- 27.02.2008, 12:34:12
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NEWS exklusiv: Jener Arzt aus Ebergassing, der 2007 auf einen jungen Bosnier schoss - steht nun unter dem Verdacht, ein Terrorist zu sein.
Der Mediziner soll 2005 einen - bis dato ungeklärten - Bombenanschlag auf eine Wiener Moschee begangen haben.
Wien (OTS) - Am 29. Jänner 2008 wurde Gabor Josef S., ein
44-jähriger Laborfacharzt im Landesgericht Korneuburg wegen
"versuchten Mordes" zu zwölf Jahren Haft verurteilt - im September
2007 hatte er vor seinem Wohnhaus in Ebergassing. Niederösterreich,
im Zuge eines Streits mit Jugendlichen den 17-jährigen Bosnier Dino
Boskovic niedergeschossen. Der Bursch ist seitdem querschnittgelähmt.
Wenige Tage nach Abschluss der Verhandlung, in der die echten
Hintergründe für die Wahnsinnstat völlig ungeklärt blieben, wollte
Gabor Josef S. - wie NEWS exklusiv in seiner am Donnerstag
erscheinenden Ausgabe berichtet - in seiner Zelle Selbstmord begehen,
sich die Pulsadern aufschneiden. Davor allerdings soll der 44-jährige
noch in einem Abschiedsbrief eine alarmierende "Lebensbeichte"
abgelegt und in dem mehrere Seiten umfassenden Dokument einige (bis
dahin ungeklärte) ausländerfeindliche Straftaten zugegeben haben;
darunter einen nächtlichen Sprengstoff-Anschlag auf die
Osmanli-Moschee in Wien-Hernals am 16. November 2005.
Experten des LVT (Landesamt für Verfassungsschutz und
Terrorismusbekämpfung) fanden danach auf einem von dem Arzt bis
zuletzt gepachteten Grundstück am Rande von Ebergassing große Mengen
an Sprengstoff, versteckt in einem alten Holzhäuschen.
Gabor Josef S. wird nun immer wieder von der Kripo verhört. Er
erzählt von "Mitkämpfern", von "Gesinnungsgenossen". Aber er nennt
keine Namen.
Die Terror-Spezialisten ermitteln nun auf Hochdruck in der Causa.
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