Grüne Wien: Floridsdorf braucht innovatives U-Bahn-System

Puller: "Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Floridsdorf unbedingt notwendig"

Wien (OTS) - "Floridsdorf braucht ein innovatives, neues U-Bahn-System", fordert die Sprecherin für den öffentlichen Verkehr der Grünen Wien, Ingrid Puller. Es verdichten sich die Indizien, dass die U1-Süd-Verlängerung sinnvollerweise nicht bis Rothneusiedl, sondern nur bis zur Per-Albin-Hansson-Siedlung verlängert wird. Das eingesparte Geld soll laut Medienberichten für den Bau einer Verlängerung der U6-Nord verwendet werden.

"Es ist unbestritten, dass die öffentliche Erschließung des Entwicklungsgebiets Brünner Straße mit der Straßenbahnlinie 31 in Zukunft nicht ausreicht. Deshalb ist eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Floridsdorf unbedingt notwendig", erklärt Puller. "Allerdings bezweifle ich stark, dass eine klassische U-Bahn in der Brünnerstraße Sinn macht und außerdem ist sie zu teuer. Floridsdorf braucht ein innovatives, neues U-Bahn-System. Deshalb verlangen wir, dass die U6 der Brünnerstraße als intermodales System errichtet wird", fordert Puller. Dieses so genannte "Flitzer-Konzept" wurde im Herbst letzten Jahres von den Wiener Linien präsentiert und vereinigt die Vorteile von U-Bahn und Straßenbahn bei wesentlich geringeren Kosten.

Dazu einige grobe Kostenschätzungen. Die U1-Süd-Verlängerung soll 770 Mio. Euro kosten. Durch die Streckenverkürzung können drei der sechs geplanten neuen Stationen eingespart werden. Nach groben Schätzungen könnten dadurch 300 bis 350 Mio. Euro eingespart werden. Eine klassische U-Bahn in der Brünnerstraße würde rund 510 Mio. Euro kosten.

Die 300 eingesparten Millionen können aber auch für andere Verbesserungen im öffentlichen Oberflächenverkehr eingesetzt werden. Damit könnten z.B. die Betriebskosten des von der Einstellung bedrohten 21ers für 33 Jahre gezahlt werden. Die Straßenbahnlinie 8 könnte wiederhergestellt werden, um die heillos überlastete U6 zu entlasten. Oder die Floridsdorfer Straßenbahn-Linie 27 von Großjedlersdorf bis zur Wagramer Straße könnte endlich errichtet werden. "An Ideen für den Einsatz der eingesparten Millionen im Öffentlichen Verkehrsnetz von Wien mangelt es nicht. Es liegt nun an Finanzstadträtin Brauner, sie sinnvoll einzusetzen", so Puller abschließend.

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