• 24.03.2008, 09:00:00
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"trend": Brigitte Ederer soll Gusenbauer nachfolgen

Die Siemens-Generaldirektorin wird von Wiener Parteigranden als Nachfolgerin an der SPÖ-Spitze favorisiert.

Wien (OTS) - In den Spekulationen über eine Ablöse von
SPÖ-Parteiobmann Alfred Gusenbauer soll im innersten Kreis der SPÖ
Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer als Geheimtipp gelten,
berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner Dienstag
erscheinenden Ausgabe. Favorisiert würde diese Lösung in Wiener
Parteikreisen und von den Parteilinken.
"Das Szenario mit Ederer stimmt", bestätigt ein hochrangiger
SPÖ-Funktionär, "allerdings gilt das nur für einen Wahlkampf, nicht
für einen fliegenden Wechsel."
Charme hätte diese Lösung auf jeden Fall. Immerhin erinnern sich
viele noch an das Frühjahr 2000, als Gusenbauer zum neuen Parteichef
der SPÖ ausgerufen wurde. Was Brigitte Ederer, damals
Finanzstadträtin, mit den trockenen Worten kommentierte: "Die SPÖ ist
noch nicht reif für eine Frau an der Spitze." Kurz darauf wechselte
sie selbst in den Vorstand von Siemens Österreich.
Ederer selbst will sich zu diesem Thema nicht äußern und lässt über
ihren Pressesprecher ausrichten: "Frau Ederer ist mit vollem Einsatz
und Engagement Siemens Generaldirektorin. Sie ist dabei, den Konzern
neu aufzustellen und neue Herausforderungen vorzubereiten."
Ein Beobachter meint allerdings, dass Ederer der Job an der
Siemens-Spitze zunehmend verleidet würde: "Am meisten dürfte sie
treffen, dass im Zuge der Aufarbeitung der Schmiergeldaffäre
zahlreiche Kollegen und Finanzleute im eigenen Haus befragt werden,
ohne dass Ederer diese Protokolle zu Gesicht bekommt. Sämtlichen
Intrigen sind damit Tür und Tor geöffnet, und das frustriert."

Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

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