• 28.03.2008, 17:00:00
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Vielfältige Verdienste um die Gesellschaft

LH Sausgruber überreichte Landes- und Bundesauszeichnungen

Bregenz (VLK) - Landeshauptmann Herbert Sausgruber überreichte
heute, Freitag, im Landhaus Auszeichnungen des Landes und des Bundes
an elf Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise und großteils
ehrenamtlich um das Land und seine Menschen verdient gemacht haben.

Ehrenamtliche Leistungen sind für das Funktionieren und den
Zusammenhalt der Gesellschaft in Vorarlberg von unschätzbarer
Bedeutung, sagte Sausgruber. Gewürdigt wurden Leistungen im
Sozialbereich, in Wissenschaft und Bildung, Landwirtschaft und
Heimatpflege sowie in der Osthilfe ebenso wie der Einsatz für die
Feuerwehr und die Rettung von Menschenleben.

Großes Verdienstzeichen des Landes:

Schwester Maria Magdalena Scherl aus Feldkirch stand fast 30 Jahre
lang an der Spitze des Institutes St. Josef, ehe sie sich im Herbst
letzten Jahres aus dieser Funktion zurückzog. Nicht zuletzt dank
ihres großen persönlichen Einsatzes konnte der Bestand dieser größten
katholischen Privatschule in Vorarlberg mit eigenem Internat
nachhaltig gesichert werden. Am Institut St. Josef werden fast 1.000
Mädchen von rund 140 Lehrkräften unterrichtet.

Der Bludenzer Arzt Thomas Weggemann hat gemeinsam mit der Caritas
mehrere Vorarlberger Sozialprojekte in Rumänien aufgebaut. Unter
anderem unterstützte er den Aufbau eines Down-Syndrom-Zentrums in
Bukarest sowie einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Die
soziale Arbeit führte auch zu wertvollen kulturellen Kontakten. Neben
seinem Engagement in Rumänien unterstützt Thomas Weggemann auch
Projekte in Äthiopien und Armenien.

Verdienstzeichen des Landes

Helga Malin aus Klaus engagiert sich seit vielen Jahren mit
besonderem Engagement als Bäuerinnenvertreterin. Darüber hinaus
gelingt es ihr, über ihren Hofladen und ein kleines Bauernmuseum
Brücken vom Bauernhof zum Konsumenten zu bauen und das gegenseitige
Verständnis zu fördern.

Werner Schwarz aus Bludenz war 28 Jahre lang als
Bezirksfeuerwehrinspektor für über 2.000 Feuerwehrleute in 40 Orts-
und fünf Betriebsfeuerwehren zuständig. Mit seinem Einsatz hat er
viel zur vorbildlichen Ausstattung der Feuerwehren an der
Arlbergbahnstrecke beigetragen.

Hermann Staggl aus Schröcken hat sich 35 Jahre lang für die
Mitbürgerinnen und Mitbürger seiner Heimatgemeinde verdient gemacht,
davon zehn Jahre als Vizebürgermeister. Seine Initiativen für die
Erschließung von Parzellen und den Aufbau touristischer Infrastruktur
(Saloberkopf) waren wichtig, um die Absiedlung von Schröcken zu
verhindern.

Pfarrer Franz Winsauer aus Dornbirn war wahrscheinlich der erste
Vorarlberger, der sich nach dem Zusammenbruch der kommunistischen
Diktatur für die Menschen in Albanien eingesetzt hat. Seit
mittlerweile 17 Jahren hilft er mit seinen Projekten, wo es geht die
Armut zu lindern.

Rettungsmedaillen

Der Egger Polizeibeamte Christoph Felder kam als privater Augenzeuge
zum Brand des Vinzenzheimes. Unter Einsatz des eigenen Lebens rettete
er zwei Menschen aus dem brennenden Haus, die sonst wohl auch zu den
Opfern gezählt hätten.

Auch Gerd Fußenegger aus Weiler wurde zum Lebensretter. Bei der
ÖBB-Haltestelle Sulz sprang er einem Passanten zu Hilfe, der wegen
eines epileptischen Anfalles auf den Gleiskörper gestürzt war, und
konnte dadurch verhindern, dass der Mann von einem herannahenden Zug
überrollt wurde.

Bundesauszeichnungen: Drei neue Medizinalräte

Der Lauteracher Kinderarzt Wolfgang Hilbe beschäftigt sich seit
langem mit den Möglichkeiten des Intensivtransportes sogenannter
Risikokinder. Die kinderärztliche Betreuung vor, während und nach der
Geburt, die in den vergangenen Jahren immer mehr intensiviert wurde,
hat zur Rettung und Heilung von Risikokindern entscheidend
beigetragen. Auch durch seine Tätigkeit in der Elternschule des
katholischen
Bildungswerkes und als Leiter der Hermes-Schule für die
Assistentinnen-Ausbildung hat sich Wolfgang Hilbe Verdienste
erworben.

Der Bregenzer Radiologe Ingo Längle ist nicht nur erfolgreicher Arzt
und langjähriger Fachgruppenobmann, sondern hat darüber hinaus die
radiologisch-diagnostische Fortbildung in Vorarlberg
internationalisiert und dadurch auf ein sehr hohes Niveau gebracht.
Dadurch hat er zur Qualitätsverbesserung der medizinischen Versorgung
in Vorarlberg beigetragen. Unter anderem wirkte er federführend an
der Einführung der Kernspin-Tomographie in Vorarlberg mit.

Der Feldkircher Kinderarzt Wolfgang Menz war maßgeblich am Aufbau des
heilpädagogischen Zentrums Carina beteiligt, das er seit 1998 leitet.
Besondere Verdienste erwarb er sich auch durch sein jahrzehntelanges
Engagement für den Arbeitskreis für Vorsorge und Sozialmedizin (aks).
Schon 1976 wurden heilpädagogische kinderpsychiatrische Sprechtage im
aks eingeführt, die sich zu wichtigen Maßnahmen im Rahmen der
ambulanten Kinderdienste entwickelten.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20137
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse

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