NÖGKK-Hutter: Defizit ist nicht hausgemacht

Steigende Gesundheitsausgaben sind durch Einnahmen nicht abgedeckt

St. Pölten (OTS) - "Unsachliche Pauschalvorwürfe haben in der Diskussion um das Gesundheitswesen keinen Platz", weist KR Gerhard Hutter, Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, die Aussage von Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka zurück, dass die Krankenkassen nicht wirtschaften können.

Für das Kassendefizit gibt es drei Gründe:

1. Die medizinische Versorgung wird immer besser und naturgemäß auch teurer. Zudem werden die Menschen - nicht zuletzt Dank der hervorragenden Gesundheitsversorgung - immer älter. Gerade in den letzten Lebensjahren fallen aber die höchsten Kosten an, die natürlich durch unser solidarisches Gesundheitssystem von der Versichertengemeinschaft getragen werden.

2. Die Rahmenbedingungen für die Krankenkassen, vor allem Leistungsumfang und Beitragseinnahmen, schafft der Gesetzgeber. Gerade die Einnahmen können mit den steigenden Leistungsaufwendungen nicht Schritt halten.

3. Gesetzliche Änderungen der letzten Jahre (z. B. Reduktion der Beiträge für Arbeitslose) und die Zahlungsverpflichtung für kassenfremde Leistungen (z. B. Wochengeld) sind ein Hauptgrund für das Finanzloch der Krankenkassen. Hutter: "Allein der NÖGKK haben durch diese Bestimmungen im Vorjahr 78 Millionen gefehlt!"

"Außerdem zahlen wir ein Drittel unseres Budgets direkt in den Spitalstopf, können in diesem Bereich aber überhaupt nicht mitreden. Wie sollen wir hier mit unserem Geld wirtschaften - wenn andere darüber bestimmen?", so Hutter.

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