KULTUR:PLAKAT: Attacken gegen legale Plakat-Lösung unverständlich

90 Prozent des "wilden" Marktes integriert - "Endlich legal arbeiten"

Wien (OTS) - Die Geschäftsführer der KULTUR:PLAKAT, Daniela Grill und Muff Sopper, reagieren mit Unverständnis auf die von der Grünen Wirtschaft und VP Wirtschaftsbund geäußerten Kritik an der Neugestaltung des Wiener Plakatmarktes für Kulturwerbeflächen. Die neue Regelung hole die Plakatierer aus der ständigen Bedrohung durch Strafverfolgung heraus, schaffe ein neues Angebot gerade für kleine Initiativen und bringe zudem ein neues, kostengünstiges Angebot auf den Markt - deshalb würden auch 90 Prozent der ehemaligen "Wildplakatierer" mitziehen.

"Mit Hilfe der neuen Regelung, nämlich der Errichtung von 5.000 Halbschalen an Wiener Strommasten für die Kulturplakatierung ist es gelungen, für ca. 100 freiberufliche und teilweise angestellte Mitarbeiter eine Legalisierung ihrer Tätigkeit zu erlangen", so Muff Sopper. Er sei selbst früher Besitzer eines Unternehmens gewesen, das illegal Plakate angebracht hat und musste permanent mit Strafen rechnen. Besonders betroffen davon seien Angestellte und freie Mitarbeiter gewesen, die - wenn sie bei ihrer Tätigkeit von der Polizei aufgegriffen wurden - entsprechende Strafen zu bezahlen hatten.

"Im Namen aller ehemaligen Wildplakatierfirmen, welche im Rahmen des neuen legalisierten Projektes mitwirken - und das sind immerhin 90 % des früheren Marktes - begrüßen wir es, jetzt endlich legal arbeiten zu dürfen. Darüber hinaus wurde für den Wiener Kulturmarkt ein kostengünstiges und attraktives Angebot geschaffen. Im Rahmen dieses Angebots können auch die Wünsche von kleinen Initiativen perfekt erfüllt werden", erklärt Sopper.

"Restgruppe" nimmt Gesprächsangebote nicht an

Daniela Grill betont, dass zuletzt Mitte Februar persönliche Einladungen zu einem Gespräch an die restlichen "Wildplakatierer", welche bisher insgesamt 10 % des Marktes abdeckten, ergangen sind. "Bisher wurde diese Einladung zum Gespräch nicht angenommen. Im Gegenteil: besagte Unternehmen haben den Rechtsstandpunkt eingenommen, dass die Wildplakatierung ohnehin legalisiert sei, und führen diese auch weiterhin aus."

Kunden profitieren - Neue kostengünstige Angebote sind keine Wettbewerbsverzerrung?

Die Argumentation des stellvertretenden Fachgruppenobmanns Peter Drössler, dass durch die Schaffung des neuen kostengünstigen Werbeformats den illegalen Plakatierern Kunden abgeworben werden, und damit quasi durch ein besseres Angebot ein Monopol geschaffen werde, sei "für einen Funktionär, der die Wirtschaft vertreten soll, geradezu absurd", erklären Grill und Sopper. Nach Meinung der Geschäftsführung der KULTUR:PLAKAT sollte es doch Aufgabe eines Unternehmens sein, attraktive, kostengünstigste und vor allem legale Angebote an den Markt zu richten. Daraus eine Wettbewerbsverzerrung abzuleiten, sei nicht nachvollziehbar.

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