• 09.04.2008, 12:24:26
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"Bachelor welcome!"- Diskussionsrunde an IMC Fachhochschule Krems

Krems (OTS) - Gestern, Dienstag, fand die erste Diskussionsrunde
der "Bachelor Welcome!" Tour der Österreichischen
Fachhochschulkonferenz und der Wirtschaftskammern Österreichs an der
IMC Fachhochschule Krems statt. Das zentrale Thema war die neue
Studienarchitektur und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Da
die flächendeckende Einführung von Bachelor-Studien an Österreichs
Fachhochschulen beinahe abgeschlossen ist, kann man ab 2009/10 mit
einer ersten großen Welle von Akademikern mit Bachelor-Abschluss am
Arbeitsmarkt rechnen.

Die Diskussionsrunde war hochkarätig besetzt. Mit Prof.(FH) Mag.
Eva Werner, Vizerektorin der IMC Fachhochschule Krems und
Bologna-Beauftragte des österreichischen FH-Sektors, Mag.(FH) Andreas
B. Schmidel (Geschäftsführer der ProMinent Dosiertechnik), Mag. Georg
Ketzler (Geschäftsführer der Brantner Abfallwirtschaft), der
künftigen Bachelor Absolventin Irene Steinkellner und dem
Bildungsexperten der Wirtschaftskammer Österreich, Mag. Alexander
Hofmann. Alle Diskutanten waren sich darin einig, dass die
Bachelor-Studien ein neues Segment von hoch
qualifizierten FH-AbsolventInnen eröffnen, die zukünftig den
Arbeitsmarkt wesentlich mitgestalten werden.

Für WKNÖ-Vizepräsident Dr. Christian Moser ist Qualität die
Antwort der österreichischen Wirtschaft auf den gestiegenen Preis-
und Kostendruck in allen Bereichen: "Die wichtigste Voraussetzung
dafür ist Qualifikation. Die Umstellung zum Bologna-System ist eine
wichtige Weichenstellung in Richtung Internationalität,
Vergleichbarkeit, kürzere Studienzeiten und mehr Praxisorientierung.
Ich verstehe gut, wenn es derzeit Unsicherheiten bei Studierenden und
der Wirtschaft wegen der neuen Titel gibt, es kommt aber auf den
Inhalt und nicht auf die Verpackung an."

Nach dem Niveau der neuen Ausbildung gefragt, erklärte FH Krems
Vizerektorin Eva Werner: "Neue Bildungswege und eine flexible
Karrieregestaltung sind nach der Bologna-Studienstruktur leichter
möglich. Generell ist der Bachelor ein erster, berufsqualifizierender
akademischer Abschluss, aber eben ein Erstabschluss, der zur
Fortsetzung im Sinne lebenslangen Lernens ermutigen soll. Im
Bachelor-Studium werden neben den Kompetenzen zum Einstieg in den
Arbeitsmarkt auch die Kompetenzen zur Weiterbildung und persönlichen
Weiterentwicklung aufgebaut." Derzeit würden zwei Drittel der
künftigen AbsolventInnen einen Master-Abschluss anstreben - viele von
ihnen erfreulicherweise im Ausland.

Georg Ketzler, Geschäftsführer von Brantner Abfallwirtschaft,
denkt, dass die Diskussion in zwei Jahren nicht mehr nötig sein wird:
"Nahezu alle Studienprogramme sind dann umgestellt. Die
Weiterentwicklung im Unternehmen ist effektiver als an einer
Universität. Zu Beginn sollte man sich nicht am Verdienst
orientieren, sondern daran, in einem guten Unternehmen seine Leistung
zu bringen. Ein Master-Studium wird erst später - beispielsweise im
Rahmen der Entwicklung zur Führungskraft - nötig sein."

WKÖ-Vertreter Alexander Hofmann betonte den Bedarf der Wirtschaft
nach kürzeren Studienzeiten: "Man muss künftig aber nicht weniger
Lernen, sondern anders lernen. Die Lernbiographien ändern sich,
künftig werden berufsbegleitende, intensive Lernphasen auf
akademischem Niveau eine Selbstverständlichkeit sein. Nicht zuletzt
findet Ausbildung auch im Unternehmen statt, und gerade
Bachelor-AbsolventInnen sind für Trainee-Programme prädestiniert." Er
ermutigte die "Pionier-Generation" dazu, gleich in den Arbeitsmarkt
einzusteigen und nicht sofort ein Master-Studium anzuschließen. Nach
Erfahrungen aus Deutschland würden sich die Gehälter von Bachelors
innerhalb weniger Jahre an jene bisheriger Diplomstudien annähern.

Bis heute haben bei Bildungseinrichtungen in Niederösterreich 384
Studierende ihr Bachelorstudium abgeschlossen. Heuer werden
voraussichtlich 930 niederösterreichische Studierende ihr
Bachelorstudium abschließen, 235 davon an der IMC Fachhochschule
Krems.

Weitere Veranstaltungen aus dieser Reihe finden am 10. April in
Innsbruck und am 15. April in Salzburg statt.

Weitere Informationen: http://wko.at/bildung

Rückfragehinweis:

Mag. Alexander Hofmann
   Abteilung für Bildungspolitik
   Wirtschaftskammer Österreich
   Wiedner Hauptstrasse 63, 1040 Wien 
   T: 05 90 900 4086
   E: [email protected]
   http://wko.at/bildung
   
   IMC Fachhochschule Krems
   Abt. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
   Piaristengasse 1, A-3500 Krems
   Tel : +43/02732-802-530 
   mailto:[email protected]
   www.fh-krems.ac.at

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