• 12.03.2008, 11:15:43
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Brauner/Wehsely: 1.000 Jobs für Arbeitslose im Pflegebereich

2008: 2,1 Mio. Euro für Rekrutierungs- und Qualifizierungsoffensive des waff im Pflege- und Sozialbereich

Wien (OTS) - Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)
ist eine wichtige und einzigartige Institution für aktive
Arbeitsmarktpolitik. Der waff hat sich zum zentralen Ziel gesetzt,
WienerInnen höher zu qualifizieren und damit ihre Jobchancen
wesentlich zu verbessern. Im besonders verantwortungsvollen Bereich
der Pflege setzt der waff dabei auf drei Schienen. Das waff-Programm
"Pflegeberufe" verknüpft die Suche nach Personal, die Vermittlung auf
eine offene Stelle und die Unterstützung bei der Ausbildung von
arbeitslosen Menschen zu einem Gesamtpaket. Außerdem beteiligt sich
der waff gemeinsam mit dem AMS an den Kosten für die Qualifizierung
von MitarbeiterInnen im Pflege- und Gesundheitsbereich. Die dritte
Schiene umfasst das Service von flexwork, das Personal auf Zeit mit
dem Ziel einer raschen Anstellung bereitstellt. 2,1 Mio. Euro stellt
der waff heuer zur Verfügung, um insgesamt 523 Personen auszuwählen,
zu qualifizieren und auf einen Arbeitsplatz zu vermitteln. ****

"Wohl in wenigen Berufen ist eine maßgeschneiderte Ausbildung
und Qualifizierung so wichtig, wie im Pflege- und Gesundheitsbereich.
Der waff ermöglicht durch seine Programme und finanziellen
Förderungen arbeitslosen Menschen bzw. Menschen, die sich beruflich
neu orientieren wollen, den Einstieg in den Pflege- und
Gesundheitsbereich. Das Erfolgsgeheimnis: Die Ausbildung führt zu
einem sicheren Job, das ist besonders motivierend", erklärt
Wirtschaftsstadträtin Mag.a Renate Brauner.

Pflege: 1.000 WienerInnen ausgebildet und vermittelt

Mit dem Programm "Pflegeberufe" unterstützt der waff gemeinsam
mit dem AMS Wiener Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegebereich
bei der Suche nach passenden MitarbeiterInnen und fördert die
Ausbildung zum/zur HeimhelferIn (Dauer 3 Monate), PflegehelferIn
(Dauer 12 Monate) sowie diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerIn
(Dauer 3 Jahre). Im Rahmen des Programms arbeitet der waff mit rund
20 KooperationspartnerInnen zusammen.

Schon etwa 1.000 arbeitsuchende Menschen haben durch das
waff-Programm "Pflegeberufe" einen qualifizierten Arbeitsplatz
gefunden.

o Etwa 1.600 Personen haben seit Programmstart die Ausbildung   
  angetreten.                                                   
o 420 Ausbildungsplätze wurden 2007 mit geeigneten BewerberInnen
  besetzt und eigens für den Bedarf der Pflegeeinrichtungen     
  maßgeschneidert ausgebildet.                                  
o 2008 stellt der waff rund eine Mio. Euro zur Verfügung, um 450
  arbeitslose Personen zu vermitteln und auszubilden.

Davon sind 345 Plätze für HeimhelferInnen, 22 PflegehelferInnen
und 83 Diplomierte KrankenpflegerInnen. Aktuell werden vor allem
HeimhelferInnen mit 150 und diplomierte KrankenpflegerInnen mit rund
50 offenen Plätzen benötigt. Interessierte Personen auf Jobsuche
können sich unter 217 48 632 oder http://pflegeberufe.waff.at
bewerben.

waff-Gesamtpaket: Vorauswahl, Ausbildung, Vermittlung

Konkret übernimmt der waff die Personalsuche, führt ein
mehrstufiges Vorauswahlverfahren (Informationsveranstaltungen,
Einzelgespräche) durch, begleitet die TeilnehmerInnen während der
Ausbildung und übernimmt maximal 50 Prozent der Ausbildungskosten.
Für die Ausbildung zur Heimhilfe sind das im Schnitt 560 Euro, zur
PflegehelferIn rund 2.000 Euro und bis zu 6.000 Euro zahlt der waff
für die dreijährige Qualifizierung zur diplomierten KrankenpflegerIn
dazu. Die gesamte Personalvorauswahl erfolgt durch den waff in
Zusammenarbeit mit den Ausbildungseinrichtungen (z.B. bfi,
Krankenpflegeschulen, Volkshilfe etc.). Die ausgewählten
KandidatInnen werden dann für ein Vorstellungsgespräch empfohlen,
hier besteht auch die Möglichkeit eines "Schnupperpraktikums".

Es gibt bereits vor dem Start der Ausbildung eine fixe
Einstellzusage durch die Gesundheitseinrichtung. Während der gesamten
Ausbildung erhalten die TeilnehmerInnen vom AMS eine finanzielle
Unterstützung (mindestens "Deckung des Lebensunterhaltes" = 18,50
Euro pro Tag).

Erfolgreiche Kooperation mit dem Krankenanstaltenverbund

Der waff kooperiert im Rahmen seines Programms-Pflegeberufe
intensiv mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Zum einen
bildet der KAV seit dem Jahr 2004 arbeitslose Frauen und Männer zu
diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen aus. Alle, die
diese 3-jährige Ausbildung absolvieren, finden im Anschluss eine
Anstellung in einer Einrichtung des KAV. Im Rahmen dieser Kooperation
hat der KAV bislang 278 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.

Zum andern bildet der KAV Pflegepersonal aus, das dann über den
Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen in anderen Einrichtungen
beschäftigt wird. Seit 2003 hat der KAV im Rahmen dieser
waff-Kooperation Ausbildungsplätze für 247 PflegehelferInnen, 95
diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen im 1. Bildungsweg
und 88 Gesundheits- und Krankenpflegepersonen im 2. Bildungsweg
angeboten.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund ist österreichweit der größte
Ausbildungsanbieter für Pflegeberufe. Allein für die Fachausbildung
"Gesundheits- und Krankenpflege" stehen im KAV 2.100
Ausbildungsplätze zur Verfügung. Die Unternehmung sichert sich
dadurch eine hohe Zahl an bestqualifizierten MitarbeiterInnen.
Derzeit werden rund 9.900 diplomierte Gesundheits- und
Krankenpflegepersonen (allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege,
psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege und Kinder- und
Jugendlichenpflege) und rund 2.000 PflegehelferInnen in den
städtischen Spitälern und Geriatriezentren beschäftigt. Auch ein
großer Teil des Personals für private Einrichtungen bzw. für
Gesundheitseinrichtungen in anderen Bundesländern wird im KAV
ausgebildet.

"Wer sich für einen Pflegeberuf entscheidet, entscheidet sich
für einen Beruf der immer Konjunktur hat. Die Lebenserwartung steigt
aufgrund großer medizinischer Fortschritte und geänderter
Lebensweisen kontinuierlich. Das bedeutet, dass auch die Zahl der
benötigten Pflegekräfte weiterhin ansteigen wird. Neben der hohen
fachlichen Qualifikation erfordern Pflegeberufe auch ein hohes Maß an
menschlichen und sozialen Kompetenzen. Großes Einfühlungsvermögen,
hohe Motivation und starke Persönlichkeitswerte sind gefragt, wenn es
um die Pflege von Menschen geht", so Gesundheitsstadträtin Mag.a
Sonja Wehsely.

IHS: Programm Pflegeberufe erhält Top-Bewertung

Der waff lässt gerade durch das IHS (Institut für Höhere
Studien) das Programm einer Evaluierung unterziehen. Erste Ergebnisse
bestätigen den Erfolg: 90 Prozent der TeilnehmerInnen stehen, nachdem
sie die Ausbildung abgeschlossen haben, mit beiden Beinen im Beruf.
Damit leistet der waff einen beträchtlichen Beitrag zur Ausbildung
und Rekrutierung von Personal im Gesundheits- und Pflegebereich.
Gründe für die hohe Erfolgsquote sind zum einen ein hoher Prozentsatz
an sehr zufriedenen und hoch motivierten TeilnehmerInnen. So würden
89 Prozent der befragten TeilnehmerInnen das Qualifizierungsprogramm
einer Freundin, einem Freund weiterempfehlen. Außerdem nennen die
AutorInnen des IHS das ambitionierte Auswahlverfahren als
wesentlichen Erfolgsfaktor, da es in der mobilen Pflege
beispielsweise einen großen Bedarf gibt und die Vorauswahl durch den
waff die Einrichtungen wesentlich unterstützt.

Unterstützung und Förderung von Beschäftigten oder
WiedereinsteigerInnen, die in den Pflegebereich einsteigen wollen,
bietet der waff auch auf zwei weiteren Schienen.

Förderung der Ausbildung von Pflege-Beschäftigten=

Der waff fördert gemeinsam mit dem AMS die Ausbildung und
Personalkosten bei MitarbeiterInnen von Einrichtungen im Pflege- und
Gesundheitsbereich. Auch 2008 setzt der waff die bewährte Kooperation
mit dem Arbeitsmarktservice fort und hat hierfür ein Budget von rund
1,1 Mio. Euro für die Qualifizierung von 73 Personen reserviert.

Konkret werden die erfolgreiche Teilnahme an Ausbildungen
zur/zum Pflegehelfer/in oder Höherqualifizierung vom Pflegehelfer
bzw. der Pflegehelferin zur/zum diplomierten Gesundheits- und
Krankenpfleger/in gefördert. Dabei übernimmt der waff bis zu einem
Drittel der Kurskosten und bis zu 40 Prozent der Personalkosten. Bei
der Ausbildung zur PflegehelferIn beteiligt sich der waff mit etwa
10.000 Euro und mit rund 19.000 Euro bei der Qualifizierung zur
diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerIn (Kurskosten und
Personalkosten) Voraussetzung dafür ist eine vorherige Förderzusage
des Arbeitsmarktservice Wien.

Ziel ist es, MitarbeiterInnen in Pflegeberufen berufsbegleitend
zu höher qualifizierten Fachkräften auszubilden und somit praxisnah
die erforderlichen Kenntnisse zu vermitteln. Die Arbeitgeber sollen
durch die finanzielle Unterstützung ermutigt werden, in die
Weiterbildung ihrer Beschäftigen zu investieren, um den steigenden
Anforderungen im Pflegebereich gerecht zu werden. So können
beispielsweise ArbeitnehmerInnen über 45 Jahren, niedrig
qualifizierte Frauen und WiedereinsteigerInnen unter 45 Jahren mit
Dienstort Wien von dieser Förderung profitieren.

Insgesamt konnten bereits 390 Personen geschult werden. Davon
haben 296 Frauen die Ausbildung zur Pflegehelferin und 76 Frauen zur
diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert. Der Anteil
der männlichen Teilnehmer ist mit 18 Personen noch gering. Der waff
hat im Rahmen dieser Förderschiene bisher etwa 5 Mio. Euro an
Unterstützung zugesagt und rund 4 Mio. bereits an die Einrichtungen
ausbezahlt.

"flexwork": Servicepaket Pflege- und Sozialdienste

Mit flexwork, der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung,
öffnet der waff Türen für Arbeitsuchende, besonders für jene, die es
schwer haben, einen neuen Job zu finden. flexwork ist gleichzeitig
eine Serviceleistung für Betriebe, die neue MitarbeiterInnen
brauchen. flexwork bietet die passende Lösung für alle Bereiche der
Pflege- und Sozialdienste. Das heißt: Arbeitsuchende, die bereits
eine Ausbildung absolviert haben, bekommen schneller einen neuen Job.

Für Einrichtungen aus dem Bereich Pflege- und Sozialdienste
bietet flexwork sein gesamtes Servicepaket an - das heißt:

o Zeitarbeit bei Personalengpässen und für Projekte,      
o Dauer-Arbeitskräfteüberlassung und damit eine komplette 
  Auslagerung der Personaladministration und -verrechnung.

Bisher konnten 126 Personen bei flexwork eine Beschäftigung im
Pflege- und Sozialbereich finden, wobei derzeit 65 Personen in den
Pflege- und Sozialdiensten tätig sind. 2007 konnten 42 Personen durch
flexwork einen fixen Job im Pflege- und Sozialbereich finden. Die
Dienstverhältnisse sind sozialversichert und unbefristet. Die
einsatzfreien Zeiten werden in der "flexwerkstatt" für zeitgemäße
Aus- und Weiterbildung genutzt, um die Jobchancen der
MitarbeiterInnen weiter zu erhöhen. Unter 789 12 02 können sich
Arbeitslose telefonisch informieren und bewerben, online sind alle
Informationen auf www.flexwork.at zu finden.

Wien hat jedenfalls auf den großen Bedarf im Pflegebereich nicht
nur sehr frühzeitig reagiert, sondern im Rahmen des waff auch ein
vorbildliches System etabliert, um arbeitslosen Menschen eine neue
und vor allem auch sichere Jobperspektive zu bieten. Der Wiener Weg,
die Teilnahme an diesem Programm auf freiwilliger Basis anzubieten
und punktgenau auszubilden, ist erfolgreich und effizient. (Schluss)
ile/wha/lac

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Wolfgang Hassler
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
Tel.: +43 1 4000 81845
mobil: +43 676 8118 81845
E-Mail: [email protected]

Mag.a Marianne Lackner
Mediensprecherin Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: +43 1 4000 81238
mobil: + 43 676 8118 69549
E-Mail: [email protected]

Mag.a Ilkim Erdost
Mediensprecherin Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)
Tel.: +43 1 217 48 318
mobil: +43 664 8476640
E-Mail: [email protected]
www.waff.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

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