Donnerbauer zum Fall Kampusch: Widersprüchliche Aussagen von Kalina und Schlögl aufklärungsbedürftig

Wusste Kalina als SPÖ-Kommunikationschef schon damals über Ermittlungspannen bescheid?

Wien, Datum (ÖVP-PK) „Die widersprüchlichen Aussagen von Kalina und Schlögl sind aufklärungsbedürftig. Was wusste Josef Kalina? Wusste er als SPÖ-Kommunikationschef bereits über die damaligen Ermittlungspannen unter SPÖ-Innenminister Schlögl bescheid?“, fragt ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer angesichts der gestrigen Aussagen des nunmehrigen SPÖ-Bundesgeschäftsführers, dass 1998 „in der Tat schwerwiegende Fehler“ passiert seien. Während Kalina die Fahnungspannen im Fall Kampusch in der Ära Schlögl 1998 bestätigt hat, wies Schlögl am selben Tag diesen Vorwurf als „lächerlich“ zurück. Kalina betätigt die Ermittlungspannen, Schlögl bestreitet sie. „Wir wollen in diesem Punkt Klarheit“, verlangt Donnerbauer. ****

„Wenn Kalina jetzt von schwerwiegenden Fehlern spricht, noch bevor die Evaluierungskommission ihre Arbeit aufgenommen hat,
deutet das darauf hin, dass er mehr über diesen Fall weiß, als bis jetzt in den Medien zu lesen war. Kalina soll die Karten auf den Tisch legen“, fordert Donnerbauer. „Wussten Kalina und Schlögl schon damals über etwaige Ermittlungspannen Bescheid? Warum sind die Akten des zweifellos bedeutendsten Kriminalfalls des Jahres
1998 angeblich nicht über den Tisch des zuständigen Innenministers Schlögl gegangen?“, fragt Donnerbauer. „Faktum ist: Wenn 1998 Fehler passiert sind, ist der damalige Innenminister dafür verantwortlich. Faktum ist aber auch, dass auch damals eine Nationalratswahl bevorstand und SPÖ-Kommunikationschef Kalina wohl kaum Interesse hatte, dass ein roter Polizeiskandal öffentlich wird“, schließt Donnerbauer.

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