- 12.03.2008, 11:49:58
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Dominique Meyers Pläne für die Staatsoper - brisante Umfrage bei den Philharmonikern.
Wien (OTS) - Die im September 2010 an der Wiener Staatsoper
beginnende Ära Dominique Meyer nimmt Gestalt an. Wie NEWS in seiner
morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, wird Generalmusikdirektor
Franz Welser-Möst als Eröffnungspremiere Paul Hindemiths Künstleroper
"Cardillac" dirigieren. Welser-Möst bringt in der ersten Saison auch
Leos Janaceks "Katja Kabanova" heraus. Weitere Premieren laut
NEWS-Information: Donizettis "Anna Bolena" mit Anna Netrebko und
Händels "Alcina", nunmehr definitiv nicht mit den Philharmonikern,
sondern mit einem Barock-Ensemble. Dazu Meyer: "Es wird
Barockpremieren mit Spezialistenensembles geben, das steht
mittlerweile fest. Es geht um je eine Aufführungsserie pro Spielzeit.
Sollte sich später, so wie in Zürich vorgezeigt, innerhalb der
Philharmoniker eine Gruppe finden, die sich für Barockopern
begeistern lässt, dann sieht es anders aus. Andererseits wäre in
diesem Fall immer dieselbe Orchesterbesetzung nötig, was sich auf die
Reisetätigkeit der Philharmoniker auswirken würde."
Weder Meyer noch Welser-Möst kommentierten die NEWS-Informationen
im einzelnen. Meyer gibt allerdings bekannt, dass er einen
Janacek-Zyklus plant, der unter anderem "Das schlaue Füchslein" und
"Aus einem Totenhaus" (falls verfügbar in der gerühmten
Chéreau-Inszenierung) umfassen soll. Dem Opernregisseur Otto Schenk
steht ein umfangreiches Comeback bevor: Er soll "Rosenkavalier",
"Meistersinger" und "Fledermaus" in seinen bewährten Inszenierungen
neu einstudieren. Auch Zeffirellis "Bohème" und Wallmanns "Tosca"
bleiben im Einsatz.
Dass man für das Staatsopernorchester seitens der öffentlichen
Hand mehr Geld braucht, steht für Meyer außer Frage: "Sicher ist,
dass wir an der Staatsoper besser vorbereitete Abende und damit mehr
Proben brauchen. Auch viele Dirigenten fordern das. Das bedeutet
nicht zwingend, dass die Philharmoniker weniger Konzerte spielen
sollten. Aber die ständige Doppelbelastung ist für viele Musiker sehr
anstrengend. Wenn wir da etwas tun wollen, brauchen wir mehr Geld."
Brisante Philharmoniker-Umfrage
Brisanz verspricht eine interne Umfrage, die soeben von der
Führung der Wiener Philharmoniker unter den Orchestermitgliedern
durchgeführt wird. Wie NEWS berichtet, bezieht sie sich zwar
offiziell auf das Jahr 2020, soll aber wohl Munition für die
laufenden Tarifverhandlungen generieren. Über Fragebogen, die an
jedes Orchestermitglied geschickt wurden, soll die Zukunft der
Philharmoniker skizziert werden: Soll man mehr oder weniger Konzerte,
mehr oder weniger Tourneen spielen? Vor allem aber: Soll man das
Staatsopernorchester bleiben, und wenn ja: an 300 Abenden im Jahr
oder wesentlich eingeschränkt?
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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