ÖAAB-Hoch: AK-Wien wegen der Causa BAWAG neu positionieren

Wien (VP-Klub) - "Die heutigen Medienberichte zeigen deutlich,
dass es raschen Aufklärungsbedarf der AK-Spitze hinsichtlich der BAWAG-Spekulationen gibt", so der Wiener ÖAAB-Landesgeschäftsführer und Vorstandsmitglied der Wiener AK, LAbg Alfred Hoch. Den Berichten zufolge sei die heutige AK-Führung sehr wohl über die finanzielle Situation der BAWAG Ende der 80er Jahre - resultierend aus dem umfangreichen "Sponsoring" u.a. von ÖGB und SPÖ - informiert gewesen. Dadurch habe die BAWAG erst die risikoreichen Spekulationen in der Karibik, die letztendlich zum Fiasko führten, tätigen müssen.

Bisher, so die Verteidigungsstrategie der heutigen AK-Spitze, sei man nicht von den Spekulationsgeschäften informiert gewesen. Das sei, so Hoch, eindeutig falsch, liest man die veröffentlichten Briefe des damaligen BAWAG-Generaldirektors Walter Flöttls an den damaligen ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch.

"Der AK ist in den letzten Monaten gewaltiger Schaden entstanden, die jetzige Veröffentlichung der Briefe rüttelt sogar an den Grundfesten der gesetzlichen Interessensvertretung Arbeiterkammer", ist Hoch überzeugt. Die AK habe, so Hoch, bereits bei den letzten Sozialpartnerverhandlungen - siehe Lehrlingspaket, aber auch die Lohnnebenkostenerhöhung für ältere Arbeitnehmer - gegenüber der Wirtschaft stark an Gewicht verloren. Es wäre nun an der Zeit, der AK wieder jene Stärke zu verleihen, die notwendig ist, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einer globalisierten und modernen Arbeitswelt erfolgreich in deren Interessen vertreten zu können. "Dies kann aber nur erfolgen, wenn es als Konsequenz der Causa BAWAG eine Neupositionierung der Wiener AK, inklusive aller -auch personalpolitischer - Schritte, gibt", so Hoch abschließend.

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