- 28.02.2008, 09:56:12
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AK Studie: Teilweise billigere Prämien bei Neuabschlüssen für private Krankenversicherungen (1)
Wien (OTS) - Die EU-Gleichbehandlungs-Richtlinie bewirkt, dass ab
Dezember 2007 bei privaten Zusatzkrankenversicherungen
geschlechterdifferenzierte Prämien wegen Schwangerschaft und Geburt
verboten sind. Die Versicherer haben die Richtlinie fristgerecht
umgesetzt. Eine aktuelle AK Studie bei sechs Krankenversicherern
zeigt: Für Neuabschlüsse wurden Frauenprämien dadurch billiger,
Männerprämien teurer.
Der VKI hat im AK Auftrag erhoben, wie die Versicherungen die
Richtlinie umgesetzt haben. Es wurden die Prämien für den
Krankenhauskostentarif im Oktober 2006, im Dezember 2007 und im
Jänner 2008 erhoben. Untersucht wurden Allianz, Generali, Merkur,
Muki, Uniqa, Wiener Städtische.
Die Versicherer stellten die neu berechneten Prämien auf Basis der
Gleichbehandlungs-Richtlinie sogar früher um, als gefordert. Am
flottesten waren MUKI und die Wiener Städtische, indem sie bereits
Mitte 2006 ihre Tarife anpassten. Allianz, Generali und Merkur
machten das Anfang 2007, Uniqa Ende 2007.
Die AK Studie zeigt jedoch, dass Frauenprämien nach wie vor etwas
teurer sind. Denn laut Statistik werden Frauen älter und besuchen
häufiger einen Arzt als Männer. Daher kalkulieren Versicherer
weiterhin Prämien und Tarife geschlechtsspezifisch. Zahlte eine
28-jährige Frau beispielsweise bei Uniqa für einen Neuvertrag
Krankenhaustarif ohne Selbstbehalt 2007 noch eine Monatsprämie von
119,18 Euro, so sind es 2008 nur 90,46 Euro (knapp ein Viertel
weniger). Für einen 28-jährigen Mann kostete die Monatsprämie für den
gleichen Vertrag 2007 noch 71,10 Euro, jetzt sind es 82,60 Euro (also
um 16 Prozent mehr).
Neuvertrag Krankenhaustarif ohne Selbstbehalt (Österreichtarif für
ASVG-Versicherte)
Allianz Generali Merkur Uniqa
Monats-Prämienveränderung 2006 zu 2007 07 zu 08
Frau Eintrittsalter 28 Jahre -11,96% -11,11% -12,57% -24,10%
Mann Eintrittsalter 28 Jahre +28,88% +19,62% +12,63% +16,17%
Frau Eintrittsalter 43 Jahre + 4,19% + 0,26% + 2,00% - 8,95%
Mann Eintrittsalter 43 Jahre + 4,60% + 0,69% + 3,23% - 7,09%Wegen fehlender Prämien für 2005 konnte der Vergleich bei Muki und
Wr. Städtische nicht durchgeführt werden.
2006 gab es 2,8 Millionen private
Zusatzkrankenversicherungsverträge. So werden beim Krankenhaustarif
Kosten des Aufenthaltes ersetzt, die Behandlung im Krankenhaus mit
allen Nebenkosten und zusätzliche Kosten der Sonderklasse und für
eine freie Arztwahl. Sie wird auch als Gruppenversicherung für
Gruppen von Dienstnehmern angeboten. Außerdem gibt es noch
Zusatzpakete, zB Zahnkostentarif.
(Forts.)
Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
tel.: (+43)664 845 41 52
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at
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