Erste Präsidentenwahlen in Montenegro

Österreichische Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit (OEZA)

Wien, 4. April 2008 (OTS) - Am Sonntag wird in Montenegro erstmals ein Präsident gewählt. Österreich unterstützt die junge Republik seit Jahren bei ihrer Europäisierung und ihrem Demokratisierungsprozess. Aber auch der Ausbau des sanften Tourismus und die Förderung moderner Bildungsstrukturen sind Schwerpunkte der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit in Montenegro.

Erstmals seit der Ausrufung der Unabhängigkeit Montenegros im Juni 2006 wählt die Bevölkerung am Sonntag, 6. April 2008, ihr Staatsoberhaupt. Laut Umfragen hat der derzeitige Präsident Filip Vujanovic die besten Chancen im Rennen um das höchste Amt. Die Wahlen sind ein weiterer Schritt zur politischen und gesellschaftlichen Konsolidierung nach der schwierigen Phase des Unabhängigkeitsprozesses.

Montenegro steht vor der Herausforderung, sich als neuer europäisch orientierter Staat zu etablieren. Erklärtes Ziel ist der Beitritt zur Europäischen Union. Die dafür erforderlichen Strukturen müssen noch ausgebaut werden. Österreich unterstützt das Land bei diesem Demokratisierungsprozess im Rahmen des Schwerpunktes "Governance".

Zusammenarbeit zur Stärkung der Demokratie
Konkret werden durch verschiedene Projekte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) die Kapazitäten der jungen montenegrinschen Verwaltung gestärkt: Gemeinsam mit der Diplomatischen Akademie Wien bietet die OEZA etwa im Hinblick auf die europäische Integration Montenegros ein dreijähriges Trainingsprogramm an. Mittels Workshops und Seminaren wird das Wissen junger montenegrinischer Beamter im Bezug auf die EU erweitert. Ein anderes OEZA-Projekt unterstützt die Fakultät für Politikwissenschaft in Podgorica durch Infrastrukturverbesserungen und Know-how-Transfer und leistet so einen nachhaltigen Beitrag zur Demokratisierung zukünftiger Generationen in Montenegro.

Die Fachausschüsse des nationalen Parlaments werden durch die OSZE mit Mitteln der OEZA bei der Umsetzung des europäischen Rechtsbestands in montenegrinisches Gesetz unterstützt. Und ein regionales Projekt für Südosteuropa stärkt auch die montenegrinische Polizei durch moderne Sicherheits-Trainings und Schulungen.

Sanfter Tourismus, Ökoeffizienz und Bildung als Schwerpunkte
Die Kooperation zwischen Österreich und Montenegro besteht bereits seit 1998. Seit 2005 gibt es ein Koordinationsbüro der Österreichische Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit in der Hauptstadt Podgorica. Neben dem thematischen Schwerpunkt "Governance" unterstützt die OEZA Montenegro in den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Bildung, Ökoeffizienz, Regionalentwicklung und Tourismus.

Geografisch konzentriert sich die OEZA auf den Nordosten Montenegros. Das größte OEZA-Vorhaben in diesem Gebiet ist die wirtschaftliche und regionalpolitische Entwicklung rund um die Region Bjelasica und Komovi. Hier haben sich fünf Gemeinden zusammengeschlossen, um gemeinsam nachhaltigen Bergtourismus in ihrer Region zu vermarkten. Österreich bringt optimal Know-how ein und hilft so bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Moderne Ausbildungsstrukturen und eine arbeitsmarktorientierte Berufsbildung geben wirtschaftliche Impulse und zeigen vor allem jungen Menschen neue Perspektiven auf.

Die gesamten öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (ODA) Österreichs an Montenegro betrugen im Jahr 2006 2,66 Millionen Euro. Die im Rahmen der OEZA finanzierten Programme und Projekte beliefen sich auf 1,84 Millionen Euro.

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