Volkshilfe: Mobile medizinische Versorgung in Albanien gestartet

Volkshilfe Österreich Präsident Josef Weidenholzer bei offizieller Eröffnung in Nordalbanien

Wien (OTS) - Das Leben in den Bergdörfern im Norden Albaniens ist geprägt von Kälte und Entbehrungen. Die Lebensbedingungen sind sehr hart, die Menschen leben in großer Armut. Die Straßen müssen immer wieder gesperrt werden, weil sie bei Regen und Schnee nicht befahrbar sind. Auch die medizinische Versorgung ist katastrophal, der nächste Arzt ist weit weg, und die Menschen haben kaum genug Geld für Lebensmittel, geschweige denn für Behandlungskosten und Medikamente.

Die Volkshilfe Österreich startete im Spätherbst 2007 ein neues Projekt im nordalbanischen Bezirk Puka. Ein "Krankenhaus auf Rädern", besetzt mit einem Arzt und einer Krankenschwester kommt dreimal pro Monat in die entlegenen Bergregionen und behandelt dort die PatientInnen. Das Hilfsprojekt konzentriert sich auf Kleinkinder bis fünf Jahre.

"Das "Krankenhaus auf Rädern" ist das erste Projekt der Volkshilfe in Albanien", so Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer bei seiner Eröffnungsrede, "und wir möchten unser Engagement in diesem Land weiter ausbauen. Wenn man die Armut der Menschen hier sieht, kann man kaum glauben, dass es solche Lebensbedingungen in Europa noch gibt. Für die Volkshilfe ist das Engagement in Albanien auch ein Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes in Europa."

Im nordalbanischen Projektgebiet leben in den Dörfern Blerim, Gjegjan, Iballe und Fierze über 12 500 Menschen, 1 100 Kinder sind unter fünf Jahre alt. Die Säuglingssterblichkeit ist 5mal höher als in Österreich, 14% der Kinder sind unterernährt. Das durchschnittliche Familieneinkommen beträgt 60 Euro im Monat.

"Wir sind sehr froh, unsere Angebote im Bereich der medizinischen Grundversorgung mit Hilfe des Krankenhauses auf Rädern erweitern zu können. Das Projekt der Volkshilfe wird uns erlauben, in den entfernten Bergregionen unseres Bezirkes medizinische Versorgung für Frauen und Kinder zu verbessern" so Rustem Strugaj, Vorsitzender des Bezirkes Puka, im Rahmen der offiziellen Eröffnung.

Der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich, Erich Fenninger, weist im Rahmen der Besichtigung des Projekts vor Ort darauf hin, "dass die Volkshilfe Österreich seit vielen Jahren im osteuropäischen Raum engagiert ist. Nach dem Fall autoritärer Regime unterstützen wir Entwicklungen im sozialen Bereich, seit einiger Zeit auch in Albanien. Dabei stützen sich unsere Aktivitäten auf die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und lokalen Nichtregierungsorganisationen, was beim Aufbau des 'Krankenhauses auf Rädern' im nordalbanischen Bezirk Puka bis jetzt wunderbar funktioniert hat."

Das Projekt wird durch Spenden und durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit finanziert.

Spendenkonto: PSK 1 740 400, BLZ 60000, Kennwort Osteuropa

Am Dienstag, 12.Februar 2008 um 18:25 Uhr gibt es im Ö1 - Journal Panorama eine von Andreas Zinggl gestaltete Reportage mit dem Titel "Albanien: Wege aus der Armut" zu hören.

Druckfähige Fotos im Downloadcenter auf www.volkshilfe.at

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