• 12.03.2008, 11:42:36
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Häufigkeit und Intensität von Winterstürmen im Alpenraum nehmen zu

Zukünftig noch stärkere Beteiligung Österreichs an Klimafolgenforschung

Wien (OTS) - Der österreichische Alpenraum ist von den Folgen des
Klimawandels mehr als jede andere Region in Europa betroffen. So
nimmt zum Beispiel die Häufigkeit und Intensität von katastrophalen
Winterstürmen im Alpenraum signifikant zu. Das geht aus den
Ergebnissen des EU-Projektes ClimChAlp - "Climate Change in the
Alpine Space" - hervor. Diese dramatische Zunahme von Stürmen, die
wir bereits mit Kyrill, Paula und Emma beobachten konnten, hat auch
schwerwiegende Auswirkungen auf die heimische Forstwirtschaft. Aus
österreichischer Sicht ist daher die im Rahmen von ClimChAlp
begonnene Arbeit zum Aufbau eines Netzwerkes zur besseren
Vorbereitung des Alpenraums auf den Klimawandel nicht hoch genug
einzuschätzen", so Gerhard Mannsberger, Leiter der Sektion Forst im
Lebensministerium, heute anlässlich der Abschlusskonferenz des
Projektes "Klimawandel - Auswirkungen und Anpassungsstrategien im
Alpenraum".

Neben Österreich waren auch die Länder Slowenien, Italien,
Schweiz, Liechtenstein, Frankreich sowie Deutschland an dem von der
EU im Rahmen des INTERREG-IIIB-Alpenraumprogrammes geförderten
Projekt ClimChAlp beteiligt. Ziel war die Untersuchung des
Klimawandels in den Alpen mit seinen Auswirkungen auf Naturgefahren,
Raumplanung und Wirtschaft sowie die Erarbeitung von
Anpassungsstrategien. Obwohl aus den Ergebnissen keine allgemein
gültigen Trends für den gesamten Alpenraum hervorgehen, lassen sich
für Österreich doch einige Entwicklungen für das Gefahrenpotenzial
durch Naturgefahren ableiten.

Neben häufigeren orkanartigen Stürmen werden zukünftig auch
Hochwasserereignisse vermehrt auftreten. Insbesondere wird vermehrt
mit katastrophalen Winterhochwässern zu rechnen sein, da der Anstieg
der Schneefallgrenze mehr Regen in Hochlagen bewirken wird. Der
Anstieg der Permafrostgrenze führt weiters zu einer zunehmenden
Gefahr von Bergstürzen in alpinen Regionen. Darüber hinaus bewirkt
der Rückgang der Gletscher einen Verlust natürlicher Wasserspeicher.

"In Zukunft müssen wir uns daher noch intensiver an neue
Anpassungsstrategien arbeiten", so Mannsberger weiter, "in Österreich
wurden im Bereich der Naturgefahrenprävention jedoch bereits viele
strategische Maßnamen eingeleitet. So wird zum Beispiel mit
Gefahrenzonenplänen oder Informationssystemen wie HORA eine
flächendeckende Information über Naturgefahren bereitgestellt".

Österreich wird sich auch zukünftig intensiv an
Klimafolgen-Forschungsprojekten beteiligen. "Konkret beteiligen wir
uns als ersten Schritt an AdaptAlp - dem Folgeprojekt von ClimChAlp.
Dieses Projekt hat zum Ziel, unser hohes Niveau des Schutzes vor
Naturgefahren auch unter den Bedingungen des Klimawandels zu
garantieren", so Mannsberger abschließend.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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