• 13.03.2008, 11:14:28
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ARBÖ: Auch österreichische PKW brauchen in Deutschland Umweltplakette

Bestellung über Internet möglich - Aber Vorsicht vor überzogenen Preisen!

Wien (OTS) - Oster-Reisende aufgepasst: Auch österreichische PKW
brauchen in Deutschland eine Feinstaubplakette, wenn sie die
Innenstadt der deutschen Städte besuchen wollen, in denen bereits die
sogenannten "Umweltzonen" gelten. "Man kann sich diese Plakette
leider nicht in Österreich ausstellen lassen, jedoch über Internet
bestellen. Nur muss man dabei aufpassen, nicht Preistreibern zum
Opfer zu fallen", warnt Alexandra Goga vom ARBÖ-Informationsdienst.

Ohne so eine Umweltplakette kann man derzeit mit dem Auto auf
keinen Fall in den inneren Kern folgender zehn deutscher Städte
hineinfahren, ohne eine Geldstrafe von 40 Euro zu riskieren: Berlin,
Hannover, Köln, Stuttgart, Tübingen, Mannheim, Schwäbisch-Gmünd,
Ludwigsburg, Leonberg und Ilsfeld (im Laufe des Jahres sollen weitere
wichtige Städte dazukommen, zum Beispiel München ab 1. Oktober). Das
Gute: Hat man einmal eine Umweltplakette beschafft, gilt sie ein für
alle Mal in allen deutschen Umweltzonen und nicht nur für eine
einzige Innenstadt.

Keine Chance auf eine Umweltplakette hat man jedenfalls für alle
PKW, die älter als 13 Jahre sind (Euro-Klasse 1 oder noch schlechter
bzw. erstmals vor dem 1. Jänner 1995 zugelassen). Für alle anderen
PKW gibt es entweder rote, gelbe oder grüne Plaketten, je nach
Euro-Klasse. Rot gibts für Euro-Klasse 2 (zwischen 1. Jänner 1995 und
31. Dezember 2000 zugelassen), gelb für die Euro-Klasse 3 (zwischen
1. Jänner 2001 und 31. Dezember 2005 zugelassen) und grün für die
Euro-Klasse 4 (seit 1. Jänner 2006 zugelassen). Goga: "Momentan
spielt es keine Rolle, welche Farbe die Plakette hat. Hauptsache, sie
pickt." Sollten die Feinstaubbestimmungen in Deutschland sich
verschärfen, wäre es allerdings möglich, dass auch die roten
Plakettenträger draußen bleiben müssen. Aber das ist Zukunftsmusik.
Wohin genau die Umweltplakette geklebt werden muss, ist gesetztlich
nicht vorgeschrieben. "Empfohlen wird jedoch, sie auf der
Windschutzscheibe vorne rechts unten zu kleben", so die
ARBÖ-Expertin.

Trotz der Bemühungen der heimischen Kfz-Wirtschaft war es nicht
möglich, die für Deutschland nötigen Umweltplaketten in Österreich
auszustellen. Nicht einmal an den Grenzübergängen kann man sie
besorgen. Wer weder Geduld noch Zeit hat, sie vor Ort in Deutschland
bei den dafür ermächtigten 30.000 Kfz-Werkstätten bzw. bei den
befugten Prüfstätten wie TÜV oder Dekra für fünf bis sieben Euro zu
besorgen, kann sie auch übers Internet bestellen. Städte wie Berlin
bieten dieses Service zu einem ähnlichen Preis per E-Mail an, wobei
man aber zwei bis sieben Wochen auf die Plakette warten muss.
Schneller geht es bei privaten Internet-Servicestellen. Der ARBÖ
empfiehlt etwa den TÜV SÜD, wo man auf Antrag das Umweltzonen-Pickerl
nach Hause gesschickt bekommt (www.tuev-sued.de/feinstaubaustria).
Den Antrag dafür kann man sich aus dem Internet herunterladen. Der
Preis für das Pickerl inklusive Versand beträgt 15 Euro. Das ist zwar
teurer als die vor Ort ausgestellten Umweltzonen-Pickerln, aber noch
billiger als manch andere Internet-Anbieter, die dafür bis zu 39,90
Euro verlangen. (Weitere Infos unter: www.arboe.at)

Rückfragehinweis:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Lydia Ninz
   Tel.: (++43-1) 89121-280
   Mobil: 0664/60 123 280
   mailto:presse@arboe.at
   http://www.arboe.at

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