Masern an der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg

Salzburg (OTS) - Die Rudolf-Steiner-Schule Salzburg wurde mitten
in den Osterferien von der Ausbreitung der Masern überrascht. Obwohl sich einige der verantwortlichen Personen im Ausland auf Urlaub befanden, wurden unverzüglich die notwendigen Maßnahmen ergriffen.

Gute Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden

Seit dem Bekanntwerden der ersten Erkrankungen haben Vertreter der Schulleitung der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg beinahe täglich Kontakt mit den zuständigen Behörden der Stadt Salzburg gehalten und mit diesen in allen Fragen kooperativ und konstruktiv zusammengearbeitet. Alle Bescheide der Stadt wurden in penibelster Form eingehalten. Die getroffenen Maßnahmen entsprachen diesen Bescheiden und wurden bis ins Detail mit den Behördenvertretern abgestimmt.

Empfehlung für die Masernimpfung

Beim Ausbruch der Masernepidemie während der Osterferien unterstützte das Kollegium der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg das Amt für öffentliche Ordnung bei der Aussendung einer Elterninformation an alle Eltern der Rudolf-Steiner-Schule und des Waldorfkindergartens. In dieser amtlichen Elterninformation wurden alle nicht geimpften Personen dringlich dazu aufgefordert, sich mit einem ausreichenden Impfschutz zu versehen, um der Masernepidemie Einhalt zu gebieten.

Damit hat die Schule im Interesse des Gemeinwohls daran mitgewirkt, dass diese Impfempfehlung an die Eltern weitergegeben wurde. Wir unterstützen diesen Aufruf der Behörde auch weiterhin ausdrücklich.

Verantwortung der Eltern

Es wurde von Seiten der Schule niemals von der Masernimpfung abgeraten - auch nicht von unserem schulärztlichen Berater Dr. Stefan Görnitz.

In Österreich gibt es keinen gesetzlichen Impfzwang. Für die Impfung der Kinder sind die Eltern verantwortlich, und wie die Behörden kann auch die Schule hier keinen Zwang ausüben.

Wir ersuchen daher um eine differenziertere Berichterstattung über die Masernerkrankungen in Salzburg. Die Auffassung, Waldorfschuleltern ließen aus einheitlich vertretener Überzeugung ihre Kinder nicht impfen, ist unzutreffend. Auch an Waldorfschulen gibt es viele Eltern, die gegen Kinderkrankheiten impfen lassen, genauso, wie es an anderen Schulen ungeimpfte Kinder gibt.

"Auf die anderen achten"

Wir schließen uns dem Appell von Frau Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller an: "In so einer Situation, wo das in eine Epidemie ausartet, gilt es wirklich, auf die anderen zu achten." Es entspricht dem Ethos unserer Schule, im Bewusstsein zu haben, dass wir mit unseren individuellen Entscheidungen in dieser Welt nicht alleine sind und wir daher auf das Gemeinwohl achten. Wir appellieren auch an die Eltern unserer SchülerInnen, dies bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen.

Rückfragen & Kontakt:

Rudolf-Steiner-Schule Salzburg
Mag. Rainald Grugger, Sprecher der Schulleitung
Tel.: 0662-664040
gf@waldorf-salzburg.info
www.waldorf-salzburg.info

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