- 03.03.2008, 12:30:57
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ÖAMTC: Pkw-Maut führt zur Zweiklassen-Gesellschaft unter Autofahrern
Österreichs Autofahrer finanzieren den Klimafond - wo bleiben die Maßnahmen?
Wien (OTS) - "Manche Interessenvertretungen - die wohlgemerkt in
der Großstadt beheimatet sind - machen es sich sehr einfach. Sie
stempeln Autofahrer als Klima-Sündenböcke ab, bringen aber
gleichzeitig keine ernsthaften Alternativen zur Mobilität der
Österreicher. Es ist zynisch, von Menschen, für die das Auto eine
Bedingung für ihren Arbeitsplatz ist, zu verlangen, noch mehr Geld
für das Autofahren auszugeben", ärgert sich Mario Rohracher, Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung. "Eine Pkw-Maut kommt für uns nicht in
Frage."
Wenn man die Vignette auf die durchschnittliche Kilometerleistung
eines Autofahrers aufrechnet, bezahlt dieser zwei Cent pro Kilometer.
Ein jetzt kolportierter Roadpricing-Satz von fünf Cent würde eine
zweieinhalbfache Mehrbelastung für den Autofahrer bringen.
Darüberhinaus ist es aus Sicht des ÖAMTC naiv zu glauben, dass es bei
fünf Cent bleibt. Neben den Investitionskosten würden erhebliche
jährliche Administrations- und Rechtsverfolgungskosten anfallen.
Weiters müssten neue Ausgleichszahlungen für Pendler erfunden werden.
Nicht zuletzt bezweifelt Rohracher den Lenkungseffekt einer solchen
Maßnahme. "Wer viel Geld hat, wird sich sein Auto weiterhin leisten,
wer wenig verdient, wird ratlos überbleiben", weist der Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung auf die soziale Ungerechtigkeit hin.
Bereits jetzt zahlen Österreichs Autofahrer mehr denn je für die
Erhaltung ihres Autos. Seit dem letzten Jahr legen sie für die
Dotierung des Klimafonds im Durchschnitt auch noch 30 Euro bei Benzin
bzw. 50 Euro bei Diesel hin, Pendler entsprechend noch mehr.
Und was sagt der Klimafond?
Die Autofahrer werden bis ins Jahr 2010 500 Millionen Euro in den
Klimafond einzahlen: "Dafür darf man sich entsprechende konstruktive
Vorschläge erwarten. Bisher vermissen wir solchen Maßnahmen. Die
Autofahrer jedenfalls zeigen ihren guten Willen, ihren Beitrag zum
Klimaschutz zu leisten. Wenn man den Tanktourismus in der
österreichischen Klimabilanz mitberücksichtigt, befindet sich
Österreich im Straßenverkehr bereits auf Kioto-Kurs", so der Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung.
Der ÖAMTC seinerseits setzt weiterhin auf Aufklärung der Autofahrer
(Beispiel spritsparendes Fahren) sowie auf technologische Innovation
bei Antrieben und Kraftstoffen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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