- 26.03.2008, 13:11:24
- /
- OTS0198 OTW0198
SJÖ zu Gewalt in der Schule: Soziale Selektion an den Schulen beenden!
Sozialistische Jugend fordert einheitliche hochqualitative Schulbildung
Wien (SK) - Wolfgang Moitzi, gf. Vorsitzender der Sozialistischen
Jugend Österreich (SJÖ), sieht in Anbetracht einer WHO-Studie, die
Österreichs Schulen ein enorm hohes Gewaltpotential ausweist, sowie
einer Umfrage des Vereins Neustart unter Eltern, LehrerInnen und
SchülerInnenvertreterInnen Handlungsbedarf. Moitzi unterstützt die
Forderungen des Vereins Neustart nach einem Maßnahmenpaket zur
Gewaltprävention. ****
Bezeichnend findet es Moitzi, dass der Verein Neustart
Perspektivenlosigkeit, Armut und zu hohe Anforderungen für die
zunehmenden Schwierigkeiten verantwortlich macht. "Unser
Bildungssystem hat auch die Aufgabe, genau diesen Faktoren
gegenzusteuern. Da unser Schulsystem allerdings noch immer Kinder mit
10 Jahren sozial selektiert, wirkt es problemverschärfend. Hier
bedarf es einer flächendeckenden Einführung der Gesamtschule sowie
mehr Geld für das Bildungssystem", so Moitzi gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ.
Moitzi fordert in Anbetracht einer eventuell wieder aufflammenden
"Gewalt-Debatte", das Problem von Gewalt in der Schule nicht
täterInnenzentriert, sondern als gesamtgesellschaftliches Problem zu
betrachten: "Wenn Kinder und Jugendliche zunehmend Gewalt anwenden,
so ist dies letztlich immer ein Spiegel der Erwachsenenwelt.
Moralische Appelle, Vorschläge für Erziehungscamps oder die Forderung
Strafverschärfung sind hier in jedem Fall kontraproduktiv." (Schluss)
ps/mp
Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, Tel. 01 523 41 23 oder
0699 19 15 48 04, http://www.sjoe.at
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK