"profil": Tiroler Tiwag engagierte Detektive für 152.600 Euro

AK-Dinkhauser fordert "Entschuldigung" von Landeshauptmann Van Staa

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der Tiroler Energieversorger ein einer niederösterreichischen Detektei 152.574,41 Euro bezahlt, um angeblich undichte Stellen im Konzern auszuforschen. Laut einer "profil" vorliegenden Honorarnote suchte das Detektivbüro dreieinhalb Monate erfolglos nach einem Maulwurf, der in den Jahren 2004 und 2005 vertrauliche Tiwag-Informationen an die Öffentlichkeit gespielt haben soll. Die Detektive verrrechneten über tausend Arbeitsstunden, mehr als 24.000 gefahrene Kilometer, mehrere Tausend Euro nicht belegbare Barausgaben und Spesen sowie einen nicht näher spezifizierten "Organisationsbeitrag" von mehr als 16.000 Euro. Ihr Abschlussbericht wird unter Verschluss gehalten.

Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer gegenüber "profil": "Wir waren Objekt von Diebstahl und Spionage."

Arbeiterkammerpräsident Fritz Dinkhauser fordert unterdessen eine öffentliche "Entschuldigung" von Tiwag-Eigentümervertreter, Landeshauptmann Herwig Van Staa: "Da geht es um Volksvermögen." Wenn Leute, "die sich trauen, etwas zu veröffentlichen, mit 150.000 Euro ausgespitzelt werden, ist es um die Demokratie schlecht bestellt", so Dinkhauser gegenüber "profil".

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