BZÖ-Scheider: Unendliche Diskussion über Straßenumbenennungen in Klagenfurt muss ein Ende haben!

Klagenfurt (OTS) - Der Klagenfurter BZÖ-Stadtrat Christian
Scheider tritt heute, Montag, für ein sofortiges Ende der unendlichen Diskussion über die Straßenumbenennungen in Klagenfurt ein. Der Hintergrund: Obwohl der Klagenfurter Stadtsenat mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP (außer Vizebürgermeister Zwick, der vor der Abstimmung den Saal verließ) und den Grünen die Umbenennung der Philipp-Lenard-Gasse, der Prof.-Porsche-Straße, der Rauter-Straße und Hindenbergstraße gerade erst beschlossen hat und der Gemeinderat diese Entscheidung noch absegnen muss, werden seitens SPÖ und den Grünen bereits weitere Forderungen erhoben. Konkret sollen der Alois-Michner-Steg, die Dr.-Fritz-Dörflinger Gasse, die Eduard-Manhart-Strasse, die Steinacher Straße und der Mosteckey Platz ebenfalls wegen Nazibezug umbenannt werden. Diese neuen Forderungen werden von der selbsternannten "Alternativ-Historikerkommission" mit Herrn Altersberger und Herrn Gasper an der Spitze erhoben.

Die offizielle Historikerkommission hat diese Straßen dezidiert nicht für eine Umbenennung vorgeschlagen. Bei Dr. Fritz Dörflinger vertritt die Kommission die Meinung, dass sich dieser "in den Kriegsjahren politisch nicht hervor(tat) und (…) 1945 von jugoslawischen Partisanen verschleppt und ermordet (wurde), sodass er aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung seiner demokratisch legitimierten Funktion in den zwanziger Jahren eher als Opfer, denn als Täter zu sehen ist."
Bei Alois Michner kommt die Kommission zum Schluss, dass der ehemalige Abwehrkämpfer "während des Krieges keinerlei politische Rolle spielte, (…) 1945 als minderbelastet eingestuft" wurde und zur ÖVP wechselte, "innerhalb welcher er noch hohe Funktionen ausübte (…)".
Bei Dr. Hans Steinacher, dem verdienstvollen Abwehrkämpfer, stellte die Kommission fest, dass er sich, bei "den Vorbereitungen für die Kärntner Volksabstimmung unumkehrbare Verdienste für das Land Kärnten erworben habe" und führt weiter aus, dass "Steinacher (…) bereits seit 1937 nicht zuletzt aufgrund wesentlicher Meinungsunterschiede bei der Durchführung volkstumspolitischer Maßnahmen mit der Südtirolfrage bei den Machthabern in Ungnade gefallen ist und hat bis 1945 nicht nur keinerlei Einfluss mehr besessen, sondern war darüber hinaus sogar Repressalien ausgesetzt". Später war er, laut dem Bericht der Historikerkommission, Konsul und ÖVP-Politiker.
Weiters stellt die Historikerkommission fest, dass Eduard Manhart ein bedeutender Aquarellist und "bekennender Nationalsozialist" war. Er "verbrachte aber einen Großteil des Zweiten Weltkrieges als Kriegsmaler an auswärtigen Schauplätzen und wurde nach dem Kriegsende von Partisanen verschleppt und ermordet".

Scheider: "Obwohl SP-Vizebürgermeisterin Mathiaschitz erklärte, dass sie über das Thema Nazistraßen nicht mehr diskutieren will, wollen Altersberger und Co eine weitere Serie von Straßen umbenennen. Diese Diskussion muss ein sofortiges Ende haben. Sollten SPÖ, ÖVP und Grüne tatsächlich die Umbenennung weiterer Straßen planen, müssen die Anrainer dieser Straßen einbezogen werden, da bereits jetzt größere Gegenströmungen entstehen. Außerdem werden wir im Gemeinderat einen Antrag auf geheime Abstimmung stellen."

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZK0005