• 29.02.2008, 13:02:33
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Junger Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Wien profiliert sich als KMU-Drehscheibe zwischen Ost und West

In Wien-Margareten diskutierten Selbstständige mit Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner über Standortfragen, Chancen und Risken, sowie über Aus- und Weiterbildung

Wien (OTS) - Der Junge Sozialdemokratische Wirtschaftsverband lud
gestern, Donnerstag, im Rahmen der Veranstaltungsserie "KMU-Gipfel"
Selbstständige zum Dialog mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner,
Bezirksvorsteher Kurt Wimmer, Labg. Katharina Schinner (Vorsitzende
Junger Wirtschaftsverband) und dem Margaretner Unternehmer Stefan
Bachleitner. Zahlreiche UnternehmerInnen aus den unterschiedlichsten
Branchen folgten dieser Einladung. Dementsprechend vielfältig
gestaltete sich die Diskussion. "Margareten ist ein innerstädtischer
Bezirk. Es ist verständlich, dass hier Wirtschaftstreibende, Politik
und Bevölkerung Kompromisse schließen müssen, um gut gemeinsam leben
und wirtschaften zu können", so Vizebürgermeisterin Brauner. Aber
nicht nur Kompromissbereitschaft sei gefragt, sondern auch der Willen
mit dem Strukturwandel mitzuhalten. "Die Wiener Wirtschaft befindet
sich in einer enormen Umstrukturierungsphase. Wir bewegen uns weg von
einer traditionellen Sachgüterproduktion hin zu einer innovativen,
wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft und Sachgüterproduktion.
Daher hat sich auch die Rolle der Stadt geändert. Früher war Wien das
Tor zum Osten. Heute ist Wien DIE Drehscheibe zwischen Ost und West.
Und KMU, aber auch Einpersonenunternehmen sollen davon profitieren.
Sie dabei zu unterstützen ist unsere Aufgabe", betonte die Wiener
Finanz- und Wirtschaftsstadträtin.

Aus- und Weiterbildung ist eine Schüsselfrage für Wien

Um von diesem Strukturwandel zu profitieren, brauchen Klein- und
Mittelbetriebe (KMU) gut ausgebildete, qualifizierte
MitarbeiterInnen. "Selbstständige, die in die Aus- und Weiterbildung
ihrer MitarbeiterInnen investieren sind um 4 Prozent produktiver als
jene, die das nicht tun", so Brauner. Daher unterstütze die Stadt mit
Institutionen - wie dem Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds
(waff), dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), Departure, ZIT
etc. -, um KMU und auch Einpersonenunternehmen bestmöglich zu beraten
und zu begleiten. So vergab der WWFF 2007 erstmals eine Förderung für
Innovative Produktionen in der Sachgütererzeugung und berät der waff
neuerdings auch jene Selbstständige, die unter dem Begriff "neue
Selbstständige" einzuordnen sind. "Das mag zwar widersprüchlich
klingen, handelt es sich doch beim waff um einen Fonds, der
ArbeitnehmerInnen fördert. Doch wir haben festgestellt, dass es bei
den so genannten "neue Selbstständigen" noch ein Beratungsdefizit
gibt. Daher springt die Stadt mit dem waff unterstützend ein",
erklärte Brauner.

MINGO - Wien unterstützt die Wirtschaft mit Infrastruktur

In seinen MINGO Bueros bietet der WWFF modern und funktionell
ausgestattete Kleinbüros ab 15 Quadratmeter zu günstigen Konditionen
an. MINGO steht dabei für Move in and grow. "Wir wollen mit diesem
Infrastrukturangebot vor allem Wiener Kleinstbetriebe, GründerInnen,
EinpersonenunternehmerInnen, JungunternehmerInnen und "neue
Selbstständige" ansprechen, sie umfassend betreuen und in ihrer
betrieblichen Entwicklung unterstützen. Unsere MINGO Büros sind daher
der optimale Ausgangspunkt für erfolgreiches Unternehmertum", betonte
Brauner. Das hier ein großer Bedarf - gerade bei den
JungunternehmerInnen - vorherrscht bestätigt Katharina Schinner. "Die
Probleme der JungunternehmerInnen sind individuell. Daher brauchen
wir auch individuelle, maßgeschneiderte Angebote. Ich bin sehr froh,
dass die Stadt hier unterstützend einspringt". Seitens des Jungen
Wirtschaftsverbandes Wien bot Schinner den JungunternehmerInnen
Beratung und Networking an: "Ich lade alle JungunternehmerInnen und
GründerInnen ein, sich an uns zu wenden, sich beraten und betreuen zu
lassen. Die meisten von ihnen sind EinzelkämpferInnen. Wir wollen sie
ins Boot holen, sie coachen und dadurch dazu beitragen, dass ihre
Geschäftsidee sich zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg
entwickelt".

Lebensqualität in Margareten als Basis für KMU

Die Frage, was ein Bezirk und die Kommunalpolitik der Wirtschaft
bieten kann, wurde beim KMU-Gipfel eindeutig beantwortet:
Lebensqualität! "Wir können ein positives Umfeld für die Wirtschaft
schaffen. Dazu gehört ein offenes Ohr für die Selbstständigen,
Unterstützung in Standortfragen, aber auch Schulen,
Kinderbetreuungseinrichtungen, ein spannendes kulturelles Umfeld, ein
vielfältiges gastronomisches Angebot usw.", so Bezirksvorsteher Kurt
Wimmer. Dass es funktioniert, bestätigt Stefan Bachleitner: "Es tut
sich was in Margareten! Der Bezirk ist auf einem guten Weg und jetzt
gilt es seitens der Politik die bestehende Dynamik zu fördern." Die
Zahlen sprechen hier für sich: Gab es 1991 2.479 Betriebe in
Margareten, so waren es 2001 bereits 2.872 und heute sind es 3.543
Unternehmen. Und betrachtet man die Reinprechtsdorfer Straße, so ist
die Verkaufsfläche in der Jahren 1996-2006 um 39 Prozent gewachsen.
Dazu Bezirksvorsteher Wimmer abschließend: "Ich bin sehr stolz auf
unsere Bezirk und möchte allen Menschen, die in Margareten leben und
arbeiten optimale Rahmenbedingungen geben"!

Rückfragehinweis:

Mag. Marion Enzi
   Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
   Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband
   Mariahilfer Straße 32/1, 1070 Wien
   Tel.: +43(1)5224766-12, Fax: +43(1)5262352
   Mobil: +43(0)664-8304337
   mailto:[email protected] 
   www.wirtschaftsverband.at

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