SJÖ zu Gewalt in der Schule: Soziale Selektion an den Schulen beenden!

Sozialistische Jugend fordert einheitliche hochqualitative Schulbildung

Wien (SK) - Wolfgang Moitzi, gf. Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), sieht in Anbetracht einer WHO-Studie, die Österreichs Schulen ein enorm hohes Gewaltpotential ausweist, sowie einer Umfrage des Vereins Neustart unter Eltern, LehrerInnen und SchülerInnenvertreterInnen Handlungsbedarf. Moitzi unterstützt die Forderungen des Vereins Neustart nach einem Maßnahmenpaket zur Gewaltprävention. ****

Bezeichnend findet es Moitzi, dass der Verein Neustart Perspektivenlosigkeit, Armut und zu hohe Anforderungen für die zunehmenden Schwierigkeiten verantwortlich macht. "Unser Bildungssystem hat auch die Aufgabe, genau diesen Faktoren gegenzusteuern. Da unser Schulsystem allerdings noch immer Kinder mit 10 Jahren sozial selektiert, wirkt es problemverschärfend. Hier bedarf es einer flächendeckenden Einführung der Gesamtschule sowie mehr Geld für das Bildungssystem", so Moitzi gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Moitzi fordert in Anbetracht einer eventuell wieder aufflammenden "Gewalt-Debatte", das Problem von Gewalt in der Schule nicht täterInnenzentriert, sondern als gesamtgesellschaftliches Problem zu betrachten: "Wenn Kinder und Jugendliche zunehmend Gewalt anwenden, so ist dies letztlich immer ein Spiegel der Erwachsenenwelt. Moralische Appelle, Vorschläge für Erziehungscamps oder die Forderung Strafverschärfung sind hier in jedem Fall kontraproduktiv." (Schluss) ps/mp

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