• 27.02.2008, 11:24:56
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Kaiser: "Verkauf der Hypo zieht weit reichende Folgen nach sich!"

SPÖ befürchtet Schaden für Kärntner Hypo "im Sog der BayernLB" - Kritik am unvorstellbaren Honorar für Wirtschaftstreuhänder - Erinnerung an "speed-kills-Methode" im Hypo-U-Ausschuss

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Befürchtung, dass die Kärntner Hypo "im
Sog der BayernLB" Schaden erleide, sei angesichts der jüngsten
Entwicklungen bei dieser Bank mehr als berechtigt, sagte heute,
Mittwoch, der Klubobmann der SPÖ-Kärnten, LAbg. Peter Kaiser. "Da die
Zukunft der BayernLB ungewiss ist, sorgen wir uns vor allem um die
Kärntner Arbeitsplätze", so Kaiser im Hinblick auf einen möglichen
Verkauf der BayernLB oder eine Fusion dieser mit einer anderen
deutschen Großbank. Es zeige sich nun einmal mehr, dass der von
Haider und Martinz viel umjubelte "Hypo-Deal" kein "Geschenk Gottes"
war und man bei bestem Willen bei der BayernLB auch nicht vom "besten
Partner" sprechen könne.

Dass der Verkauf der ehemals landeseigenen Bank derzeit auch wegen
anderer Vorkommnisse wieder in aller Munde sei, verwundere nicht, so
Kaiser im Hinblick auf die Verdienstsumme des Wirtschaftstreuhänders
Dietrich Birnbacher beim Hypo-Deal. Es sei unglaublich, dass dieser
mit der unvorstellbaren Summe von zwölf Millionen Euro abgegolten
werden soll, zeigte sich Kaiser empört. Wie es sein kann, dass die
Arbeit von Birnbacher pauschal abgerechnet werde, während dies laut
dem Präsidenten der Wirtschaftstreuhänder in Zeiteinheiten zu
erfolgen habe, sei ein weiteres Rätsel im Verkaufsablauf, zu dem
immer neue Details ans Licht kommen und dessen Hauptprotagonisten Dr.
Jörg Haider und Dr. Josef Martinz waren.

Angesichts der jüngsten Ereignisse erinnerte Kaiser an das
Vorgehen im Hypo-Untersuchungsausschuss des Kärntner Landtages: "Es
wird immer augenscheinlicher, dass die speed-kills-Methode dazu
diente, um keine peinlichen Fragen aufkommen zu lassen", so der
SP-Klubobmann, der dieses Vorgehen ebenso kritisierte wie die
Verharmlosung durch Dr. Haider, der im Rahmen einer
Anfragebeantwortung zur Transaktion entgegen der nun aufgedeckten
Vertragssumme noch von einem "sensationell niedrigen Kostenaufwand"
gesprochen habe. "Das trägt nicht dazu bei, dass das Vertrauen in die
politisch handelnden Personen wächst", gab Kaiser zu bedenken.

(Schluss)

Rückfragehinweis:

Mag. Simone Oblak 
   Pressesprecherin 
   SPÖ-Landtagsklub Kärnten 
   Tel.: 0664/8304499 
   [email protected] 
   http://www.kaernten.spoe.at

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