- 11.02.2008, 14:34:57
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ÖH: Kosten für Teilzeitstudium sollen vom Bund getragen werden
Verbesserung für Studierende darf nicht Universitäten aufgebürdet werden
Wien (OTS) - Auf die ablehnende Haltung des Teilzeitstudiums durch
den Vorsitzenden der Universitätenkonferenz, Rektor Christoph Badelt,
reagiert die Österreichische HochschülerInnenschaft mit Verständnis.
"Wir unterstützen die Möglichkeit eines Teilzeitstudiums als
Verbesserung für Studierende. Die Mindereinnahmen müssen jedoch vom
Bund ausgeglichen werden, da die Universitäten nach wie vor
unterfinanziert sind. Die beste Lösung ist jedenfalls die Abschaffung
der Studiengebühren mit vollständigem Einnahmenersatz für die
Universitäten durch den Bund", so Hartwig Brandl aus dem
ÖH-Vorsitzteam.
Die Einführung der Studiengebühren hatten Mehreinnahmen von ca.
140 Mio. Euro zur Folge. Um jene Summe wurde jedoch auch der
Bundesanteil am Universitätsbudget gekürzt. "Es ist scheinheilig
wenn Hahn ein Teilzeit-Modell propagiert, welches Studierende zwar
entlastet, die prekäre Situation an den Universitäten aber weiter
verschlimmert. Übernimmt der Bund nicht die zusätzlichen Kosten, so
hat dieser zu verantworten, wenn die Qualität von Forschung und Lehre
weiterhin in Mitleidenschaft gezogen wird", fordert Verena Czaby
(ÖH-Vorsitzteam) die Bundesregierung zur Übernahme der Kosten für das
vorgeschlagene Modell auf.
"Ein Teilzeitstudium darf aus Sicht der ÖH jedoch nicht darauf
hinauslaufen, dass durch erhöhte Kosten für Vollzeitstudierende die
geringeren Einnahmen von berufstätigen Studierenden kompensiert
werden. Auch wenn dies Mehreinnahmen für die Universitäten bedeuten
würde, lehnen wir ein Belastungsmodell für Studierende strikt ab.
Eines muss aber jedenfalls klar sein: Die Einführung eines
Teilzeitstudiums muss auch eine Reform der Beihilfen inkludieren",
schließt Lisa Schindler (ÖH-Vorsitzteam).
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Florian Kozák, Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 217
mailto: [email protected] http://www.oeh.ac.at
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