Verkehrspsychologische Nachschulungen helfen, Leben zu retten

Wien (OTS) - Verkehrspsychologische Nachschulungen helfen, Leben
zu retten. Die Nachschulung ist die einzige Maßnahme in den verkehrsrechtlichen Sanktionen, welche die Verkehrsrowdies nicht straft, sondern aktiv zu einer Problemeinsicht und Einstellungsänderung erzieht. Neueste Studien des Instituts für Angewandte Psychologie und Forschung (AAP) untermauern die Wirksamkeit dieser Maßnahme.

Das Vormerksystem ist in den letzten Monaten stark in der Diskussion und wird derzeit vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie evaluiert. Fest steht auf jeden Fall: Die Nachschulungen des Vormerksystems helfen, Leben zu retten.

Das Vormerksystem ist mittlerweile drei von vier Personen ein Begriff. Bei den Delikten im Detail scheiden sich aber die Geister. Neueste Studien des Instituts für Angewandte Psychologie und Forschung (AAP) zeigen aber, dass Personen, die bereits eine verkehrspsychologische Nachschulung absolviert haben, deutlich mehr richtige Delikte aufzählen können. So kann beispielsweise jeder fünfte Kursteilnehmer vier oder mehr Delikte dem Vormerksystem richtig zuordnen. Das schafft in der Normalbevölkerung nur jeder zwanzigste. Wieviele Delikte des Vormerksystems fallen Ihnen spontan ein?

Die Nachschulung ist die einzige Sanktion im gesamten Verkehrsrecht, welche die Verkehrsrowdies nicht straft, sondern aktiv zu einer Problemeinsicht und Einstellungsänderung erzieht. So wird den Auffälligen einerseits das Unwissen bzgl. der Sanktionen genommen, andererseits wird bei den Kursteilnehmern ein erhöhtes Problembewusstsein geschaffen und somit eine bessere Schuldeinsicht erzielt. Gerade beim Thema "Alkohol am Steuer" müssen zuerst die eigenen Fehler erkannt werden, bevor man eine Verhaltensänderung durchmachen kann.

Nach dem Kurs plädiert die große Mehrheit der Teilnehmer sogar für niedrigere Promillegrenzen im Straßenverkehr, und das obwohl der Hauptgrund für eine Nachschulung betrunkenes Autofahren ist. Studien zeigen, dass eine Nachschulung das Rückfallrisiko, wieder betrunken Auto zu fahren, um 50% reduziert.

Das Bestreben des Gesetzgebers, die Nachschulung verstärkt im Vormerksystem als Maßnahme einzusetzen, ist sehr positiv aufzufassen. Wichtig ist jedoch, dass nur fachlich speziell dazu ausgebildete Psychologen die Teilnehmer betreuen und beraten.

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