- 28.02.2008, 10:36:26
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ÖAMTC-Tunneltests zeigen Wirkung: Zweite Röhre Lainbergtunnel wird eröffnet
Bosruck- und Gleinalmtunnel weiterhin vom Club als "bedenklich" eingestuft
Wien (OTS) - Die am Donnerstag erfolgte Inbetriebnahme der zweiten
Röhre des Lainbergtunnels zwischen St. Pankraz und Roßleithen auf der
Pyhrn Autobahn (A9) wertet der ÖAMTC als logische Konsequenz der seit
zehn Jahren laufenden Tunneltests des Clubs. "Einröhrige Tunnels mit
Gegenverkehr können bei Unfällen zur Todesfalle werden", erklärt
Clubexperte Willy Matzke. Wegen der Sanierung der alten Röhre wird es
im Lainbergtunnel zwar noch bis August einen Gegenverkehr in der
neuen Röhre geben, aber zumindest sind schon jetzt für Notfälle
bessere Fluchtmöglichkeiten gegeben.
Auch wenn die Gefahrenstelle Lainbergtunnel bald entschärft sein
wird, auf der Pyhrn-Route gibt es noch einiges zu tun. Mehrere
Tunnels auf der A9 entsprechen nicht den aktuellen
Sicherheitsstandards. "Sowohl Bosruck-, als auch Gleinalmtunnel
müssen als bedenklich eingestuft werden", erklärt Matzke. Beim
Bosrucktunnel hat die Asfinag bereits reagiert und bereitet den Bau
einer zweiten Röhre vor. Unverändert gefährlich bleibt aber der
Gleinalmtunnel, wo es auf über acht Kilometer Länge keinerlei
Fluchtmöglichkeit gibt. "Erst vergangenen Samstag hat sich dort ein
Serienunfall mit mehreren Schwerverletzten ereignet", schildert
Matzke. "Da auch ein LKW beteiligt war, muss man von Glück reden,
dass es keine Toten gegeben hat."
Die vom Club und dem Europaparlamentarier Reinhard Rack aus Graz
durchgesetzte Europäische Tunnelrichtlinie schreibt zweite
Tunnelröhren ohne Gegenverkehr auf Autobahnen für ganz Europa
zwingend vor. Endlich wird am 4. April auf der Tauern Autobahn (A10)
die zweite Röhre des Katschbergtunnels für den Verkehr freigegeben.
Allerdings bleibt auch dort ein Gegenverkehr bis zur fertigen
Sanierung der alten Röhre im Jahr 2009 bestehen. Die zweite Röhre des
Tauerntunnels ist nach der Brandkatastrophe im Jahr 1999 erst in Bau.
Beide Tunnels sind beim ÖAMTC als besonders gefährlich eingestuft, da
keine Fluchtstollen existieren.
SERVICE:
Ergebnisse der ÖAMTC-Tunneltests: www.oeamtc.at/tests/tunnel
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Helmut Beigl
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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