• 22.02.2008, 12:39:46
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VP-Gerstl fordert U-Bahn-Ring für Wien

Die Realisierung der U5 sowie die Planung einer U7 sind ein Gebot der Stunde

Wien (OTS) - "Die U-Bahn als Schnellverbindung in Wien droht der
Stadtentwicklung in immer größer werdenden Abstand hinterher zu
laufen." Resümiert der Verkehrssprecher der Wiener ÖVP LAbg. Wolfgang
Gerstl in seiner Pressekonferenz am heutigen Freitag.

In keinem anderen europäischen Land sei der U-Bahn-Ausbau so langsam
und so teuer wie in Wien. Gerstl: "Während in Madrid der
U-Bahn-Ausbau rund 31Mio. Euro pro km gekostet hatte, in München 40
Mio. Euro, lag Wien bei 64 Mio. Euro. Hier müssen einfach
Verbesserungen im Management stattfinden um den U-Bahn-Ausbau auf
Weltstadt-Niveau zu bringen. Madrid verdoppelte seit 1994 sein
U-Bahn-Netz auf 283km Länge, Wien liegt mit einer Gesamtlänge von 66
km, wovon nur rund 40 km neu gebaut werden mussten, bei einem
Baufortschritt von durchschnittlich 1,3 km pro Jahr." Da im Jahr 2030
Wien rund zwei Millionen Einwohner haben werde und mit der
Fertigstellung des Hauptbahnhofes 2013 sei ein dementsprechendes
"Upgrade" im Wiener Linien-Netz unabdingbar.

Verkehrsdrama Hauptbahnhof

Unter "Verkehrsdrama Hauptbahnhof" laufe auch, dass dieser durch
lediglich eine U-Bahn zu erreichen sei. "Was nützt es, wenn die ÖBB
auf der Strecke Salzburg - Wien Hauptbahnhof 20 Minuten Fahrzeit
einspart, wenn im innerstädtischen Verkehr durch nur eine
U-Bahn-Anbindung mehr als diese 20 Minuten wieder verloren gehen?",
stellt Gerstl die derzeitige U-Bahn-Planung in Frage. "Wo bleibt hier
die Zusammenarbeit von Verkehrsminister Faymann und Stadtrat
Schicker?"

Die Realisierung der Linie U5 von Hernals zur Innenstadt bis zum
Wienerberg wäre ebenso wie ein U-Bahn-Ring, wie in anderen
Metropolen, angesichts des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommen
ein Gebot der Stunde und es wäre an der Zeit mit den Planungen zu
beginnen. Zwischen Westbahnhof - Hauptbahnhof- Nordbahnhof und in
Folge eine Anbindung an die U4/U6, so müsste grundsätzlich die U7
Ringlinie verlaufen. Die Anbindung Westbahnhof - Hauptbahnhof hätte
dabei besondere Priorität und wäre vergleichsweise rasch zu
realisieren, da vorhandene Trassen miteingebunden werden könnten.

Als einen neuen Schildbürgerstreich von SP-Verkehrsstadtrat Schicker
bezeichnete Gerstl abschließend, dass das KH-Nord nicht an das
U-Bahn-Netz angebunden werde. "Da plant man zuerst wesentliche Teile
der medizinischen Versorgung vom Westen in den Nord-Osten der Stadt
zu verlegen und dann ist man nicht bereit 10% des
Investitionsvolumens der Spitalserrichtung für eine U-Bahn-Anbindung
bereitzustellen!"

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]

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