• 31.03.2008, 09:30:00
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Allianz Invest: Kreditkrise wird zum Risiko für die Realwirtschaft

Wien (OTS) - Obwohl die US-Notenbank Fed mit allen Mitteln gegen
die Finanzkrise auftritt, stecken die USA bereits mit einem Bein in
der Rezession. Die Aktienmärkte dürften auch im zweiten Quartal
volatil bleiben, wobei eine zwischenzeitliche Bärenmarktrally
durchaus möglich ist. Sicherheitsorientierte Anleger sollten trotzdem
mit neuen Veranlagungen zuwarten, die Barmittel gutverzinst am
Direktkonto Top Cash parken oder in risikoarme Produkte wie Top
Invest VI, die neue indexgebundene Lebensversicherung der Allianz,
investieren.

"Die aggressiven Maßnahmen der Fed zeigen, wie hoch die
US-Notenbank das Risiko einer dramatischen Konjunkturverlangsamung
durch die aktuelle Kredit- und Finanzmarktkrise einschätzt. Um die
Finanzmärkte zu stabilisieren, hat die Fed im März den Leitzinssatz
in zwei Schritten um 100 Basispunkte weiter auf 2,25 Prozent
abgesenkt und aktiv bei der Rettung der Investmentbank Bear Stearns
mitgewirkt", stellt Mag. Christian Ramberger, Leiter des
Portfoliomanagement Aktien der Allianz Investmentbank, fest. Nach
Einschätzung Rambergers steckt die US-Wirtschaft bereits mit einem
Bein in der Rezession. "Das Problem für die Realwirtschaft ist, dass
die Banken kaum oder nur sehr restriktiv neue Kredite vergeben und
vielmehr selbst Liquidität horten, um gegen Forderungen,
Wertberichtigungen und Abschreibungen gewappnet zu sein. Der
Kreditsektor ist aber der Motor für die Realwirtschaft. Ohne
ausreichendes Investitionskapital steht der Motor still", analysiert
der Investmentexperte. Da die Preise für US-Immobilien noch keine
Stabilisierung zeigen, wird sich der damit einhergehende
Kaufkraftverlust der Amerikaner verstärkt negativ auf das
Konsumverhalten auswirken, wie es die Daten zum Verbrauchervertrauen
bereits andeuten. Wie tief die US-Wirtschaft in die Rezession
abgleitet, hängt in erster Linie davon ab, wann sich an den
Kreditmärkten eine Entspannung einstellt.

Anders als die USA kann sich die Weltwirtschaft vermutlich einer
Rezession entziehen, da die Schwellenländer einen immer noch
beachtlichen Wachstumsbeitrag leisten. Die Abschwächung der
Weltkonjunktur ist sicher - nicht aber das Ausmaß. "Die
Konjunkturprognosen gehen momentan von einem Weltwirtschaftswachstum
von rund vier Prozent aus, darin sind die Auswirkungen der
Kreditkrise aber noch nicht voll berücksichtigt. Es wird noch weitere
Revisionen nach unten geben", gibt Ramberger zu bedenken.

Volatilität an den Märkten wird bleiben

Ramberger rechnet daher mit einem weiteren volatilen Quartal an
den Börsen. Als Folge der Kreditkrise steigt auch der Druck auf
Hedgefonds, Buy-out- und Private Equity-Gesellschaften, die ihre
Investitionen großteils über Kredite finanzieren. Der Leverage wird
weiter zurückgefahren, weil die Finanzierungskosten hoch und die
Unternehmensgewinne rückläufig sind, so Ramberger. Trotzdem besteht
eine Chance auf eine Bärenmarktrally. "Viel Negatives ist derzeit
bereits in die Kurse eingepreist und eine extrem schlechte
Anlegerstimmung wie aktuell war schon oft ein Vorbote für eine
Gegenbewegung", meint Ramberger mit Blick auf vergangene Bärenmärkte.
Trotzdem sollten langfristig orientierte Anleger zuwarten, bis sich
die Lage an den Börsen deutlich aufgehellt hat.

Im schwierigen Marktumfeld ist selektives Portfoliomanagement der
Schlüssel zum Anlageerfolg. Die Anlagespezialisten der Allianz
Investmentbank geben zur Zeit Large Caps und Wachstumswerten
gegenüber Small Caps und Growth-Titeln den Vorzug. Bei der
Einzeltitelauswahl sollte besonders auf eine niedrige Verschuldung
und auf ein gutes Rating geachtet werden.

Zur Vorsicht wird bei europäischen Unternehmen mit einem hohen
US-Dollar-Exposure geraten. "Unternehmen mit einem hohen Exportanteil
in die USA sind von der Dollarschwäche doppelt betroffen. Einerseits
müssen sie Wechselkursverluste verkraften, zum anderen ist der starke
Euro ein Wettbewerbsnachteil", erklärt Ramberger.

Der Euro dürfte auch weiterhin stark tendieren. Wenn die
Notenbanken keine weiteren Zinsmaßnahmen setzen oder in den
Devisenmarkt intervenieren, kann der Euro durchaus in den Bereich
zwischen 1,60 und 1,70 US-Dollar vorstoßen. Profiteure des schwachen
US-Dollars sind auch Rohstoffe, die überwiegend in Dollar gehandelt
werden. "Wir sind zwar langfristig positiv für Rohstoffe eingestellt,
kurzfristig sehen wir aber die Gefahr einer deutlichen Korrektur, da
die Rohstoffmärkte Anzeichen einer Überhitzung zeigen", warnt Allianz
Chief Investment Officer Martin Bruckner.

Asset Allocation: Aktien leicht untergewichtet

Bei der empfohlenen Asset Allocation für ein ausgewogenes
Portfolio hat die Allianz Investmentbank den Aktienanteil auf 47
Prozent untergewichtet und Anleihen mit 53 Prozent leicht
übergewichtet. Im Anleihensegment sind europäische Anleihen
übergewichtet, da die EZB wegen der Dollarschwäche oder einem
Anhalten der Kreditkrise gezwungen sein könnte, die Leitzinsen zu
senken, erklärt Bruckner. Kaufgelegenheiten bestehen wegen der
starken Spreadausweitungen zu Staatsanleihen bei erstklassigen
Industrieanleihen und Pfandbriefen. US-Anleihen werden hingegen
neutral gesehen, da die Kurse als Reaktion auf die Zinssenkungen der
Fed und die gestiegene Risikoaversion bereits deutlich gestiegen
sind. Günstig erscheinen derzeit US-Hypotheken, die über eine
explizite Staatsgarantie verfügen (Ginnie Mae). Japanische Anleihen
sind wegen des niedrigen Zinsniveaus nur für Anleger interessant, die
auf eine weitere Yen-Aufwertung setzen. Neutral gewichtet sind
weiterhin Emerging Market Bonds, die bislang gegen die Finanzkrise
relativ resistent waren. Favorisiert werden Anleihen aus Ländern, die
vom Rohstoffboom profitieren, hohe Währungsreserven und damit
Aufwertungspotenzial besitzen.

Aktien: Europa unter-, USA übergewichten

Auf der Aktienseite empfiehlt Bruckner, Europa nicht nur wegen der
erwarteten Konjunkturverlangsamung unterzugewichten. Internationale
Investoren haben nach einer jahrelangen Übergewichtung und
Outperformance der europäischen Aktien mit der Reduktion ihrer
Positionen begonnen. Im Gegenzug werden jetzt US-Aktien, die gemieden
wurden, gekauft. Durch die Vorläuferrolle der USA in der Finanzkrise
sind die Revisionen beim Wirtschaftswachstum bereits weiter
fortgeschritten als in Europa. Der schwache Dollar und eine aktive
Notenbank stützen zudem die Gewinnentwicklung der Unternehmen.
Interessant sind deshalb US-Unternehmen, die einen Großteil ihrer
Gewinne außerhalb der USA erzielen. Zu einer neutralen Gewichtung rät
die Allianz Investmentbank für Japan und die Emerging Markets. Japan
leidet immer noch unter der schwachen Binnenkonjunktur und neuerdings
unter der Erholung des Yen. Schwellenländeraktien, die bislang
übergewichtet waren, wurden wegen steigender Inflationsrisken und
einer möglichen Korrektur der Rohstoffpreise auf "neutral"
zurückgenommen.

Kapital parken oder sicher veranlagen

In der gegenwärtig schwierigen Marktphase raten die Allianz
Investmentexperten Privatanlegern dazu, einen kühlen Kopf zu bewahren
und keine überhasteten Umschichtungen in ihrem Portfolio, so es
langfristig ausgerichtet und gut diversifiziert ist, vorzunehmen.
Risikoaverse Anleger sollten mit neuen Investments zuwarten oder
diese sehr selektiv und dosiert vornehmen. Kapital, welches für
spätere Veranlagungen bestimmt ist, kann gut verzinst auf dem
Direktkonto Top Cash, das für täglich fälliges Geld ohne
Mindesteinlage vier Prozent Zinsen p.a. bezahlt, geparkt werden. Für
eine langfristige risikoarme Veranlagung bietet sich die neue
indexgebundene Lebensversicherung Top Invest VI an, die mit einer
garantierten Rückzahlung von 170,56 Prozent die höchste garantierte
Verzinsung in diesem Produktsegment bietet. Zusätzlich besteht die
Chance auf Mehrerträge, wenn der europäische Blue Chip-Index EURO
STOXX 50 eine höhere Wertentwicklung aufweist. Top Invest VI, mit
Versicherungsbeginn 1. Juli 2008, kann ab sofort als Einmalerlag mit
einer Mindestsumme von 3.000 Euro gezeichnet werden.

Rückfragehinweis:

Mag. Bernd Huemer
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105,1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 88710, Fax: - 40261
   mailto:[email protected]
   Internet: www.allianz.at

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