- 12.03.2008, 12:29:15
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Wlodkowski: Österreichs Landwirte sind keine Wasserverschwender
Strenges Wasser- und Naturschutzrecht regelt auch Biotreibstoff-Erzeugung
Wien (OTS) - "Die heimische Landwirtschaft verbraucht nur 4% des
Wassers. Eine neue Studie des Umweltministeriums und der Länder
bestätigt, dass auch dort, wo Bewässerungen vorgenommen werden, der
Grundwasserspiegel nicht gefährdet ist. Dieses Forschungsergebnis
widerlegt eindeutig Behauptungen, die Landwirtschaft sei ein
Wasserverschwender. Vor allem im Zusammenhang mit der
Biotreibstoff-Produktion hat die Erdöllobby immer wieder zu diesem
grundfalschen Argument gegriffen. Ein für alle Mal: Auch für
Biotreibstoffe gelten in der EU strenge wasser- und
naturschutzrechtliche Bestimmungen, die eine nachhaltige und
wasserschonende Produktion sicherstellen", stellte Gerhard
Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, anlässlich von Aktivitäten
des Europäischen Parlaments (EP) zur EU-Wasserpolitik klar.
Heimische Landwirtschaft hat geringen Wasserverbrauch
"Die heimische Landwirtschaft geht äußerst sorgsam mit der
Ressource Wasser um. Das belegen die österreichischen
Wasserverbrauchszahlen, die sich deutlich vom EU-Schnitt
unterscheiden. Der jährliche Bedarf in Österreich beträgt 2,6 Mrd. m3
Wasser. Dies entspricht etwa 3% der pro Jahr erneuerbaren
Wassermenge. Fast zwei Drittel des Verbrauchs entfallen auf die
Industrie, 34% werden für die Trinkwasserversorgung und nur 4% werden
in der Landwirtschaft benötigt", so Wlodkowski weiter. "Im Vergleich
vor allem zu den südlichen EU-Mitgliedstaaten, bei denen der
Wasserverbrauch der Landwirtschaft bis zu 60% des Gesamtverbrauchs
ausmachen kann, hat der Wasserverbrauch der Landwirtschaft - und hier
speziell die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen - in Österreich
nur eine sehr geringere Bedeutung", ergänzte Wlodkowski.
Durch Klimawandel mehr Wasser nötig
"Der Klimawandel wird den Wasserbrauch jedoch steigern. Studien
belegen, dass sich Niederschlagsverteilung und -häufigkeit auch bei
uns ändern werden. Um auch in Zukunft eine nachhaltige Produktion von
Lebensmitteln in Österreich sicherzustellen, werden mehr Flächen
bewässert werden müssen. Doch dies ist im Sinne der
Lebensmittelsicherheit notwendig", erklärte Wlodkowski und verwies
auf die Tatsache, dass "die Produktion in der Region auch Garantie
für die Lebensmittelsicherheit ist."
Als Beleg dafür führte Wlodkowski die jedes Jahr wiederkehrenden
Probleme bei Obst- und Gemüseimporten aus Drittstaaten mit hohen
Pestizidbelastungen an. "Wer die europäische Landwirtschaft beim
Wasserverbrauch mit Sonderbelastungen belegen will, der trägt aktiv
zur Produktionsverlagerung, zu einem Wertschöpfungsverlust in der EU,
zu zusätzlichen Transportkilometern und somit zu höheren
CO2-Emissionen bei. Bei der Diskussion über die weitere
EU-Wasserpolitik wird man insbesondere auf Produktionsverlagerungen
aufgrund geänderter Rahmenbedingungen achten müssen", appellierte
Wlodkowski an die Abgeordneten des EU-Parlaments, diese Fakten bei
der Diskussion über die zukünftige EU-Wasserpolitik im EP zu
berücksichtigen. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Schauflergasse 6, 1014 Wien
Tel.: 01/53441-0, Fax: 01/53441-8509
mailto: [email protected]
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