Bundesheer-Katastrophenmanager hilft Opfern nach der Explosion im albanischen Munitionslager

Verteidigungsminister Darabos entsendet Brigadier Alois Hirschmugl nach Tirana

Wien (BMLV) - Brigadier Alois Hirschmugl ist von den Vereinten Nationen angefordert worden, um bei der Bewältigung der Explosionskatastrophe in Albanien zu helfen. Verteidigungsminister Norbert Darabos hat sich sofort bereit erklärt, Hirschmugl zu entsenden. "Im Sinne der internationalen Solidarität ist es für uns eine Verpflichtung, befreundeten Ländern im Katastrophenfall zu helfen. Das Österreichische Bundesheer verfügt über weltweit anerkannte Profis in diesem Bereich", begründet Darabos die Unterstützung der Einsatzkräfte in Albanien.

Hirschmugl arbeitet beim Österreichischen Bundesheer und ist Experte für multinationales Krisenmanagement. Er ist einer von drei österreichischen Mitgliedern eines Standby-Teams für das United Nations Desaster Assessment Center (UNDAC) - das Katastrophenhilfeteam der Vereinten Nationen. Aufgabe des Teams ist es, weltweit in kürzestmöglicher Zeit internationale Hilfsmaßnahmen in Katastrophengebieten zu leiten und zu koordinieren. Brigadier Hirschmugl ist Teamleader eines sechsköpfigen UNDAC-Teams. Die Katastrophenmanager unterstützen die lokalen Autoritäten und koordinieren die notwendige Hilfe zwischen den Vereinten Nationen und den örtlichen Behörden.

Unmittelbar nach dem Auftreten einer Großkatastrophe, die ein Staat selbst nicht bewältigen kann und bei Vorliegen eines Hilfeersuchens dieses Staates an die Vereinten Nationen, erfolgt binnen Stunden die Entsendung eines multinationalen UNDAC-Teams in den Einsatzraum. Hiefür stehen weltweit zurzeit über 180 besonders ausgebildete Mitglieder in vier regionalen Teams - Europa, Lateinamerika, Pazifik und Karibik - zur Verfügung. Auf Grund der Informationen der UNDAC-Teams und der regionalen UN-Büros vor Ort erfolgt die Anforderung internationaler Hilfskräfte und Mittel sowie die entsprechende finanzielle Unterstützung seitens der Staatengemeinschaft.

Alois Hirschmugl war schon nach der Flutkatastrophe in Mozambik (2000), nach dem Erdbeben in Algerien (2002), nach der Erdbebenkatastrophe im Iran (2003), nach der Flutkatastrophe in Bangladesh (2004) und nach dem Tsunami in Südostasien (2005) im Einsatz und verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei der Koordinierung von multinationalen Einsätzen.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung

Mag. Stefan Hirsch
Pressesprecher des Verteidigungsministers
Tel: (01) 5200-20215
kbm.buero@bmlv.gv.at
oder
Presseabteilung
Tel: (01) 5200-20301
presse@bmlv.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0002