- 22.02.2008, 11:54:53
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Bayrischer Ministerpräsident Beckstein bei LH Pröll
Beide bekennen sich zum "eigenständigen Weg"
St. Pölten (NLK) - So wie der Freistaat Bayern in Deutschland geht
auch Niederösterreich in Österreich in vielen Bereichen "einen
eigenständigen Weg", beide Bundesländer setzen auf "eine
eigenständige Politik". Die Gemeinsamkeiten und Parallelen etwa im
Bildungsbereich und beim Thema Sicherheit standen heute, Freitag,
auch im Mittelpunkt eines Gedanken- und Erfahrungsaustausches
zwischen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bayern Ministerpräsident
Dr. Günther Beckstein im NÖ Landhaus im St. Pölten.
Beide Spitzenpolitiker bekennen sich in Sachen Bildung zu einer
Stärkung der kleineren und mittleren Schulen im ländlichen Raum. Wie
überhaupt die weitere Stärkung des ländlichen Raumes ein zentrales
Anliegen von Landeshauptmann Pröll und Ministerpräsident Beckstein
ist.
Einigkeit herrscht auch in Sachen innere Sicherheit. Sowohl Bayern
als auch Niederösterreich hätten sich gut auf die
Schengen-Erweiterung vorbereitet, so Pröll. Sichtbar werde dies in
Niederösterreich u. a. am Rückgang der strafbaren Handlungen um 22
Prozent im Jänner 2008 im Vergleich zum Jänner 2007. Damit liege man
auf dem Niveau des Jahres 2003. Und in Richtung all jener, die diese
Statistik anzweifeln, sagte Pröll: "In Niederösterreich werden keine
Statistiken geschönt. Die Fakten liegen hier klar auf dem Tisch."
Pröll und Beckstein sprachen sich zudem dafür aus, das derzeitige
Ausmaß und die hohe Präsenz der Sicherheitskräfte auch nach der EURO
2008, also bis Jahresende, aufrecht zu erhalten.
Eine weitere Parallelität der beiden Bundesländer ist das
überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum, wobei Niederösterreich
hier "die Nase vorne" hat. Der Aufholprozess Niederösterreichs in den
letzten Jahren findet beim Bayrischen Ministerpräsident auf jeden
Fall große Anerkennung. Und in Anlehnung an die für ihn vorbereitete
Redeunterlage meinte Beckstein: "Bayern ist heute mit
Niederösterreich in herzlicher Zuneigung und freundschaftlicher
Konkurrenz verbunden." Konkurrenz sieht Beckstein vor allem als
Motivation und "halte uns auf Trab."
Günther Beckstein, Jahrgang 1943, ist seit Oktober 2007
Ministerpräsident des Freistaates Bayern. Er folgte in dieser
Funktion Edmund Stoiber nach, nach dem der gelernte Rechtsanwalt von
1988 bis 1993 bereits Staatssekretär war und von 1993 bis 2007 die
Funktion des Bayrischen Staatsministers für Inneres ausübte.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12163
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