Kulturpass: Aktionstag "Ohne Geld ka Musi"

Vor vier Jahren gegründet - knapp 100 Institutionen machen mit

Wien (OTS) - Kommenden Donnerstag (28.2.) findet zum zweiten Mal
der Aktionstag der Initiative "Hunger auf Kunst und Kultur" statt. Start ist um 10.00 Uhr vor dem Parlament mit einem Mediengespräch über Aktuelles und Wissenswertes über diese Initiative. Nach einem gemeinsamen öffentlichen Frühstück steht dann in weiterer Folge den gesamten Tag ein vielfältiges kulturelles Angebot für alle 15.000 Kulturpass-BesitzerInnen zur Verfügung.

Vielfältiges Programm der Wiener Kunstszene

Ein kurzer Auszug aus dem Programm zeigt an, wie breit diesmal das Angebot sein wird: das Haus der Musik, als neuer Partner der Aktion, lädt bis 22.00 Uhr zum Besuch ein, um 11.00 Uhr bietet etwa die Kunsthalle Wien eine Führung zur laufenden "Syberberg"-Ausstellung ein. Zu Mittag öffnet das MUMOK seine Pforten, Tanzquartier, Architektur Zentrum, Wien Museum, Kunsthaus Wien, WUK und Naturhistorisches Museum und weitere Institutionen bieten am Nachmittag diverse Kulturveranstaltungen an. Am Abend lädt dann u.a. das Theater in der Drachengasse, das Konservatorium Wien Privatuniversität bzw. der TAG in der Gumpendorfer Strasse ein. Am Abend zuvor (27.2.) lädt der Dschungel Wien zur Tanz-Uraufführung von "Spielstand" ein.

Die vom Wiener Schauspielhaus und der Armutskonferenz 2003 initiierte Aktion Hunger auf Kunst und Kultur öffnet seit vier Jahren Theater, Kinos und Museen auch für Menschen, die Sozialhilfe oder Mindestpension beziehen, Arbeitslose und Flüchtlinge. Die Stadt Wien unterstützt Hunger auf Kunst und Kultur seit vergangenem Jahr.

In ganz Österreich sind 420.000 Menschen, darunter ein Viertel Kinder, von akuter Armut betroffen. In Wien leben 91.000 Menschen an den Rändern mitten unter uns. Weitere 130.000 Menschen sind prekär beschäftigt, d.h. sie arbeiten Vollzeit und verdienen unter 1.000,-Euro brutto oder sind geringfügig oder unregelmäßig beschäftigt.

Immer mehr Kulturpartner in Wien

Tag für Tag öffnen derzeit fast 100 Kulturinstitutionen in und um Wien - von der Alten Schmiede bis zum ZOOM Kindermuseum - ihre Türen gerne auch für Personen, die sich den Eintritt auf Grund ihrer sozialen und finanziellen Situation gerade nicht leisten können. Mit dem Kulturpass können sie aber trotzdem am vielfältigen kulturellen Leben dieser Stadt teilnehmen. Die Zahl der Kulturpartner hat sich seit 2006 verdreifacht und bietet ein breites Spartenspektrum. Monatlich kommen neue dazu. Neue Partner sind das Naturhistorische Museum, das Theater Heuschreck, Haus der Musik und salon5.

So funktioniert der Kulturpass

Derzeit gibt es 15.000 Wiener KulturpassbesitzerInnen. Gegen Vorweis ihres Kulturpasses zahlen diese in den Partnerinstitutionen keinen Eintritt. Das Eintrittsgeld wird durch Spenden von einerseits anderen Besuchern oder anderseits Sponsoren der Institutionen finanziert. Die Kulturpässe werden über das Netzwerk der Armutskonferenz von 110 sozialen und karitativen Stellen, dem AMS und den Sozialzentren der Stadt Wien ausgegeben.

Hunger auf Kunst und Kultur in anderen Bundesländern

Die Initiative Hunger auf Kunst und Kultur hat sich auch bereits auf die Bundesländer Salzburg, Steiermark, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg ausgeweitet. Dort wird länderspezifisch nach dem Wiener Vorbild gearbeitet.

o Infos auch unter: www.hungeraufkunstundkultur.at/ o Termin: 28. Februar Beginn: ab 10.00 Uhr Ort: Vor dem Parlament

(Schluss) red

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