ÖAMTC-Tunneltests zeigen Wirkung: Zweite Röhre Lainbergtunnel wird eröffnet

Bosruck- und Gleinalmtunnel weiterhin vom Club als "bedenklich" eingestuft

Wien (OTS) - Die am Donnerstag erfolgte Inbetriebnahme der zweiten Röhre des Lainbergtunnels zwischen St. Pankraz und Roßleithen auf der Pyhrn Autobahn (A9) wertet der ÖAMTC als logische Konsequenz der seit zehn Jahren laufenden Tunneltests des Clubs. "Einröhrige Tunnels mit Gegenverkehr können bei Unfällen zur Todesfalle werden", erklärt Clubexperte Willy Matzke. Wegen der Sanierung der alten Röhre wird es im Lainbergtunnel zwar noch bis August einen Gegenverkehr in der neuen Röhre geben, aber zumindest sind schon jetzt für Notfälle bessere Fluchtmöglichkeiten gegeben.

Auch wenn die Gefahrenstelle Lainbergtunnel bald entschärft sein wird, auf der Pyhrn-Route gibt es noch einiges zu tun. Mehrere Tunnels auf der A9 entsprechen nicht den aktuellen Sicherheitsstandards. "Sowohl Bosruck-, als auch Gleinalmtunnel müssen als bedenklich eingestuft werden", erklärt Matzke. Beim Bosrucktunnel hat die Asfinag bereits reagiert und bereitet den Bau einer zweiten Röhre vor. Unverändert gefährlich bleibt aber der Gleinalmtunnel, wo es auf über acht Kilometer Länge keinerlei Fluchtmöglichkeit gibt. "Erst vergangenen Samstag hat sich dort ein Serienunfall mit mehreren Schwerverletzten ereignet", schildert Matzke. "Da auch ein LKW beteiligt war, muss man von Glück reden, dass es keine Toten gegeben hat."

Die vom Club und dem Europaparlamentarier Reinhard Rack aus Graz durchgesetzte Europäische Tunnelrichtlinie schreibt zweite Tunnelröhren ohne Gegenverkehr auf Autobahnen für ganz Europa zwingend vor. Endlich wird am 4. April auf der Tauern Autobahn (A10) die zweite Röhre des Katschbergtunnels für den Verkehr freigegeben. Allerdings bleibt auch dort ein Gegenverkehr bis zur fertigen Sanierung der alten Röhre im Jahr 2009 bestehen. Die zweite Röhre des Tauerntunnels ist nach der Brandkatastrophe im Jahr 1999 erst in Bau. Beide Tunnels sind beim ÖAMTC als besonders gefährlich eingestuft, da keine Fluchtstollen existieren.

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Ergebnisse der ÖAMTC-Tunneltests: www.oeamtc.at/tests/tunnel

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