• 24.02.2008, 08:00:00
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"profil": Barroso zeigt Unverständnis über EU-Skepsis der Österreicher

Präsident der EU-Kommission verteidigt Tschad-Einsatz - "Österreich hat sich freiwillig dazu entschieden."

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" zeigt José Manuel Barroso,
Präsident der EU-Kommission, Unverständnis über den tief verwurzelten
Europa-Skeptizismus der Österreicher: Er frage sich oft selbst, warum
das so sei, erklärt Barroso: "Österreich, das besonders EU-skeptisch
ist, zählt zu den größten Gewinnern." Objektiv gesehen könne "niemand
bestreiten, dass Österreich vor allem durch die jüngste Erweiterung
weitaus mehr Möglichkeiten für sein Wachstum und seine Entwicklung
bekam als zum Beispiel die südeuropäischen Länder."

Den Eufor-Einsatz im Tschad verteidigt Barroso im
"profil"-Interview vehement: "Ich persönlich glaube, dass die EU,
wenn sie Einfluss haben und ihre Interessen und Werte vertreten will,
manchmal derartige Missionen durchführen muss. Wenn wir keinen Mut
zeigen, werden wir von unseren Partnern nicht ernst genommen." Kein
Staat sei gezwungen worden, Soldaten zu entsenden. "Frieden zu
schaffen oder zu sichern birgt Risiken, da müssen wir ehrlich sein.
Es liegt in der Verantwortung unserer Mitgliedsstaaten, diese Risiken
einzugehen, wenn sie überzeugt sind, dass die Gründe dafür - etwa
Menschenleben zu retten, bedrohten Flüchtlingen zu helfen - den
Einsatz auch wert sind."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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