- 24.02.2008, 09:00:00
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"trend": Diskussion um Ablöse des Bahnchefs spitzt sich zu
ÖBB-Aufsichtsratschef Pöchhacker und Verkehrsminister Faymann gehen auf Distanz
Wien (OTS) - Vor der ÖBB-Aufsichtsratssitzung am 26. Februar gehen
Aufsichtsrats-Chef Horst Pöchhacker und Minister Werner Faymann
spürbar auf Distanz zu Bahn-Boss Martin Huber berichtet der trend in
seiner am Montag erscheinenden Ausgabe: "Er hat einen Vertrag und
genießt das Vertrauen", meint Pöchhacker trocken, "und wie es
weitergeht, wird man sehen." Ungewohnt kühl auch die Stellungnahme
aus dem Ministerbüro: "Solange die zwei Untersuchungsberichte nicht
vorliegen, halten wir uns raus", meint Andrea Feigl, Sprecherin von
Verkehrsminister Werner Faymann, "momentan steht der Minister voll
und ganz hinter Huber."
Die von Bahn-Oberaufseher Pöchhacker bestellten Gutachten über die
verlustträchtigen ÖBB-Swap-Geschäfte und etwaige arbeitsrechtliche
Verfehlungen des Bahnchefs dürften bis zur Aufsichtsratssitzung zwar
noch nicht vorliegen. Lediglich der noch vom früheren
Verkehrsminister Hubert Gorbach in Auftrag gegebene
Rechnungshof-Rohbericht über die Immobiliengeschäfte der Bahn ist
fertig. Die Causa prima wird deshalb vermutlich in einem eigenen
Sonderaufsichtsrat ihre Fortsetzung finden.
Huber selbst ist überzeugt, die aktuellen Vorwürfe unbeschadet zu
überstehen. Er kann sich laut "trend" sogar vorstellen, sich nach
Auslaufen seines Vertrags im Oktober 2009 für eine weitere
Amtsperiode zu bewerben, um die Reformprojekte, die begonnen wurden,
"auch zu Ende zu bringen". So weit will aber nicht einmal
ÖVP-Verkehrssprecher Helmut Kukacka, einer der eifrigsten Verbündeten
des Bahnchefs, gehen: "Eine Verlängerung Hubers steht derzeit
überhaupt nicht zur Diskussion."
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
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