SternsingerInnen ersingen 13,37 Mio. Euro!

Wien (OTS) - Über eine Milliarde Menschen leben in extremer Armut und müssen mit weniger als einem Euro am Tag auskommen. Sie sind die Verlierer der Globalisierung und werden ins Elend gedrängt. 90.000 Kinder nehmen das nicht hin: In ganz Österreich waren sie zu Jahresbeginn als SternsingerInnen unterwegs und haben die beeindruckende Summe von 13.369.038,44 Euro gesammelt!

"13,37 Mio. Euro haben unsere Sternsingerinnen und Sternsinger ersungen! Jeder Cent steht für ihren Einsatz gegen Armut, Unrecht und Ausbeutung." blickt Stefan C. Leitner, Vorsitzender der Katholischen Jungschar, stolz auf die Früchte des selbstlosen Einsatzes der 90.000 Kinder. "Danke im Namen all jener Menschen, denen die Hilfe unter gutem Stern zu Gute kommt!"

Österreichs Kinder legen das Fundament für eine gerechtere Welt. Mit den ersungenen Spenden setzen sich die PartnerInnen der Heiligen Drei Könige in Afrika, Asien und Lateinamerika für ein besseres Leben für rund eine Million Menschen ein.

Brasilien im Rampenlicht

Für die Sternsingeraktion 2008 standen Projekte in Brasilien beispielhaft in der Öffentlichkeit für die weltweit über 500 Projekte der "Hilfe unter gutem Stern". Lateinamerikas größte Demokratie kämpft mit schweren sozialen Problemen. Grund dafür ist die extreme Ungerechtigkeit bei der Verteilung von Ressourcen. Zusammen mit drei afrikanischen Staaten hat Brasilien die ungerechteste Einkommensverteilung auf unserem Erdball.

Am deutlichsten zeigt sich das in den Konflikten um Grund und Boden. In Brasilien ist das Agrarland extrem ungerecht aufgeteilt. Ein Prozent der Landeigentümer besitzen 44 Prozent des Bodens, während 10 Millionen Menschen keinerlei Zugang zu eigenem Land haben. Darunter leiden am meisten die Kleinbauernfamilien und die indigene Bevölkerung.

Bei ihnen setzen die Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion an: Nicht Almosen werden verteilt, sondern der Kampf um Gerechtigkeit steht im Fokus: Es geht darum, Menschen zu ermächtigen, sich für ihre Rechte auf Land und somit ihr Recht auf ein Leben in Würde stark machen zu können.

Rechte der Indios verteidigen!

Die Opferbilanz der indigenen Bevölkerung steigt alarmierend: 76 Indianer kamen 2007 in Brasilien gewaltsam zu Tode. Einer der Hauptursachen der Gewalt sind weiterhin Konflikte um Land. Entgegen der Versprechungen der staatlichen Indianerbehörde wurden in den vergangenen zwölf Monaten kaum Landtitel der Indianervölker Brasiliens abgesichert.

Auch gegen Bischof Erwin Kräutler, der sich seit Jahrzehnten für die indigenen Völker in der Amazonasregion einsetzt, hat es erneut Morddrohungen gegeben. Er wird sich dadurch aber nicht von seinem Kampf gegen Unrecht abhalten lassen. Er bittet aber gleichzeitig um das solidarische Gebet und die Unterstützung für "das Volk Gottes am Rio Xingu".

Das Überleben der Indio-Völker im Amazonasgebiet ist bedroht, denn Holzkonzerne roden skrupellos den Regenwald. Riesige Staudämme werden gebaut, Soja für den Export angebaut. Die Partnerorganisation der Dreikönigsaktion, CIMI, unterstützt die Zuruahá- und Piraha-Indios, bei deren Anliegen, den Amazonas-Regenwald als ihren Lebensraum zu erhalten.

Überleben in Trockengebieten sichern!

Aufgrund des großen Interesses von Investoren an Nutzungsflächen für Ethanol- und Biodieselproduktion nehmen die gewaltsamen Landkonflikte im Bundesstaat Bahia zu. Seit einiger Zeit häufen sich Ereignisse, die an die Zeit der Militärdiktatur erinnern. Mit brutaler Gewalt vertreiben Ordnungskräfte die Kleinbauernfamilien von ihrem Grund und Boden.

Die Region ist geprägt von einem Kampf um den kargen Boden:
Mangelerkrankungen, Arbeitslosigkeit und Abwanderung in die Slums sind die Folgen von Trockenheit und der ungerechten Landverteilung im Nordosten Brasiliens. Mit Hilfe der Partnerorganisation IRPAA passen die KleinbäuerInnen die Landwirtschaft erfolgreich an das Trockenklima an. Speziell gilt die Unterstützung der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. So wird langfristig Abwanderung in die städtischen Slums verhindert.

Sternsingeraktion 2008 auf einen Blick

Diözese Spenden 2008 Spenden 2007 Wien Euro 1.935.098,69 1.954.927,08 St.Pölten Euro 1.186.675,25 1.146.210,81 Linz Euro 2.650.458,02 2.626.884,47 Salzburg Euro 1.429.958,76 1.424.836,75 Innsbruck Euro 1.291.262,53 1.285.190,93 Feldkirch Euro 691.606,81 686.556,56 Klagenfurt Euro 1.158.342,77 1.174.906,86 Graz Euro 2.482.960,91 2.457.633,12 Eisenstadt Euro 542.674,70 554.615,33 Sternsinger- Euro 13.369.038,44 13.311.761,91 ergebnis

Weitere Pressefotos und Infos zur Arbeit der Dreikönigsaktion finden sie unter www.dka.at

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