• 16.03.2008, 15:41:27
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  • OTS0037 OTW0037

Plassnik fordert "Ende der Gewalt in Tibet"

Außenministerin unterstreicht Notwendigkeit eines Dialoges zwischen Peking und dem Dalai Lama

Wien (OTS) - Angesichts der zahlreichen Todesopfer in Tibet
während der gewaltsamen Auseinandersetzungen der letzten Tage hat
Außenministerin Ursula Plassnik heute "die tiefe Beunruhigung
Österreichs über die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in
Tibet" zum Ausdruck gebracht und ein "sofortiges Ende der Gewalt und
des Blutvergießens" gefordert.

Plassnik appellierte an die chinesischen Behörden, das Recht auf
freie Meinungsäußerung zu respektieren und "jede unangemessene
Gewaltanwendung gegen Demonstranten zu vermeiden". Die Ministerin
rief Peking dazu auf, den direkten Dialog mit dem Dalai Lama
aufzunehmen. "Von einem solchen Dialog könnten entscheidende Impulse
für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Tibet ausgehen. Er
ist seit langem überfällig."

"Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen, wie wichtig weitere
Maßnahmen zum Schutz der Kultur und der Religion der Tibeter sind.
Dafür wird sich Österreich gemeinsam mit seinen EU-Partnern gegenüber
Peking weiterhin aus Überzeugung einsetzen", so Plassnik.

Die Ministerin erinnerte daran, dass Österreich stets hohes
Interesse an einer guten Entwicklung und Intensivierung seiner
Beziehungen mit China gezeigt habe. Dies bleibe auch weiterhin ein
wichtiges Anliegen der österreichischen Außenpolitik, wie auch der EU
insgesamt. Die EU lege großen Wert auf einen konstruktiven "Dialog
auf Augenhöhe" mit China, wobei auch Fragen der Menschenrechte stets
eine wesentlicher Teil sind.

Rückfragehinweis:

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