Wiener Verkehrskonzept zur UEFA EURO 2008TM

Öffentliche Verkehrsmittel dienen als Hauptzubringer

Wien (OTS) - Die Stadt Wien ist für die UEFA-Fussball-Europameisterschaft von 7. - 29. Juni 2008 in Österreich und in der Schweiz verkehrstechnisch gut gerüstet: In engster Kooperation mit Magistrat, Wiener Linien, Bundespolizei, Sicherheitsdiensten, Wirtschaftskammer, Wien Tourismus und vielen anderen Institutionen wurde ein umfassendes Verkehrskonzept erstellt, welches am Donnerstag vorgestellt wurde.****

Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Finanzen, Mag.a Renate Brauner: "Die UEFA EURO 2008TM ist die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt, beim Finale in Wien am 29. Juni werden etwa 350 bis 400 Millionen Menschen weltweit mitfiebern. Das große Fußballfest UEFA EURO 2008TM ist eine einmalige Chance für das Image Wiens in der ganzen Welt als lebhafte und begeisterte Sport-, Event- und Tourismusstadt im Herzen Europas."

DI Rudi Schicker, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr betont: "Der Verkehr während der EM kann bestens funktionieren, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel vorrangig genutzt werden. Wir bitten deshalb die WienerInnen, im Juni U-Bahn, Bim und Bus für die täglichen Wege zu verwenden. Ziel des Verkehrskonzeptes ist, dass der Fließverkehr auf den Wiener Straßen so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Das gilt schon für die Anreise: Bahn fahren heißt die Devise. Die Fans, die mit dem Auto nach Wien kommen, können zum Beispiel das Angebot der Park & Ride-Garagen nutzen. Oder die Gratis-Parkplätze, die am Stadtrand geschaffen werden. Mit U-Bahn, Straßenbahn oder Bus geht es dann bequem weiter ins Stadion oder in die City. Alles in allem steht einem Fußball-Fest nichts im Weg."

Bereits 2007 wurden die Grundpfeiler der EM-Verkehrsplanung der Öffentlichkeit präsentiert. Das Konzept wurde seither ständig optimiert und regelmäßigen Überarbeitungen unterzogen.

Euro 08-Leitsystem und bessere Beleuchtung

Um den Fans den Weg ins Stadion zu erleichtern wurde ein Euro 08-Leitsystem für Wiener Linien, PKW, Busse und FußgängerInnen entwickelt. Es führt die BesucherInnen mittels Beschilderung ab der Stadtgrenze direkt zu den Parkplätzen und zu den jeweiligen Zonen im Stadion.

Ab den Parkplätzen und den U-Bahn-Stationen Stadion (U2), Schlachthausgasse (U3) und Praterstern (U1) sind Fußwege zum Stadion ausgewiesen. Zur besseren Orientierung gibt es außerdem doppelt so starke Beleuchtung in der Prater Hauptallee und in der Stadionallee. Eine nachhaltige Maßnahme, die natur- und sportbegeisterten WienerInnen auch nach der UEFA EURO 2008TM noch viel Freude machen wird.

U2-Station Stadion für Großveranstaltungen konzipiert

Mag.a Renate Brauner, zuständige Stadträtin für die Wiener Linien: "Wien ist damit die einzige Host City der UEFA EURO 2008TM, in der man mit der U-Bahn direkt bis zum Stadion fahren kann. Die eigens für Großveranstaltungen konzipierte U2-Station 'Stadion' ist nur 150 m vom Ernst-Happel-Stadion entfernt. Auf dieses weltweit einzigartige Stationskonzept sind wir zurecht stolz, genauso wie auf verdichtete Intervalle, verlängerte Betriebszeiten an allen 19 Spieltagen bis 1:30 Uhr und das erweiterte Nachtfahrangebot der Wiener Linien im Juni. König Fußball kann kommen - Wien ist bereit."

Das Konzept für diese U-Bahn-Station ist eine Weltneuheit aus betriebstechnischer Sicht. Sie ist als dreigleisige Hochstation mit zwei symmetrischen Mittelbahnsteigen und Abgängen an beiden Enden ausgeführt. Um die Fahrgastströme besser kanalisieren zu können, stehen für Großveranstaltungen pro Bahnsteig vier zusätzliche Abgänge zur Verfügung. Vor und nach dem Spiel wird die U2 im 2 Minuten-Takt unterwegs sein. So können bis zu 24.000 Fahrgäste pro Stunde über diese Station an- oder abreisen.

Die U2 ist auch die direkte Verbindung zwischen dem Ernst-Happel-Stadion und der Fanzone. In nur 10 Minuten gelangen die Fahrgäste von der Station "Stadion" zur Station "Rathaus" und umgekehrt.

Wiener Linien profitieren von Erfahrungen bei Fußball-WM in Deutschland

Die Wiener Linien haben reichlich Erfahrung in der Abwicklung von Großereignissen. Donauinselfeste, Stadtsilvester und drei Papstbesuche sind nur einige Beispiele, bei denen gezeigt wurde, dass mehrere hunderttausend Fahrten zusätzlich pro Tag problemlos bewältigt werden können.

Darüber hinaus haben viele MitarbeiterInnen der Wiener Linien Gelegenheit gehabt, während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bei deutschen Verkehrsunternehmen mitzuarbeiten, konnten dort weiter wertvolle Erfahrungen sammeln und diese in die Vorbereitung auf die UEFA EURO 2008TM einfließen lassen.

Rund um und in der Fanzone, bei den Bahnhöfen sowie an wichtigen Umsteigeknoten werden sich eigene "EM-BegleiterInnen" um Fans und Fahrgäste kümmern. Dabei handelt es sich um rund 100 Wiener-Linien-MitarbeiterInnen mit Fremdsprachenkenntnissen, die sich durch Kommunikationsfreude und besondere Einsatzbereitschaft auszeichnen.

Die EM-BegleiterInnen sind nicht nur zuständig für Information der Fahrgäste und Betreuung der Fans vor Ort, sie werden auch EM-Fahrscheine verkaufen und beim Steuern und Lenken der Fahrgastströme mithelfen.

Während der EM-Zeit werden zusätzlich 200 so genannte "Bahnsteigabfertiger" im U-Bahn-Bereich und 100 Mitarbeiter im Oberflächenverkehr für Sicherheit und möglichst ungestörten Verkehrsablauf sorgen. Je nach Bedarf können zudem mehrsprachige Durchsagen in den Fahrzeugen, Haltestellen und U-Bahn-Stationen getätigt werden.

Alle MitarbeiterInnen der Wiener Linien, die während der Europameisterschaft Kontakt mit den Kunden haben, werden mit einer eigenen "EM-Uniform" ausgestattet. U-Bahn- und StraßenbahnfahrerInnen, BuslenkerInnen, MitarbeiterInnen des Kundendienstes sowie alle Fanbegleiter werden während der UEFA EURO 2008TM anstatt der sonst üblichen Dienstkleidung Kapperl und Polo-Shirts mit der Aufschrift "Wir fahren zur EM" tragen.

Intervallverdichtung und Betriebszeitverlängerung der Öffentlichen Verkehrsmittel

Neben der U2 werden während der UEFA EURO 2008TM auch die U-Bahn-Linien U1, U3, U4 und U6, die Buslinie 48A und die Straßenbahnlinien 5, 31,38, 43, 46, 49, 67 und 71 verstärkt im Einsatz sein. Auf allen U-Bahn-Linien wird an den 19 Spieltagen der UEFA EURO 2008TM die Betriebszeit bis 1.30 Uhr verlängert und eine Reihe wichtiger Straßenbahnlinien wird bis 1.15 Uhr unterwegs sein. Dazu kommt ein erweitertes Angebot bei den Nachtautobuslinien.

Bei der Streckenführung einiger Linien wird es zu Änderungen kommen: Die Ringlinien werden vom Schottentor über Kai bis zum Schwarzenbergplatz / Karlsplatz fahren. Die Straßenbahnlinie D wird über den Kai geführt. Die Linie J endet temporär am Gürtel, mit Schienenersatzverkehr in der Josefstädter Straße vom Gürtel bis zur Endstelle "Volkstheater". Die Buslinie 84A wird an den sieben Spieltagen ebenso wie die Buslinie 77A umgeleitet. Die Straßenbahnlinie 21 wird mit der U2-Eröffnung eingestellt, die Schienen bleiben als Rückfallebene bis nach der EM erhalten.

Ein eigenes Wegeleitsystem für den öffentlichen Verkehr führt die Fans zum Stadion und zur Fanzone. Ein 48 Stunden gültiges EM-Ticket wird um 10 Euro angeboten.

"Grüne Welle" durch optimierte Ampelschaltungen

800 m der Wiener Ringstraße, von Babenbergerstraße bis Schottengasse, werden von 1. Juni - 4. Juli 2008 für den Durchgangsverkehr gesperrt sein. Für den motorisierten Individualverkehr sind als Ersatzstrecke die Babenbergerstraße, die "2-er-Linie" und die Universitätsstraße definiert. Um Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, werden die Ampelprogramme in diesem Bereich angepasst. Auch an 30 anderen Straßenzügen werden Ampeln optimiert, z.B. die Hauptzufahrtsrouten zum Ernst-Happel-Stadion (Westeinfahrt, Wiener Gürtel, Brünner Straße, Handelskai und Rossauer Lände). Die "grüne Welle" wird auch nach der EM bestehen bleiben - damit heißt es auch weiterhin freie Fahrt auf Wiens Straßen.

Gratis-Parkplätze für Wien-Besucher am Stadtrand

Die öffentlichen Verkehrsmittel dienen bei der UEFA EURO 2008TM als Hauptzubringer zum Ernst-Happel-Stadion, zur offiziellen Fanzone und den Public Viewing Plätzen. Um den innerstädtischen Verkehr zu entlasten, wird individuell anreisenden Gästen aus dem In- und Ausland ein bequemer Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht.

Neben 4.600 Parkplätzen in Parkhäusern im Nahbereich der U-Bahnen und Schnellbahnen, werden drei Gratis-Stellplätze am Stadtrand für unsere Gäste bereitgestellt. Die rund 1.850 Stellplätze werden beim Krematorium bei der Simmeringer Hauptstraße, beim Schneeablageplatz Auhof und in der Donauturmstraße installiert.

Um die Fans rechtzeitig auf dieses Angebot aufmerksam zu machen, wird an den Staatsgrenzen Infomaterial verteilt, eine eigene Beschilderung führt sowohl zu den Gratisparkplätzen als auch zu den Parkhäusern. Zudem werden schon jetzt intensive Gespräche mit den Botschaften der teilnehmenden Nationen geführt.

Auch für Camper sind zusätzliche Nächtigungsmöglichkeiten in Planung. Eine temporäre Camping-Stellfläche wird es beispielsweise im Bereich Wagramer Straße/Doningasse geben.

Eigenes Buskonzept im Bereich Fanzone

Das gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, der Polizei und Wien Tourismus ausgearbeitete und im vergangenen Advent erfolgreich getestete Buskonzept wird auch für die Zeit der UEFA EURO 2008TM für die Zufahrt zur offiziellen Fanzone zum Einsatz kommen. Dabei gilt für die Bezirke 1, 6, 7, 8, und 9 ein Busfahrverbot. Um in dieses Gebiet einfahren zu können, benötigen die Buslenker entsprechende Bus-Einfahrtskarten, die ab 31. März über www.wien.at zu bestellen sind. Die Zahl der Tageskarten wird limitiert sein.

Der Buslenker fährt ins Stadtgebiet ein und lässt seine Fahrgäste bei den vorgesehenen Ausstiegsstellen bei der Fanzone aussteigen. Danach weichen die Busse bis zum Abholen der Gäste auf zugewiesene Gratis-Abstellplätze im Bereich "Hafen-Spitz" aus. Die Kontrolle der Bus-Einfahrtskarten erfolgt durch die Polizei. (Schluss) ric

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