Offener Brief des Berufsverband österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeberufe - BoeGK an BM Dr. A. Kdolsky anlässlich der 24-Stunden-Betreuung

Wien (OTS) - Sehr geehrte Fr. BM Dr. A. Kdolsky!

Im Rahmen der gesetzlichen Regelung zur 24-Stunden-Betreuung sollen Laien zukünftig trotz vieler warnender Stimmen pflegerische und medizinische Tätigkeiten übernehmen dürfen. Auf Kosten von Qualität und Professionalität soll damit die 24-Stunden-Betreuung auf eine rechtlich sichere Basis gestellt werden.
Neben dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz wird unter anderem das Ärztegesetz novelliert, um medizinische Tätigkeiten an die Hausbetreuer delegieren zu können. Anbei noch einige Empfehlungen, um neben einer billigen Pflege und Betreuung auch eine Kostenreduktion im Gesundheitswesen zu erreichen:
- Delegation einfacher Maßnahmen zur Diagnose und Therapie an Laienärzte innerhalb des Haushaltes der Betroffenen
- Delegation einfacher Operationen (Blinddarm und Ähnliches mehr) an Laienärzte
- Delegation der Narkose bei einfachen Operationen an Laienanästhesisten
- Durchführung einfacher Operationen innerhalb des Haushaltes der Betroffenen, jedoch nicht mehr als drei Operationen pro Haushalt
- Assistenz bei einfachen Operationen durch obig erwähnte Hausbetreuer
Neben der Verkürzung oder Verhinderung von OP-Wartezeiten sind positive finanzielle Auswirkungen für das Gesundheitswesen zu erwarten. Im Idealfall können sogar Akutbetten in Pflegebetten umgewandelt oder überhaupt abgebaut werden.
Das Neue Motto: Nicht nur Pflege, auch Medizin muss leistbar werden.

Franz Allmer
Präsident des BoeGK

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Franz Allmer
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