Kinderbettelei - SP-Straubinger: "Änderung des Gesetzes an ein Sozialpaket gekoppelt!"

Schutz der Kinder im Vordergrund

Wien (SPW-K) - "Kinder zu zwingen, Blumen zu verkaufen, ist ein Missbrauch dieser Kinder", sagte gestern SP-Landtagsabgeordnete Mag. Sybille Straubinger im Rahmen der Diskussion zum Thema "Kinderbettelei" im Wiener Landtag. "Mit Babies stundenlang auf der Straße zu sitzen - ist Missbrauch der Kinder. Mit Kindern bei jedem Wetter, Kälte, Regen oder bei 35 Grad in U-Bahn-Stationen zu sitzen, ist ein Missbrauch der Kinder!"

"Das tun Kinder nicht freiwillig, weder mit ihren Müttern, noch Vätern, noch mit fremden Personen an die sie ausgeliehen wurden", so Straubinger. Im Artikel 19 der Kinderrechtskonvention der UN sei ausdrücklich festgehalten, dass Kinder vor Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung, oder Ausbeutung in der Familie oder sonstigen Betreuungsformen zu schützen sind. Artikel 32 der Kinderrechtskonvention sehe den Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung/Kinderarbeit vor.

Betteln sei eine Form von Gewalt, eine Form von Ausbeutung und eine Form von Arbeit, die Gesundheit und Entwicklung gefährde. "Da kann Stadt Wien nicht zuschauen, sie würde bei österreichischen Kindern auch nicht zuschauen und auch bei rumänischen, bulgarischen, slowakischen Kindern nicht", so Straubinger. "Aber wir schauen nicht nur nicht zu, sondern tun auch was für diese Kinder."

Die Änderung des Gesetzes sei gekoppelt an ein Sozialpaket mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen: "In Österreich werden die Kinder und Eltern sozialpädagogisch betreut. Kein Kind wird von Eltern getrennt! Es gibt ein Aufklärungs- und Informationsgespräch mit den Eltern oder, wenn die Eltern nicht da sind, wird innerhalb von 48 Stunden eine Rückführung in Krisenzentrum des jeweiligen Landes veranlasst."

Vor Ort gab und gibt es schon seit Jahren eine enge Zusammenarbeit der MA11 mit Behörden in den Herkunftsländern. "So gibt es 14 Krisenzentren in Rumänien, drei in Bulgarien, Schulungen für Sozialarbeiter und vieles mehr." Um Kinder, die in Herkunftsländer zurückgeführt werden, kümmern sich die Behörden. "Und es gibt eine Überprüfung wie es den Kindern geht!"

Wien finanziere auch laufend Projekte in Armutsregionen Osteuropas, es sei wichtig, vor Ort Armut zu bekämpfen, Perspektiven zu bieten.

"Die Stadt Wien bietet also insgesamt ein umfassendes Paket, das weit über den Aspekt Schutz der Kinder hinausgeht, sondern Prävention, Zusammenarbeit mit den Ländern und Hilfe zur Selbsthilfe bietet", schloss Straubinger. (Schluss)

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