• 03.03.2008, 10:00:00
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Hochwasserschutz mit Mehrwert: Stadt schafft neuen Erholungsraum

Gestaltungsmaßnahmen begleitend zu Schutzbauten sichern städtischen Grünraum

Krems (OTS) - Entlang des Kremsflusses, wo zurzeit Bagger und
Bohrgeräte das Bild prägen, werden die Kremserinnen und Kremser schon
im nächsten Jahr einen attraktiven grünen Erholungsraum genießen
können.

An der Krems wird auf Hochtouren gearbeitet. Das
Hochwasserschutzprojekt Kremsfluss befindet sich in seiner dritten
Bauphase. Zurzeit werden zwischen Hafenstraßenbrücke und Austraße
Uferbauten durchgeführt, in den vergangenen Tagen wurde mit der
Errichtung der ersten Betonwände begonnen. "Der Schutz der
Kremserinnen und Kremser vor Hochwässern hat für uns oberste
Priorität", betont Bürgermeisterin Inge Rinke. "Daher müssen die
Arbeiten zügig voranschreiten. Ebenso wichtig ist uns aber auch die
Erhaltung des Grünraums für die Bewohner der Stadt", weist sie auf
das Gestaltungsprojekt hin, das nun parallel zum Hochwasserschutzbau
in Angriff genommen wird.

Architekt Franz Sam ist beauftragt, die Ufer der Krems begleitend
zu den Schutzbauen zwischen Hafenstraße und Pfannlwehr zu gestalten.
Sein Konzept zielt darauf ab, die bisher nur wenig genutzte
Uferlandschaft als innerstädtischen Erholungsraum wiederzugewinnen.
Ziel ist es, unter Rücksicht auf ökologische Vorgaben einen "ruhigen,
homogenen Grünraum" zu gestalten. So legt er bei der Bepflanzung von
Ufern, Grünraum und Mauern mit Bäumen, Sträuchern usw. großen Wert
auf die Fachmeinung von Ökologen.

Bürger in die Planung eingebunden

Ebenso erhielten die Anrainer ein Mitspracherecht bei der
Gestaltungsplanung. "Dass alle Betroffenen in die Planung eingebunden
sind, ist besonders wichtig, denn ein Grünraum mit Konfliktpotenzial
kann keinen Erholungswert bieten", betont Stadtrat Heinz Stummer.
"Die Vereinbarkeit von modernster Technik und Berücksichtigung
ökologischer Gesichtspunkte war uns von Anfang an bei der Planung des
Hochwasserschutzes ein großes Anliegen."

Findlinge und Riesenfußstapfen

Entlang des Flusses entstehen an beiden Ufern durchgängige Fuß-
und Radwege. Mehrere Auf- und Abgänge stellen die Verbindung und den
Übergang zwischen Stadtraum, Flussraum und Wasser her. Von diesen
Abgängen ausgehend markieren so genannte Flussfindlinge den Weg.
Diese führen zu "Aktionsplätzen" im Flussraum und direkt am Fluss.
Sie sind mit überströmungssicherem Stadtmobiliar wie Bänke und Tische
bestückt. An ganz bestimmten Stellen sind diese Aktionsplätze mit
Wasserplätzen und Tribünen erweitert. "Die Überlegung war die, dass
etwa bei der Fahrschule Dolejschi oder beim Gymnasium Rechte
Kremszeile viele junge Leute diese Plätze als Pausenplatz und Orte
der Kommunikation nützen können", erklärt Sam. Das Ende des Weges,
aber auch dort, wo man den Weg verlässt und auf der Wiese weitergeht,
markieren wieder einzelne Findlinge und "Riesenfußstapfen" und führen
in den Stadtraum zurück.

Der dritte Bauabschnitt betrifft den rund zwei Kilometer langen
Flussabschnitt zwischen Hafenstraßen-Brücke und der Pfannlwehr und
umfasst Ufer- und Flussbauten und die Errichtung von Dämmen und
Mauern. Die technischen Maßnahmen werden voraussichtlich bis Mitte
nächsten Jahres fertiggestellt werden, die Gestaltung wird etwa in
zwei Jahren abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen für den
Abschnitt beträgt 10 Millionen Euro.

Rückfragehinweis:
Magistrat der Stadt Krems, Ursula Altmann, Tel.: 02732/801-227

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