• 08.03.2008, 08:00:00
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"profil": Weitere Postenschacher-Mails aus dem Strasser Kabinett

Auch Fekter und Ferrero-Waldner intervenierten

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlicht in
seiner Montag erscheinende Ausgabe bisher noch nicht bekannte E-Mails
aus dem Kabinett des damaligen Innenministers Ernst Strasser. Diese
zeigen, wie sehr es bei Postenbesetzung auf die Fürsprecher im
Hintergrund ankam. In einem Fall intervenierte die heutige
Volksanwältin Maria Fekter für einen Beamten. "profil" zitiert ein
E-Mail, das Strasser im Herbst 2002 an Kabinettsmitglied Oskar Gallop
schickte: "nr fekta [sic!] ersucht, dass klaus h. von der bpd wels
auf irgendeine 3. planstelle vorstehen wird, die angeblich nur
deshalb nicht besetzt wird, weil h. als schwarzer gelten soll." In
Wels war zu dieser Zeit nichts frei, meldete "ossi" an "ernst"
zurück: "die zwei offiziere in wels sind 40 und 59 jahre alt.
erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, dass h. im nächsten jahr auf
eine planstelle ernannt wird, wenn der mitarbeiter in pension geht."
Hübner wurde dann 2005 Welser Stadtkommandant - und dort zwei
ranghöheren Roten vor die Nase gesetzt.

Auch die damalige Außenministerin Benita Ferrero-Waldner bekundete
Besetzungswünsche. Kabinettchef Christoph Ulmer am 23. Jänner 2003 an
Strasser: "benita hat mich angesprochen auf mag.g, er hat derzeit das
referat kapital- und sittlichkeitsverbrechen im bka. das ist
ausgeschrieben. er hätte das gerne." Keine zwei Stunden später
meldete "christoph", der Posten sei schon vergeben, Herr Mag. G.
werde woanders eingesetzt. Nachsatz von "christoph": "so ein echter
star ist das nicht gerade."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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