Wirtschaft nach kürzeren Studienzeiten: "Man muss künftig aber nicht weniger Lernen, sondern anders lernen. Die Lernbiographien ändern sich, künftig werden berufsbegleitende, intensive Lernphasen auf akademischem Niveau eine Selbstverständlichkeit sein. Nicht zuletzt findet Ausbildung auch im Unternehmen statt, und gerade Bachelor-AbsolventInnen sind für Trainee-Programme prädestiniert." Er ermutigte die "Pionier-Generation" dazu, gleich in den Arbeitsmarkt einzusteigen und nicht sofort ein Master-Studium anzuschließen. Nach Erfahrungen aus Deutschland würden sich die Gehälter von Bachelors innerhalb weniger Jahre an jene bisheriger Diplomstudien annähern.

Bis heute haben bei Bildungseinrichtungen in Niederösterreich 384 Studierende ihr Bachelorstudium abgeschlossen. Heuer werden voraussichtlich 930 niederösterreichische Studierende ihr Bachelorstudium abschließen, 235 davon an der IMC Fachhochschule Krems.

Weitere Veranstaltungen aus dieser Reihe finden am 10. April in Innsbruck und am 15. April in Salzburg statt.

Weitere Informationen: http://wko.at/bildung

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