• 22.02.2008, 16:07:38
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Sima: Wien setzt auf vorausschauenden Umweltschutz

Investitionen von mehr als 300 Mio. Euro garantieren Entsorgungs¬sicherheit und Hochwasserschutz für die Zukunft

Wien (SPW-K) - - Ein deutliches Bekenntnis zum vorausschauenden
Umweltschutz gab die Wiener Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima heute,
Freitag, bei der SPÖ-Klubklausur in Rust ab. "Wir sind es künftigen
Generationen schuldig, verantwortungsvoll die Heraus¬forderungen der
Gegenwart im Umweltbereich anzupacken. Wien investiert in die
Zukunft, damit unsere Stadt auch in Zukunft zu den lebenswertesten
Orten der Welt gehört." So wendet Wien für den Ausbau der
Versorgungssicherheit in der Abfallwirtschaft und den
Donau-Hochwasserschutz mehr als 300 Millionen Euro auf. Sima:
"Umweltschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Wien steht zu seiner
Verantwortung für künftige Generationen."

An drei Beispielen - Abfallwirtschaft, Hochwasserschutz und
Landwirtschaft - verdeutlichte die Umweltstadträtin den Anspruch der
Wiener Umweltpolitik. "Wien setzt in der Abfallwirtschaft klar auf
völlige Autarkie: Für den Müll, der sich nicht vermeiden lässt, steht
in Wien die komplette Palette an umweltverträglichen
Behandlungseinrichtungen - von Müllver¬brennungs-, Biogasanlagen bis
hin zum Kompostwerk - bereit." Der Ausbau des
Donau-Hochwasserschutzes flussabwärts der Donauinsel sei nach der
finanziellen Einigung mit dem Bund nun gesichert und bereits in
Umsetzung, so Sima: "Bis 2015 wird das Jahrtausendprojekt
,Verbesserter Donauhochwasserschutz für Wien´ abgeschlossen sein.
Nach menschlichem Ermessen ist damit der bestmögliche Schutz für Wien
und weite Teile Niederösterreichs vor Hochwasserkatastrophen
garantiert." Als dritten Punkt betonte die Wiener Umweltstadträtin
die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Stadtgebiet: "Die Wiener
Bäuerinnen und Bauern garantieren mit ihren hochwertigen Produkten
eine gesunde und Klima schonende Nahversorgung. Die Sicherung der
landwirtschaftlichen Produktion in der Stadt stellt einen zentralen
Punkt der Wiener Umweltpolitik dar."

Sauber in die Zukunft

Oberste Priorität im Wiener Abfallwirtschaftskonzept hat die
Abfall¬vermeidung, zahlreiche Projekte und Programme sorgen dafür,
dass den Wienern der Mist nicht über den Kopf wächst. Die
hervorragend ausgebaute getrennte Sammlung verringert den Müllberg
weiter, bedeutende Mengen von Altglas, Altpapier oder
Plastikverpackungen können recycelt werden, reduzieren damit den
Ressourcenverbrauch und schonen damit Umwelt und Klima. Sima: "Wien
bekennt sich zur Daseinsvorsorge, die geschlossene Entsorgungskette
im Bereich der Abfallwirtschaft ist dabei ein ganz wesentlicher
Bereich. Von den rund 400.000 Müllsammelgefäßen, über
Abfall¬behandlungs¬anlagen bis hin zur Deponierung der
Verbrennungsrückstände: Es gilt das Prinzip ,Alles in einer Hand’.
Der Einfluss der Stadt auf alle Bereiche der Abfallwirtschaft stellt
sicher, dass das hohe Serviceangebot für ganz Wien gilt und in der
Abfallwirtschaft die höchsten Umweltstandards eingehalten werden."

Dazu gehören, so Sima, nicht nur die Schaffung neuer
Verwertungs¬schienen wie etwa durch die im Vorjahr eröffnete "Biogas
Wien", in der jährlich aus bis zu 17.000 Tonnen biogenen Abfälle
Energie gewonnen wird: Die Müllverbrennungsanlage Pfaffenau, in die
die Stadt rund 220 Millionen Euro investiert, wird im heurigen Herbst
mit einer Jahreskapazität von 250.000 Tonnen in Betrieb gehen. "Damit
erfüllen wir nicht nur zeitgerecht die Auflagen der
Deponieverordnung, die das Ablagern von unbehandeltem Restmüll ab
2009 verbietet. Wien wächst, die Bevölkerungsprognose für das Jahr
2020 sagt ein Wachstum von 140.000 Einwohner¬Innen voraus. Mit der
rechtzeitigen Schaffung von Kapazitäten für die Müllbehandlung
schaffen wir Entsorgungssicherheit. Wien sorgt für die Zukunft vor",
betonte Sima.

Sicher in die Zukunft

Mit der Donauinsel verfügt der allergrößte Teil von Wien bereits seit
Jahrzehnten über einen exzellenten Hochwasserschutz, der die größten
Bewährungsproben - etwa beim Jahrhunderthochwasser 2002 - mit Bravour
bestanden hat. Nun wird auch flussabwärts der Donauinsel der
Hochwasserschutz von derzeit rund 10.000 m3 pro Sekunde auf eine
Abfuhrmenge von 14.000 m3 pro Sekunde ausgebaut, das Projekt
"Verbesserter Donauhochwasserschutz Wien" soll 2015 beendet sein.
"Die Stadt Wien wird insgesamt mehr als 75 Millionen Euro in den
Ausbau des Donau-Hochwasserschutzes investieren, die Ko-Finanzierung
durch den Bund ist gesichert", betonte Umweltstadträtin Sima,
"dadurch erhöhen wir die Hochwassersicherheit für den verbleibenden
Teil Wiens, aber auch zahlreiche niederösterreichische Gemeinden ganz
deutlich. Besonders wichtig ist uns, dass Hochwasserschutz und
Ökologie im sensiblen Bereich des Nationalparks Donau-Auen Hand in
Hand gehen." Die Erhaltung des wertvollen Biotop-Mosaiks in der Lobau
und die Sicherstellung bzw. sogar Verbesserung der ökologischen
Funktionsfähigkeit des Auengebiets sind wesentliche Teile des
Hochwasserprojekts.

Am linken Donauufer werden die Arbeiten am Hafenumschließungsdamm
Lobau noch im heurigen Frühjahr beendet, der Startschuss für den
Ausbau des daran anschließenden Marchfeldschutzdammes fällt noch
2008. Am rechten Donauufer wird ebenfalls noch in diesem Jahr mit den
Sanierungsarbeiten am Donaukanal Rückstaudamm/Rechter Donaudamm
begonnen. 2010 wird dann das Hafentor Albern in Angriff genommen.

Gesund in die Zukunft

16 % der Fläche der Millionenstadt Wien werden landwirtschaftlich
genutzt, insgesamt produzieren 770 landwirtschaftliche Betriebe mit
rund 3.000 Beschäftigten jährlich über 60.000 Tonnen Gemüse, rund
37.000 Tonnen Obst und rund 2 Millionen Liter Wein. Basis für die
Sicherung der Landwirtschaft in Wien ist der Agrarstrukturelle
Entwicklungsplan, kurz AgSTEP, aus dem Jahr 2004. Gemeinsam mit der
Landwirtschaftskammer Wien hat die Stadt Wien einen umfassenden
Maßnahmenplan zur Sicherung der Landwirtschaft in Wien erarbeitet.
Dazu zählen neben umweltschonender Produktion - 70 % der
landwirtschaftlichen Nutzfläche sind in das Umweltprogramm ÖPUL
eingebunden - der Optimierung des Energiemanagements für
Landwirtschaftsbetriebe u. a. auch die Ausweitung der Weiterbildungs-
und Beratungsmöglichkeiten. Darüber hinaus setzt Wien auf die
Präferenz für Wiener Produkte in öffentlichen Einrichtungen und ganz
speziell auf den Ausbau des Regionalmarketings für die Produkte aus
Wien. Mit dem Handel konnte beispielsweise die Kennzeichnung von
Gemüse aus Wien umgesetzt werden, die KonsumentInnen sollen auf einen
Blick erkennen, welche Produkte im Regal aus der Region kommen.
Nahversorgung ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Zentraler
Ansatz ist auch die Förderungspolitik der Stadt Wien zur Sicherung
der multifunktionalen Leistungen der Landwirtschaft. Jährlich werden
rund 6 Millionen Euro an Förderungen aus Töpfen von Bund, EU und Land
Wien an die Wiener Landwirte ausbezahlt. "Die Wiener Bäuerinnen und
Bauern sind unsere Partner, die bisherigen Erfolge der Kooperation
wie etwa auch die gemeinsame Plattform ,Freiwillig ohne Gentechnik’
sind vorzeigbar und wir werden auch künftig die regionale
Landwirtschaft zur Sicherung der Nahversorgung voll und ganz
unterstützen und fördern - für eine vitale Landwirtschaft in Wien
auch für die nächsten Generationen", so Sima abschließend. (Schluss)

Rückfragehinweis:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Telefon 01/4000 81 930

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