- 08.04.2008, 12:56:21
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NÖGKK-Hutter: Defizit ist nicht hausgemacht
Steigende Gesundheitsausgaben sind durch Einnahmen nicht abgedeckt
St. Pölten (OTS) - "Unsachliche Pauschalvorwürfe haben in der
Diskussion um das Gesundheitswesen keinen Platz", weist KR Gerhard
Hutter, Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, die Aussage von
Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka zurück, dass die Krankenkassen nicht
wirtschaften können.
Für das Kassendefizit gibt es drei Gründe:
1. Die medizinische Versorgung wird immer besser und naturgemäß
auch teurer. Zudem werden die Menschen - nicht zuletzt Dank der
hervorragenden Gesundheitsversorgung - immer älter. Gerade in den
letzten Lebensjahren fallen aber die höchsten Kosten an, die
natürlich durch unser solidarisches Gesundheitssystem von der
Versichertengemeinschaft getragen werden.
2. Die Rahmenbedingungen für die Krankenkassen, vor allem
Leistungsumfang und Beitragseinnahmen, schafft der Gesetzgeber.
Gerade die Einnahmen können mit den steigenden Leistungsaufwendungen
nicht Schritt halten.
3. Gesetzliche Änderungen der letzten Jahre (z. B. Reduktion der
Beiträge für Arbeitslose) und die Zahlungsverpflichtung für
kassenfremde Leistungen (z. B. Wochengeld) sind ein Hauptgrund für
das Finanzloch der Krankenkassen. Hutter: "Allein der NÖGKK haben
durch diese Bestimmungen im Vorjahr 78 Millionen gefehlt!"
"Außerdem zahlen wir ein Drittel unseres Budgets direkt in den
Spitalstopf, können in diesem Bereich aber überhaupt nicht mitreden.
Wie sollen wir hier mit unserem Geld wirtschaften - wenn andere
darüber bestimmen?", so Hutter.
Rückfragehinweis:
NÖ Gebietskrankenkasse Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 050899/5122 Dr. Elisabeth Heinz Nö.Gebietskrankenkasse Öffentlichkeitsarbeit Kremser Landstraße 3 3100 St. Pölten Tel.: 050899-5122 Fax: 050899-5181 mailto:[email protected]
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