Arbeitsforum Österreichischer Bausparkassen: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2007

Bausparfinanzierung kräftig ausgeweitet - Weitere Stärkung des Bausparsystems notwendig

Wien (OTS) - Sehr zufrieden mit den Geschäftsergebnissen 2007 zeigen sich die österreichischen Bausparkassen. So konnte das Finanzierungsvolumen für den Wohnbau im Vorjahr kräftig ausgeweitet werden, auch beim Abschluss neuer Bausparverträge konnte ein erfreulicher Zuwachs verzeichnet werden, meldet das Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen (AÖB).

Mehr als 3,5 Milliarden Euro wurden im Vorjahr für wohnwirtschaftliche Investitionen ausgezahlt (2006 3,0 Mrd. Euro.) und damit gegenüber 2006 ein Plus von 16 % erzielt. Steigende Zinsen und die Folgen der US-Immobilienkrise, die auch Auswirkungen in Europa hatte, machten Bausparen im Vorjahr zu einer begehrten Finanzierungsform. Die Zinssatzobergrenze bei Bauspardarlehen von 6 % hat damit deutlich an Aktualität gewonnen. Günstige Zwischenfinanzierungen machen Bausparen auch für jene Bauherren interessant, die über keinen Bausparvertrag verfügen und kurzfristig Bauwünsche realisieren möchten.

Die von den Bausparkassen verwalteten Ausleihungen wuchsen im zurückliegenden Geschäftsjahr von EUR 14,5 auf EUR 15,6 Mrd., während sich zugleich die Bauspar¬einlagen um rd. EUR 0,5 Mrd. auf EUR 17,3 Mrd. verringerten. Die Hauptursache der abgeschwächten Einlagenentwicklung ist in den umfangreichen Darlehenszuteilungen zu sehen, womit abgereifte Bausparguthaben zur anteiligen Tilgung ablaufender Zwischen¬darlehen verwendet werden.

Der noch vor wenigen Jahren durchaus beträchtliche Liquiditätsspielraum der Bausparkassen hat sich 2007 markant eingeschränkt. Eine große Bausparkasse meldet beträchtlichen Ausleihungsüberhang, ein weiteres Institut wird Gleichstand zwischen Einlagen und Darlehen in Kürze erreichen.

Die ausgeprägte private Investitionsbereitschaft, das hohe Interesse an einer Steigerung der Wohnqualität sowie an Maßnahmen zur Energieeinsparung sorgten im Vorjahr für eine intensive Beanspruchung der Bausparkassen.

Die Mittel für den verstärkten Finanzierungseinsatz resultieren aus der Sparleistung der mehr als 5 Mio. Bausparverträge in Österreich. Im vergangenen Jahr sind insgesamt mehr als 944.000 neue Bausparverträge abgeschlossen worden, ein Plus von 8,1 %. Die höhere Verzinsung der Bauspareinlagen und die von 3,5 % auf 4 % gestiegene Bausparprämie (bis 1.000,-- Euro pro Person und Jahr) unterstreichen die Attraktivität des Bausparens. Die weltweit spürbaren Auswirkungen der US-Hypothekenkrise fördern das Bewusstsein für notwendige Eigenmittel, angemessene Beleihung von Pfandobjekten und vorsorgliche Risikogrenzen. Das Bausparsystem nimmt darauf Bedacht.

Bausparkassen setzen auf Erhöhung der Bemessungsgrundlage

Um auch in Zukunft alle Darlehenswünsche rasch erfüllen zu können, hoffen die heimischen Bausparkassen für ihre über fünf Millionen Kunden per 2009 auf eine Anhebung der seit 1999 "eingefrorenen" Bemessungsgrundlage von EUR 1.000,- auf EUR 1.200,- pro Person und Jahr (und eine laufende Valorisierung).

Das würde bei verhältnismäßig geringem öffentlichen Einsatz von ca. EUR 15 Mio. pro Jahr ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von etwa EUR 600 Mio. pro Jahr bewirken.

Klimaschutz, eine Senkung des CO2-Ausstoßes ist ein Gebot der Stunde. International, EU-weit, national. Stichworte:
Kyoto-Protokoll, EU-Klimaplan, Energieausweis für Liegenschaften. Mit "klassischen" Bauspardarlehen und den speziell für Sanierungs¬zwecke entwickelten, innovativen Angeboten der Bausparkassen können private Haushalte einfach und ohne Risiko nachhaltig viele Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauches finanzieren. Eine Stärkung des Bausparsystems ist ein direkter, unkomplizierter und höchst effektiver Beitrag zur Verbesserung des Klimaschutzes.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva-Maria Klement
Allgemeine Bausparkasse reg.Gen.m.b.H.
Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen
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mailto: Eva-Maria.Klement@abv.at

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