- 29.02.2008, 12:57:30
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FMK ruft zu seriöser Mobilfunk-Berichterstattung auf
Begründung fehlt, wonach Mobilfunk Tinnitus verursacht
Wien (OTS) - Wieder einmal wurde eine einzelne Studie
herausgepickt und als vermeintlicher Beweis für ein Mobilfunk-Risiko
präsentiert. "Die diese Woche in den Medien präsentierte
Tinnitus-Studie von Prof. Dr. Michael Kundi ist nicht
wissenschaftlich veröffentlicht worden und liefert keine Begründung,
warum Mobilfunk Tinnitus verursache", zeigt sich FMK-Geschäftsführer
Maximilian Maier verwundert über die Vorgehensweise.
"Das Herauspicken von Einzelstudien ist völlig unseriös. So wird
fahrlässig mit den Ängsten der Bevölkerung umgegangen", sagt Maier
und meint, dass "eine seriöse Mobilfunkdiskussion auch eine
verantwortungsvolle Berichterstattung braucht". Er erklärt:
"Einzelstudien zeigen nicht den gesamten wissenschaftlichen
Kenntnisstand. Um den Forschungsstand interpretieren zu können, muss
diese Studie in Zusammenhang mit dem gesamten Wissen zu Tinnitus
gestellt werden".
Die neuesten Arbeiten aus dem Deutschen
Mobilfunk-Forschungsprogramm besagen, dass Mobilfunk nicht in der
Lage ist, das Auslösen und den Verlauf von Phantomgeräuschen wie
Tinnitus zu beeinflussen. "Diese Arbeit muss wie alle anderen
Arbeiten zu Tinnitus genau betrachtet und von wissenschaftlichen
Gremien geprüft werden, denn die Menschen haben das Recht Klarheit zu
bekommen", fordert Maier. "Aber es darf nicht so sein, dass
Meinungsbildung tagesaktuell ohne wissenschaftlichen Zusammenhang
erfolgt", kritisiert er. Abschließend ist aber festzuhalten, dass
sich die Ergebnisse des Deutschen Forschungsprogrammes aus konkreten
Laborversuchen herleiten und somit als wesentlich belastbarer
einzustufen sind", so Maier.
Was jedenfalls unbestritten ist,- wenn jemand den Verdacht auf
Tinnitus hat, muss er so rasch als möglich einen qualifizierten Arzt
aufsuchen. Denn am Anfang ist Tinnitus gut behandelbar. "Tinnitus
falschen Ursachen zuzuschreiben und nichts zu unternehmen, ist
gefährlich," verweist Maier auf die Empfehlungen der Tinnitus-Liga.
Service:
Deutsche Tinnitus-Liga
http://www.tinnitus-liga.de/tinnitus.htm
Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramm
http://www.ots.at/redirect.php?emf
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