"profil": Weitere Postenschacher-Mails aus dem Strasser Kabinett

Auch Fekter und Ferrero-Waldner intervenierten

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlicht in seiner Montag erscheinende Ausgabe bisher noch nicht bekannte E-Mails aus dem Kabinett des damaligen Innenministers Ernst Strasser. Diese zeigen, wie sehr es bei Postenbesetzung auf die Fürsprecher im Hintergrund ankam. In einem Fall intervenierte die heutige Volksanwältin Maria Fekter für einen Beamten. "profil" zitiert ein E-Mail, das Strasser im Herbst 2002 an Kabinettsmitglied Oskar Gallop schickte: "nr fekta [sic!] ersucht, dass klaus h. von der bpd wels auf irgendeine 3. planstelle vorstehen wird, die angeblich nur deshalb nicht besetzt wird, weil h. als schwarzer gelten soll." In Wels war zu dieser Zeit nichts frei, meldete "ossi" an "ernst" zurück: "die zwei offiziere in wels sind 40 und 59 jahre alt. erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, dass h. im nächsten jahr auf eine planstelle ernannt wird, wenn der mitarbeiter in pension geht." Hübner wurde dann 2005 Welser Stadtkommandant - und dort zwei ranghöheren Roten vor die Nase gesetzt.

Auch die damalige Außenministerin Benita Ferrero-Waldner bekundete Besetzungswünsche. Kabinettchef Christoph Ulmer am 23. Jänner 2003 an Strasser: "benita hat mich angesprochen auf mag.g, er hat derzeit das referat kapital- und sittlichkeitsverbrechen im bka. das ist ausgeschrieben. er hätte das gerne." Keine zwei Stunden später meldete "christoph", der Posten sei schon vergeben, Herr Mag. G. werde woanders eingesetzt. Nachsatz von "christoph": "so ein echter star ist das nicht gerade."

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0005