Plassnik fordert "Ende der Gewalt in Tibet"

Außenministerin unterstreicht Notwendigkeit eines Dialoges zwischen Peking und dem Dalai Lama

Wien (OTS) - Angesichts der zahlreichen Todesopfer in Tibet
während der gewaltsamen Auseinandersetzungen der letzten Tage hat Außenministerin Ursula Plassnik heute "die tiefe Beunruhigung Österreichs über die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet" zum Ausdruck gebracht und ein "sofortiges Ende der Gewalt und des Blutvergießens" gefordert.

Plassnik appellierte an die chinesischen Behörden, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu respektieren und "jede unangemessene Gewaltanwendung gegen Demonstranten zu vermeiden". Die Ministerin rief Peking dazu auf, den direkten Dialog mit dem Dalai Lama aufzunehmen. "Von einem solchen Dialog könnten entscheidende Impulse für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Tibet ausgehen. Er ist seit langem überfällig."

"Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen, wie wichtig weitere Maßnahmen zum Schutz der Kultur und der Religion der Tibeter sind. Dafür wird sich Österreich gemeinsam mit seinen EU-Partnern gegenüber Peking weiterhin aus Überzeugung einsetzen", so Plassnik.

Die Ministerin erinnerte daran, dass Österreich stets hohes Interesse an einer guten Entwicklung und Intensivierung seiner Beziehungen mit China gezeigt habe. Dies bleibe auch weiterhin ein wichtiges Anliegen der österreichischen Außenpolitik, wie auch der EU insgesamt. Die EU lege großen Wert auf einen konstruktiven "Dialog auf Augenhöhe" mit China, wobei auch Fragen der Menschenrechte stets eine wesentlicher Teil sind.

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