• 27.03.2008, 09:50:47
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  • OTS0061 OTW0061

Ministerium bestätigt: Keine C-Netz-Station am Standort Hausmannstätten

Keine Rechercheanfrage bei BMVIT erfolgt

Wien (OTS) - In der Sache "C-Netz-Studie Hausmannstätten"
(Krebsuntersuchung zu einer nicht-existenten Mobilfunkanlage) durch
den Salzburger Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld hat sich die
Faktenlage weiter erhärtet. In einem offiziellen Schreiben des
Verkehrsministeriums an die, mit der Beurteilung der Oberfeld-Studie
befassten Abteilung im Gesundheitsministerium, heißt es: "In
Hausmannstätten selbst hat es keine Sendeanlage für das C-Netz
gegeben." Damit liegt die offizielle Bestätigung vor, dass es sich um
ein "Falschgutachten" handelt und somit nicht als Beleg für einen
Zusammenhang zwischen Krebs und Mobilfunk dienen kann. Das
Gesundheitsministerium ist nun aufgerufen, den Anrainern in
Hausmannstätten und im benachbarten Vasoldsberg die unbegründete
Angst vor der falsch zugeordneten Quelle für die Krebsfälle zu
nehmen.

Die Stellungnahme des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation
und Technologie (BMVIT) fußt auf den Ergebnissen der Recherche der
Fernmeldebehörde I. Instanz (Fernmeldebüro Graz bzw. Funküberwachung
Graz) bzw. aus den entsprechenden Unterlagen des ehemaligen
Betreibers des C-Netzes. Das C-Netz in Österreich wurde zu einer Zeit
errichtet und betrieben (1984-1997), als die Österreichische Post-
und Telegraphenverwaltung (PTV) noch eine Behörde war und als
einziger Betreiber eines Mobilfunknetzes fungierte
(Fernmeldemonopol). Nach der Marktöffnung wurde 1998 das
Mobilfunkgeschäft des ehemaligen Monopolisten PTV/PTA in eine eigene
Gesellschaft (mobilkom austria) ausgelagert, die somit die
betriebliche und rechtliche Nachfolgerin der PTV/PTA ist. Als diese
verfügt sie auch über die Daten der vor der Privatisierung
errichteten Sendeanlagen..

Auch hinsichtlich der vermeintlichen Rechercheanfrage Dr.
Oberfelds an das BMVIT klärt das Schreiben auf: "Nur der
Vollständigkeit halber darf darauf hingewiesen werden, dass Herr Dr.
Oberfeld keine konkrete Anfrage betreffend die von ihm in der
Untersuchung genannten Senderstandorte an das BMVIT gerichtet hat,
weder schriftlich noch mündlich."

"Sämtliche Fakten liegen nun auf dem Tisch. Alles weitere wird im
Rechtsverfahren geklärt werden", erklärt FMK-Geschäftsführer
Maximilian Maier die weitere Vorgehensweise. "Ungeachtet dessen, muss
die Arbeitsgruppe im Gesundheitsministerium die Arbeit grundsätzlich
betrachten. Und es muss dringend daran gelegen sein, den
tatsächlichen Verursacher für die Krebsfälle in Hausmannstätten zu
finden", urgiert Maier raschen Handlungsbedarf der Politik.

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