• 03.04.2008, 13:38:07
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HAUBNER: "BZÖ für österreichweite Einführung eines Generationengeldes"

Bundesland Kärnten unter Landeshauptmann Haider nimmt beim Müttergeld eine Vorreiterrolle ein"

Wien (OTS) - "Unsere wichtigsten familienpolitischen Maßnahmen
sind auch in Zukunft, daß Frauen im Alter eigenständig abgesichert
sind. Vor allem muß die Arbeit in der Familie für die Familie
gleichwertig mit der Erwerbsarbeit gesehen werden. Wir haben daher
die positiven Erfahrungen des Kärntner Müttergeldes herangezogen, um
dieses dann als Generationengeld österreichweit auszudehnen. Es
handelt sich dabei um Leistungen für den Generationenvertrag", sagte
heute BZÖ-Familiensprecherin Abg. Ursula Haubner bei der gemeinsamen
Pressekonferenz mit Abg. Herbert Scheibner und Dr. Michaela Gstrein
vom IHS.

Die BZÖ-Familiensprecherin präzisierte in weiterer Folge das
BZÖ-Modell zur Gewährung eines "Generationengeldes" für ganz
Österreich. Haubner tritt für ein Generationengeld in Höhe von 300
Euro ein, das 14 Mal jährlich ausbezahlt werden solle. Diese Variante
sei fair und gerecht. Dabei kämen 78 000 Frauen österreichweit in
den Genuss des Geldes. "Die Erfahrung zeigt aber, daß dies nie alle
Anspruchsberechtigten ausschöpfen. Wir sind daher von 80 Prozent
ausgegangen: Wenn nun 80 Prozent dieser 78 000 Frauen ansuchen, das
sind in etwa 64 000 Frauen, ergeben sich Gesamtosten in der Höhe von
78, 5 Mio. Euro pro Jahr.

Haubner sprach von Kosten, die sich der Staat leisten könne. Ab
nächstem Jahr solle die Mindestsicherung umgesetzt werden. "Jene
Gruppe von Leistungsträgerinnen darf aus diesem Netz nicht heraußen
bleiben", forderte Haubner. "Das ist unsere Forderung, darauf werden
auch unsere Anträge im Parlament abzielen. Im Rahmen der Diskussion
um die Mindestsicherung darf diese große Gruppe von Frauen nicht
übergangen werden. Ihre Leistungen, die sie erbracht haben, zum Teil
auch noch erbringen, dürfen nicht gering bewertet werden und müssen
im System einen wichtigen Platz finden."

Haubner sprach von einer wichtigen familienpolitische Forderung,
neben der steuerlichen Entlastung. "Ein Bereich, um den wir uns
kümmern werden." Die BZÖ-Familiensprecherin warf sowohl SPÖ als auch
ÖVP vor, sich zwar als "Familienparteien" zu präsentieren, jedoch für
Frauen wenig zu tun. "Die derzeitige SPÖVP-Regierung hat auf diese
Gruppe von Frauen ganz einfach vergessen. Daher wollen wir für diese
Frauen in Zukunft ein verlässlicher Partner sein."Das Bundesland
Kärnten unter Landeshauptmann Haider nimmt beim Müttergeld eine
Vorreiterrolle ein. Auch andere Bundesländer sollten dem Beispiel
Kärnten folgen", sagte Haubner.

Diese Frauen, so Haubner weiter, seien die Leistungsträgerinnen
unserer Gesellschaft und diese gehörten unterstützt. "Diese Frauen
managen einerseits die Familie, weil sie Angehörige pflegen und
betreuen. Daher gehören diese Leistungen entsprechend honoriert. "Wir
haben in Österreich ca. eine Million Frauen über 60 Jahre, von denen
knapp 50 Prozent entweder keine eigene Pension haben oder insgesamt
sehr schlecht finanziell versorgt sind. Diese Frauen sind ein "Opfer
des vergangenen Systems", wo eben Erziehungsarbeit bzw.
Betreuungsarbeit absolut vernachlässigt wurde. In dieser großen
Gruppe sind auch Frauen, die durch Scheidung auch in einer sehr
schwierigen finanziellen Lage befinden", erklärte Haubner
abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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