BMF: Hilfe bei Naturkatastrophen wird verbessert

Finanzminister erhält Möglichkeit, Mittel für Katastrophenfonds zu verdoppeln - Zusätzliche Förderung für Nasslager nach Stürmen "Paula" und "Emma".

Wien (OTS) - Angesichts der großen Schäden für die Land- und Forstwirtschaft nach den Orkanen "Paula" und "Emma" ist dem Finanzministerium die rasche und effektive Hilfe für die Betroffenen ein großes Anliegen. Zu diesem Zweck wurde im heutigen Ministerrat eine Novelle des Katastrophenfondsgesetzes beschlossen.
Die Novelle sieht vor, dass der Finanzminister künftig die Mittel des Katastrophenfonds kurzfristig bis zur doppelten Dotierung aufstocken kann, wenn die ursprünglich im Budget für den Fonds vorgesehenen Mittel zur Abdeckung von Schäden nicht ausreichen. Für heuer ist der Fonds mit 319 Mio. Euro dotiert. Nach "Emma" und "Paula" ist aber bereits absehbar, dass diese Mittel erhöht werden müssen. Bisher waren für solche Aufstockungen eigene Sondergesetze nötig.

Die Novelle sieht auch eine Soforthilfe für die Forstwirtschaft vor:
Die Errichtung von Nasslagern wird mit zusätzlichen 6 Millionen Euro unterstützt, von denen je 3 Millionen durch Bund und Länder getragen werden. Mit dieser Unterstützung können für Betroffene bis zu 40 Prozent der Investitionskosten, maximal jedoch 100.000 Euro pro Anlage abgegolten werden. Die Errichtung von Nasslagern ist nötig, weil nach den beiden Orkanen heuer mit Schadholzmengen von rund 8,5 Millionen Festmetern zu rechnen ist. Davon sollten rund 2 Millionen auf Nasslagern untergebracht werden, um der massenartigen Ausbreitung von Schädlingen und einem Preisverfall auf dem Holzmarkt entgegenzuwirken.

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