- 08.04.2008, 17:00:00
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SternsingerInnen ersingen 13,37 Mio. Euro! - BILD

Wien (OTS) - Über eine Milliarde Menschen leben in extremer Armut
und müssen mit weniger als einem Euro am Tag auskommen. Sie sind die
Verlierer der Globalisierung und werden ins Elend gedrängt. 90.000
Kinder nehmen das nicht hin: In ganz Österreich waren sie zu
Jahresbeginn als SternsingerInnen unterwegs und haben die
beeindruckende Summe von 13.369.038,44 Euro gesammelt!
"13,37 Mio. Euro haben unsere Sternsingerinnen und Sternsinger
ersungen! Jeder Cent steht für ihren Einsatz gegen Armut, Unrecht und
Ausbeutung." blickt Stefan C. Leitner, Vorsitzender der Katholischen
Jungschar, stolz auf die Früchte des selbstlosen Einsatzes der 90.000
Kinder. "Danke im Namen all jener Menschen, denen die Hilfe unter
gutem Stern zu Gute kommt!"
Österreichs Kinder legen das Fundament für eine gerechtere Welt.
Mit den ersungenen Spenden setzen sich die PartnerInnen der Heiligen
Drei Könige in Afrika, Asien und Lateinamerika für ein besseres Leben
für rund eine Million Menschen ein.
Brasilien im Rampenlicht
Für die Sternsingeraktion 2008 standen Projekte in Brasilien
beispielhaft in der Öffentlichkeit für die weltweit über 500 Projekte
der "Hilfe unter gutem Stern". Lateinamerikas größte Demokratie
kämpft mit schweren sozialen Problemen. Grund dafür ist die extreme
Ungerechtigkeit bei der Verteilung von Ressourcen. Zusammen mit drei
afrikanischen Staaten hat Brasilien die ungerechteste
Einkommensverteilung auf unserem Erdball.
Am deutlichsten zeigt sich das in den Konflikten um Grund und
Boden. In Brasilien ist das Agrarland extrem ungerecht aufgeteilt.
Ein Prozent der Landeigentümer besitzen 44 Prozent des Bodens,
während 10 Millionen Menschen keinerlei Zugang zu eigenem Land haben.
Darunter leiden am meisten die Kleinbauernfamilien und die indigene
Bevölkerung.
Bei ihnen setzen die Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion an: Nicht
Almosen werden verteilt, sondern der Kampf um Gerechtigkeit steht im
Fokus: Es geht darum, Menschen zu ermächtigen, sich für ihre Rechte
auf Land und somit ihr Recht auf ein Leben in Würde stark machen zu
können.
Rechte der Indios verteidigen!
Die Opferbilanz der indigenen Bevölkerung steigt alarmierend: 76
Indianer kamen 2007 in Brasilien gewaltsam zu Tode. Einer der
Hauptursachen der Gewalt sind weiterhin Konflikte um Land. Entgegen
der Versprechungen der staatlichen Indianerbehörde wurden in den
vergangenen zwölf Monaten kaum Landtitel der Indianervölker
Brasiliens abgesichert.
Auch gegen Bischof Erwin Kräutler, der sich seit Jahrzehnten für
die indigenen Völker in der Amazonasregion einsetzt, hat es erneut
Morddrohungen gegeben. Er wird sich dadurch aber nicht von seinem
Kampf gegen Unrecht abhalten lassen. Er bittet aber gleichzeitig um
das solidarische Gebet und die Unterstützung für "das Volk Gottes am
Rio Xingu".
Das Überleben der Indio-Völker im Amazonasgebiet ist bedroht, denn
Holzkonzerne roden skrupellos den Regenwald. Riesige Staudämme werden
gebaut, Soja für den Export angebaut. Die Partnerorganisation der
Dreikönigsaktion, CIMI, unterstützt die Zuruahá- und Piraha-Indios,
bei deren Anliegen, den Amazonas-Regenwald als ihren Lebensraum zu
erhalten.
Überleben in Trockengebieten sichern!
Aufgrund des großen Interesses von Investoren an Nutzungsflächen
für Ethanol- und Biodieselproduktion nehmen die gewaltsamen
Landkonflikte im Bundesstaat Bahia zu. Seit einiger Zeit häufen sich
Ereignisse, die an die Zeit der Militärdiktatur erinnern. Mit
brutaler Gewalt vertreiben Ordnungskräfte die Kleinbauernfamilien von
ihrem Grund und Boden.
Die Region ist geprägt von einem Kampf um den kargen Boden:
Mangelerkrankungen, Arbeitslosigkeit und Abwanderung in die Slums
sind die Folgen von Trockenheit und der ungerechten Landverteilung im
Nordosten Brasiliens. Mit Hilfe der Partnerorganisation IRPAA passen
die KleinbäuerInnen die Landwirtschaft erfolgreich an das
Trockenklima an. Speziell gilt die Unterstützung der Ausbildung von
Kindern und Jugendlichen. So wird langfristig Abwanderung in die
städtischen Slums verhindert.
Sternsingeraktion 2008 auf einen Blick
Diözese Spenden 2008 Spenden 2007 Wien Euro 1.935.098,69 1.954.927,08 St.Pölten Euro 1.186.675,25 1.146.210,81 Linz Euro 2.650.458,02 2.626.884,47 Salzburg Euro 1.429.958,76 1.424.836,75 Innsbruck Euro 1.291.262,53 1.285.190,93 Feldkirch Euro 691.606,81 686.556,56 Klagenfurt Euro 1.158.342,77 1.174.906,86 Graz Euro 2.482.960,91 2.457.633,12 Eisenstadt Euro 542.674,70 554.615,33 Sternsinger- Euro 13.369.038,44 13.311.761,91 ergebnis
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