- 27.02.2008, 09:13:44
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ÖAMTC-Sommerreifen-Test: Bremswegunterschiede von bis zu 20 Metern möglich (+Foto, +Grafik)
36 Reifen standen auf dem Prüfstand - vier fassten ein "nicht empfehlenswert" aus
Wien (OTS) - Der rechtzeitige Wechsel von Winter- auf Sommerreifen
ist für die Verkehrssicherheit unerlässlich. Winterreifen sind auf
sommerlichen Fahrbahnen rasch am Ende. "Sie schmieren in der Kurve
weg und eine Notbremsung kann zum Roulette werden", warnt
ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel. Um eine Kaufhilfe für die
geeigneten Sommerreifen zu geben, hat der Club insgesamt 36 Reifen
auf Herz und Nieren geprüft. Heuer wurden die meist gekaufte
Reifengröße 195/65R15V und die weit verbreitete Dimension für
Kleinwagen 175/65R14T getestet. "Gleich vier Reifen schafften die
Mindestanforderungen nicht. Zurückhaltung ist besonders bei
scheinbaren Schnäppchen angebracht. Sparen kann hier lebensgefährlich
sein, weil z.B. Bremswegunterschiede von bis zu 20 Metern möglich
sind", sagt der ÖAMTC-Reifenexperte. Der Clubexperte schlüsselt die
Ergebnisse auf:
In der kleinen Größe fielen gleich drei Reifen beim Test durch.
Der Sava Perfekta, der Tigar TG 621 und der Trayal T 400 haben ein
"nicht empfehlenswert" ausgefasst. Dabei boten die beiden
Billigreifen Tigar und Trayal ein erschreckendes Bild beim Test.
"Während der Bremsmeister Pirelli Cinturato P4 bei einer Notbremsung
auf Nässe aus 80 km/h nach 40,7 Meter zum Stehen kommt, rutscht der
Trayal noch mit 41 km/h Restgeschwindigkeit weiter. Ein Stillstand
wurde erst nach weiteren 15 Metern erreicht. Im Ernstfall kann das
einen folgenschweren Unfall bedeuten", sagt der ÖAMTC-Experte. "Auch
der Tigar kann es auf Nässe kaum besser, doch auf trockener Fahrbahn
liegt er noch deutlich vor dem Trayal."
Einen Lichtblick boten vier Reifenmodelle mit dem Prädikat "sehr
empfehlenswert", nämlich der Pirelli Cinturato P4, Continental
EcoContact 3, Fulda EcoControl und Kumho Solus KH17. Der brandneue
Pirelli Cinturato P4 überzeugt auf Anhieb in allen
sicherheitsrelevanten Disziplinen und erzielt die Bestnote beim
Verschleiß. Knapp dahinter - also noch immer mit der Bewertung "sehr
empfehlenswert" - finden sich der Continental EcoContact 3, der Fulda
EcoControl und der Kumho Solus KH17.
Auch in der Dimension 195/65R15V gilt - Sicherheit bekommt man
nicht gratis
In der großen Dimension erreichten ebenfalls vier Reifen ein "sehr
empfehlenswert": Pirelli P6, Bridgestone Turanza ER300, Vredestein
Sportrac 3 und der neue Dunlop SP Sport Fastresponse. An letzter
Stelle liegt der Wanli S1095 mit der Bewertung "nicht
empfehlenswert". "Bei Nässe ist der chinesische Reifen völlig
inakzeptabel. Obendrein ist er auch noch mit M+S gekennzeichnet, gilt
also vor dem Gesetz als Winterreifen, obwohl er auf Eis und Schnee
erst recht ein Totalversager ist", sagt der ÖAMTC-Reifenexperte.
Auch in dieser Größe überzeugt der Pirelli. Der P6 ist der
überlegene Bremsmeister bei Nässe. "Wo der schon steht, saust der
Wanli mit Stadtgeschwindigkeit, also fast 50km/h, unkontrolliert
vorbei und kommt erst 20 Meter später zum Stehen", sagt der
ÖAMTC-Experte. Abwertungen wegen schwächerer Nässeperformance gibt es
auch für Hankook, Nokian, Barum, Goodyear, Firestone, Fulda, Ceat und
den neuen Michelin Energy Saver. Der Michelin kann dafür, was andere
nur behaupten: Er spart eindeutig Sprit, nämlich bis zu einem halben
Liter pro 100 Kilometer. Auch die Laufleistung ist ausgezeichnet -
der Energy Saver hält doppelt so lang wie andere Reifen.
Details zum Testergebnis findet man unter www.oeamtc.at/reifentests.
Aviso an die Redaktionen:
Fotos und Grafiken zu dieser Aussendung sind unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Lydia Öttl
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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