- 07.03.2008, 12:18:48
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Darabos: Kaserne in Güssing wird Musterkaserne der Bundesheerreform
Investitionsvolumen von 33 Mio. Euro - "Bundesheerreform zügig vorantreiben."
Wien (BMLV) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat heute in
einer Pressekonferenz die Pläne zum Ausbau der Montecuccoli-Kaserne
in Güssing zu einer "Musterkaserne" der Bundesheerreform vorgestellt.
In den nächsten Jahren werden insgesamt 33 Mio. Euro investiert, um
die Kaserne auszubauen und dadurch auch die Effizienz der
Arbeitsabläufe zu steigern. Darabos streicht heraus, dass es bei
diesem wie bei anderen Kasernenumbauten darum gehe, "den Grundzügen
der Bundesheerreform zu folgen, nämlich ein noch besser
strukturiertes und noch schlagkräftigeres Bundesheer zu schaffen."
Nach Fertigstellung der neuen Montecuccoli-Kaserne werden insgesamt
738 Personen auf der Liegenschaft Dienst versehen. "Damit ist die
Kaserne auch ein bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor im
Burgenland", so der Verteidigungsminister.
Gemeinsam mit dem aus dem Architekturwettbewerb als Sieger
hervorgegangenen Architekten, Peter Podsedensek, führte Darabos die
Struktur der neuen Kaserne aus. Jede Kompanie des dann im Gesamten in
Güssing stationierten Jägerbataillons 19 wird über eigene Bereiche
zur Unterbringung, Büroarbeit und zum Antreten verfügen, die jedoch
auch den jeweiligen Anforderungen gemäß flexibel gestaltbar sind. Die
Grundwehrdiener werden in modernen Vier- bis Sechsbettzimmern
untergebracht sein. Bei Ausbildungsvorhaben, Sportaktivitäten und
Verpflegung werden Synergien am gesamten Kasernengelände genutzt.
Darabos: "Damit wird Arbeiten ohne Reibungsverluste möglich. So sehen
Kasernen aus, die die Grundlage für die Arbeit einer modernen Armee
im 21. Jahrhundert darstellen." Der Ausbau der Kaserne wird Anfang
2009 starten und drei bis vier Jahre dauern.
Der Verteidigungsminister betonte in diesem Zusammenhang einmal mehr,
dass er die Bundesheerreform insgesamt weiterhin zügig vorantreiben
möchte. "Das Bundesheer muss für die Herausforderung der Gegenwart
und Zukunft bestmöglich vorbereitet sein, um rasch und unbürokratisch
Schutz und Hilfe bieten zu können. Das erwarten die Menschen von uns
und dem wollen wir auch nachkommen", erklärte Darabos. Die Grundzüge
der Bundesheerreform, die von der Bundesheer-Reformkommission unter
Helmut Zilk ausgearbeitet worden sind, sehen folgende zentralen
Punkte vor:
- Die Reduktion der Mobilmachungsstärke von 110.000 auf 55.000
Soldatinnen und Soldaten.
- Die Beibehaltung der Miliz als unverzichtbarer Bestandteil des
Bundesheeres.
- Die Reduktion der Brigaden von fünf auf vier und der Bataillone
von 57 auf 39.
- Die Verkürzung der Grundwehrdienstzeit auf 6 Monate.
- Die Reduktion der Liegenschaften und Nutzung der Erlöse für
Investitionen.
- Die Begleitung des Prozesses durch ressortinterne soziale
Maßnahmen.
- Die Anpassung der Führungsstruktur.
- Die Reorganisation der Bundesheer-Liegenschaften.
Druckfähige Bilder von den Plänen der Musterkaserne, Fotos von der
Präsentation sowie Detailinformationen zu den Planungen werden zum
Download und honorarfreien Abdruck unter www.bundesheer.at zur
Verfügung stehen.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung Mag. Answer Lang Pressesprecher des Verteidigungsministers Tel: (01) 5200-20210 [email protected] oder Presseabteilung Tel: (01) 5200-20301 [email protected] http://www.bundesheer.at
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